Im Jahr 2021 zieht die Menschheit in den finalen Kampf gegen die Mutanten und bleibt lieber zuhause, weil die einzige Waffe bisher nur eine Nadel für jeden ist, dessen Verteilung allerdings noch etliche Monate dauert. Außerdem ist es draußen ganz schön kalt. Und es liegt so viel Schnee, dass auch der Lockdown zum Flockdown mutiert. Twittwoch #6.
#Flockdown

Gestern hatte ich auf Twitter sehr viel Spaß mit dem Hashtag #Flockdown. In was für seltsamen Zeiten wir leben, dass der mbMn beste Post dazu allerdings auf Facebook in meine Timeline geslidet kam. Wahrscheinlich auf einem Schlitten, wie es derzeit wettertechnisch größtenteils aussieht. Denn aktuell sind viele nun auch noch aufgrund des Schneechaos zuhause "eingesperrt". Die ersten "Experten" wandern währenddessen sicher nach Sibirien aus, um der Schnee-Diktatur in Deutschland zu entfliehen.
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HipHop-Musical: ENOUGH
Eigentlich mag ich ja Musicals so gar nicht, weil ich es doch recht anstrengend finde, wenn alle(!) immer(!) singen - und das meistens dann auch viel zu theatralisch bzw. nicht besonders authentisch klingt.
Ganz anders und viel realer hört sich das allerdings an, wenn immer gerappt wird, hab' ich gerade gemerkt. So wie bspw. in diesem oscaranwärtenden und über 10 Jahre gefilmten Hip-Hop-Musical von Nathan Nzanga, das wohl das erste Musical ist, dass ich euch uneingeschränkt empfehlen kann. Auch, weil es eben mal keine heile Welt mit FriedeFreudeEierkuchen-HappyEnd zeigt, sondern das leider immer noch so wichtige Thema Rassismus audiovisualisiert.
Dokumentarfilm auf YouTube: Life in a Day 2020

2020 war ein Jahr, das uns vermutlich alle - wie die Pandemie - noch ein Weilchen beschäftigen und sehr viel Platz in den Geschichtsbüchern einnehmen wird. Schließlich ist nicht gerade wenig in und mit der Welt passiert, wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt.
Nicht vergessen darf man dabei aber immer auch, dass im Corona-Jahr nicht nur Corona war und es neben vielen anderen furchtbaren Nachrichten ja auch einige positive Dinge im Leben vieler Menschen gab (auf nimmerwiedersehen, Donald). Das ganze Spektrum menschlicher Emotionen aus diesem denkwürdigen Jahr findet ihr im 2010er-Project-Remake: Life in a Day 2020.
„2020 war eines der außergewöhnlichsten Jahre unserer Geschichte — ein Jahr, in dem die Tage genau so von Angst, Sorge und Spaltung gezeichnet waren wie von Einheit, Widerstandsfähigkeit und Menschlichkeit. Life in a Day hat einen dieser Tage im Jahr 2020 festgehalten. Am 25. Juli 2020 haben wir über 300.000 Einreichungen aus 192 Ländern erhalten. Die historisch bedeutende Dokumentation Life in a Day, produziert von Ridley Scott und unter der Regie von Oscar®-Preisträger Kevin Macdonald, feiert ihre Premiere auf dem Sundance Film Festival 2021 und ist jetzt nur auf YouTube verfügbar.“
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Der Deutsche Wetterdienst rät jetzt auch noch dazu, zuhause zu bleiben

