Back to the Future DDR: Schon damals in den 70ern hat die Arbeitsgemeinschaft der "Station Junge Techniker" ein Elektro-Auto aus einem alten Militär-Trabbi und 4 LKW-Batterien zusammengeschustert. Und auch schon damals hat die Politik die Verkehrswende verkackt und sogar aktiv verhindert, dass es bei diesem einzigen Prototypen bleibt (und sich stattdessen an einem hierzulande auch gescheiterten Elektro-Bulli versucht).
Der Name Elsist steht übrigens für Elekrosicherheitsstadtauto, was deutscher nicht klingen könnte. Für die Anti-Tempolimit-Almans wäre Elsist aber vermutlich nichts gewesen, da die kompakte und von hinten ein bisschen wie eine gewisse fahrende Zeitmaschine aussehende E-Karre nur 50 Sachen schaffte. Für die Stadt fände ich diese technische Beschränkung ja aber eigentlich genau richtig und würde mich über ein Comeback im Jahr 2020 durchaus freuen.

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Auch im Osten waren damals nicht alle Punks. Manche waren sogar vor den 90ern Teil einer noch neueren Subkultur. HipHop. Eine MDR-Doku straight outta DDR, in der ihr breakende, sprühende und rappende Ossis aus den 80ern bestaunen dürft. Schönes HipHop-Dokument aus einer Zeit ohne Autotune - aber mit Diktatur.

„Die winzig kleine geschützte Welt DDR hat mir erst die Möglichkeit verschafft, ein bunter Vogel zu sein“, Bernhard Beatschmidt aus Dessau wurde, wie viele andere, 1983 mit dem Hip-Hop-Virus infiziert.

Als die ersten Bilder von amerikanischen Breakdancern über das Westfernsehen hinter den Eisernen Vorhang schwappten, fingen in der DDR von der Ostsee bis ins Erzgebirge junge Menschen an zu tanzen – auf öffentlichen Plätzen und Straßen – argwöhnisch beäugt vom Staat, von der Polizei vertrieben und sogar inhaftiert.

Doch ein paar Jahre später war Hip-Hop mit Breakdance, Rapmusik und Grafitti im sozialistischen Staat salonfähig. Das DDR-Fernsehen schmückte sich stolz mit dieser Jugendkultur. „Wir wurden sogar benutzt“, meint Mike Dietrich aus Leipzig. Doch mit dem Mauerfall zerfiel auch die Hip-Hop-Szene der DDR.

„Back in the days“ erzählt ein kaum bekanntes, aber schillerndes Stück DDR-Geschichte. Breakdancer, Musiker und Sprayer der damaligen Zeit berichten von Grafitti in der NVA, Schmuggelware aus dem Westen, selbstgestalteten Klamotten und von einer bunten Republik im grauen Alltag. Die Dokumentation präsentiert bisher nicht gezeigte Amateuraufnahmen aus den Anfängen bis hin zu den großen Fernsehshows der DDR gegen Ende der 1980er.


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Das Deutsche ATAT. Auch bekannt als in Bronze gegossener Trabi auf vier Beinen. Ein Denkmal namens Quo Vadis vom tschechischen Künstler David Černý, das an deutsche Flüchtlinge erinnert. Aus der genau seit 29 Jahren offiziell beendeten DDR.

Mit dieser Skulptur würdigte Černý die Vorkommnisse vom September 1989, als tausende DDR-Bürger in die Deutsche Botschaft Prag flüchteten und dabei ihre Trabis in Prag zurückließen.

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Sex, Drugs & Techno aus der arte-Mediathek: Als wir träumten. Eine deutsche Romanverfilmung von Andreas Dresen (Halt auf freier Strecke) über die Kids der Nachwendezeit, einen Electro-Schuppen aus den frühen 90ern und das Tanzen auf den Trümmern.

"Leipzig nach der Wende. Nach dem Zusammenbruch der DDR ist vom Pioniergeist ihrer Kindheit bei Dani, Rico, Mark, Pittbull und Paul nicht mehr viel übrig. In dieser neuen Zeit, in der alles möglich ist, gehen die Jungs an ihre Grenzen. Sie klauen, saufen, prügeln sich mit Nazis, hören Techno und eröffnen einen Underground-Club. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten."


via alswirvonsteaksträumten


Das Team von Gute Arbeit, Genossen reist alle paar Wochen in einer Late-Night-Show durch Zeit und Raum. Dieses Mal sind sie in der gühdn aldn DDR FKK-gestrandet. In der testen sie die Grenzen des guten Geschmacks aus, machen ostdeutsche Wessi-Witze und singen Trabi looking for freedöm. I bims, das Völk.

Wie damals in der DDR. Früher. Damals und so. Als Länder noch eingemauert wurden. Das waren noch Zeiten. Und zwar beschissene. Insofern: Macht alle Grenzen auf. Es stinkt.

Niemand hat die Absicht, Erdogan zu beleidigen. Aber damals wäre er sicher ein ganz Großer geworden. Früher, in der DDR.

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Gut, die silberne Hochzeit der deutschen Einheit ist vorbei. Falls ihr aber trotzdem noch ein bisschen in Nostalgie schwimmen, euch aber trotzdem keine dröge Doku geben, sondern etwas Spaß gönnen wollt - ist das hier vielleicht was für euch. Sedwitz. 
Eine 6-teilige fiktive Serie über ein Dorf, das zur Hälfte in der DDR - und zur Hälfte in der BRD lag. Und für eine ARD-Serie gar nicht mal so unlustig.

"Muss die Geschichte des Mauerfalls neu geschrieben werden? Eine nicht ganz ernst gemeinte Antwort gibt die sechsteilige Serie "Sedwitz": Im Mittelpunkt steht ein DDR-Grenzoffizier (Thorsten Merten), der 1988 den Schlüssel zu einem geheimen Tunnel unter der Grenze erhält."

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Here We Come ist eine Doku über das HipHop-Element Breakdance in der damaligen DDR. Das Filmchen von Nico Raschick ist zwar schon aus dem Jahre 2008, aber immer noch durchaus sehenswert und nicht nur für Hip-Hop-Junkies interessant.
Eventuell solltet ihr euch aber mit dem Anschauen ein bisschen beeilen, da ich mir nicht so sicher bin, ob das wirklich offiziell hochgeladen ist. Ansonsten lohnt sich vielleicht sogar ein Kauf auf amazon oder wo auch immer ihr wollt.

Dessau/Leipzig/Dresden/Berlin/Wolgast/Gö­rlitz...in den 80ern: Breakdance ist ihre Heimat, Hip Hop ihr Leben. Trotz Staatspolizei, Diktatur und Sozialismus machen sie ihren eigenen Weg. Sie treffen sich auf Straßenkreuzungen, schneidern sich Ihre Trainingsanzüge selber und tragen ihr Graffitti mit dem Pinsel auf. Die Bewegungen haben sie sich aus Film und Fernsehen abgeschaut, geübt wird vor dem Spiegel oder auf der Straße. Die Crews treten in Wettkämpfen gegeneinander an. Erst von allen verurteilt und ausgegrenzt, entwickelt sich Breakdance zu einer wichtigen Jugendkultur in der ehemaligen DDR. Here We Come erzählt diese Geschichte und was bis heute davon überlebt hat. Die DDR in den 80ern. Für Jugendliche wie Simo, Magic Mayer und Beatschmidt ist Breakdance ihre Heimat und Hip Hop ihr Lebensinhalt: "In jeder Sekunde tanzen können." Trotz Stasi, Diktatur und Sozialismus gehen sie ihren eigenen Weg. Sie treffen sich zum Tanzen an Straßenkreuzungen, schneidern sich ihre Puma-Trainingsanzüge selbst und tragen Graffiti mit dem Pinsel auf, weil es keine Sprühdosen gibt. Die Tanz-Bewegungen haben sie sich aus Film und Fernsehen abgeschaut, Initialzündung ist eine Körperwelle aus einem New York-Beitrag des ZDF-auslandsjournals.

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