Mitten in einer Jahrhundertpandemie schneit nun auch noch ein historischer Wintereinbruch bei uns rein und ich hätte ja so langsam gern mal wieder einen Monat, in dem mal nichts passiert, was später in den Geschichtsbüchern landet (so fukkin tired of this shit). Immerhin haben einige von uns jetzt aber wieder mehr Entscheidungsfreiheit. Ich zum Beispiel habe nun die freie Wahl, ob ich lieber wegen einem tödlichen Mutanten-Virus oder doch wegen einer Alarmstufe-Rot-Unwetterwarnung zuhause bleiben soll.
Und während ich noch versuche rauszufinden, was davon besser oder schlechter ist, warte ich schon auf die ersten Schneesturm-Leugner, die gegen die Existenz von Eisregen demonstrieren und schlechtes Wetter nur als eine Maßnahme der Regierung beschimpfen, um uns alle weiter einzusperren.
„Privilegien“ für Ungeimpfte
Zur Zeit wird ja viel darüber diskutiert, ob die ersten Geimpften nun wieder Dinge tun dürfen, die wir alle seit fast einem Jahr nicht tun, um Menschenleben zu retten. Vielleicht sollte man den Spieß aber einfach mal umdrehen. Zum Beispiel mit dieser News, die wahrscheinlich eine Impfbereitschaft von 99,9% bewirken würde. Fast schon schade, dass es nur Satire ist (von der einzig lesbaren Page der Welt, dem Glasauge).
Eine Partei kackt aufs Internet: CDUploadfilter kommen nun doch
Um Sperrung legaler Inhalte zu verhindern, will die #GroKo kurze Ausschnitte nicht mehr legalisieren, diese gelten nur als „mutmaßlich erlaubt“, dürfen also nicht automatisch gesperrt werden. Die Grenzwerte wurden abgesenkt auf 15s Video/Audio, 125kb Bilder und 160 Zeichen Text.
Aber auch Nutzungen unter diesen Grenzen sind nicht automatisch vor dem #Uploadfilter geschützt, das gilt nur, wenn die Nutzung keine erheblichen Einnahmen generiert, man den fremden Inhalt mit anderen Inhalten kombiniert und nicht mehr als 50% eines fremden Werks nutzt.
- Julia Reda
Erinnert ihr euch noch an die ganzen Demos gegen Artikel 13/17, in denen das halbe Internet auf die Straße ging und die CDU am Ende einer Schlammschlacht versprochen hat, zumindest keine Uploadfilter zuzulassen? Nun, das war gelogen. Denn offenbar möchte diese Partei das Internet nun doch kaputt machen und scheißt lieber auf die "paar" Millionen wählenden Internetuser. Mit völlig absurden Urheberrechtsregeln, in denen ihr für immer von GIFs verabschieden könnt und Memes nur noch erstellen dürft "sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist" bzw "die Nutzung nicht mehr als 50% eines fremden Werks enthalten".
Wer auch immer das in jedem einzelnen Fall von zig Millionen Fällen pro Tag entscheiden soll. Nur beim zitieren müsst ihr euch keine Sorgen machen. Denn wenn ihr den Text einfach als Bild screenshotet, müsst ihr nur darauf achten, dass die jpeg-Datei am Ende nicht größer als 125kb ist.
Wobei es ohnehin kein Problem sein dürfte unter die Größe zu kommen, wenn ihr eure Pix vorher durch 'nen Image-Optimizer-Proggi jagt (ich nutze bspw. seit Jahren RIOT für dieses Blog, weshalb hier 95% aller hochgeladenen Bilder sogar unter 100kb sind - das ist bspw. 52kb groß). Abgesehen davon gibt es eh bald neue Bildformate, mit denen ihr selbst hochaufgelöste HD-Pics mit einer wesentlich geringeren Datei-Größe hinbekommt (spätestens dann setzten die sich bestimmt auch durch).
Alles in allem ist das so boomermäßig und technisch grotesk, dass ich nicht glaube, dass das irgendwie umsetzbar ist - aber dafür denke, dass selbst wenn, das Internet Wege finden wird, den Mist zu umgehen. Ein dummes und den Otto-Normal-User zensierendes Gesetz, das am Ende wahrscheinlich niemandem etwas nützt, bleibt es aber so oder so. Naja. Ich freu mich jedenfalls schon auf ein neues Zerstörungsvideo von Rezo (oder vielleicht ja mal jemand anders, Angriffsfläche ist ja genug für alle da).
Wir haben alle unser Pandemiemüdigkeits-Päckchen zu tragen
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In den letzten Tagen habe ich mich - wie in diesem Comic von Chaz Hutton - oft gefragt, warum ich ständig so unglaublich müde bin. Nun, die Antwort steht offenbar auf einem riesigen Stein geschrieben, den wir alle gerade als Last auf unseren Schultern tragen. Hoffen wir mal, dass bald jeder von uns den langersehnten Zaubertrank gespritzt bekommt, um diesen elendigen Brocken so easy wie Asterix & Obelix wegzufeuern. Bis dahin geh' ich jetzt aber erstmal wieder schlafen.

