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Ganz Europa spricht und streitet heftig über die Fahrt der Sea-Watch 3. Die Kapitänin Carola Rackete bringt nach zähen und ergebnislosen Verhandlungen, trotz Verbots der italienischen Behörden, rund 40 aus Seenot gerettete Menschen in den Hafen von Lampedusa. Über Wochen hat kein europäischer Hafen ihr erlaubt, sie an Land zu bringen. Was hat sich hinter den Kulissen abgespielt? Warum traf die Kapitänin eine Entscheidung, die ihr sogar eine Gefängnisstrafe einbringen kann? Wir berichten euch exklusiv über die Geschehnisse auf der Sea-Watch 3 und zeigen euch die Vorgeschichte. Denn unsere Reporter Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg waren die drei Wochen mit an Bord.

STRG_F mit einer Extended-Version der Panorama-Reportage über die Sea-Watch 3, dem Schiff, das den Menschen das Leben rettet, die Europa sonst ersaufen lässt. Ein sehr wichtiger journalistischer Beitrag zu einem sehr wichtigen Thema.
Und ich bin ja kein Politiker oder sowas und weiß, dass das alles sehr viel komplizierter ist, aber: wenn ich eine EU wär, würde ich diese Menschen ja aus dem Wasser holen, am nächstgelegenen sicheren Hafen medizinisch versorgen und sie anschließend einfach auf alle Mitgliedsländer aufteilen. So naiv das auch klingt.

Leider fehlt bei Minute 29:40 die Untertitelung. Das ist der Dialog:
- "Ich möchte wissen, ob ihr uns nicht verhaftet, weil wir schwarz sind!
Sea Watch Mitarbeiterin: "Wir, euch verhaften?!"
- "Ja, das möchte ich wissen. Alles ist möglich, Madame!"

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Das Y-Kollektiv war diesen Sommer nicht nur auf schönen Festivals wie der Fusion, sondern auch auf dem hässlichen Rechtsrock-Festival „Schild & Schwert“ in der sächsischen Landstadt Ostritz.
Und ich halte das Alkoholverbot für solche patridiotischen Veranstaltungen immer noch für eine hervoragende Idee. Nazis labern nüchtern schließlich schon genug Scheiße, was wir auch hier wieder mal erfahren dürfen. Dafür sehen wir erfreulicherweise aber auch mal die Sachsen, die das genau so sehen - und Biervorräte in der Umgebung aufgekauft haben. ✊

700 TeilnehmerInnen feiern beim Rechtsrock-Festival Schild & Schwert. Abgekürzt SS. Das Festival in Ostritz in Sachen gilt als Treffpunkt militanter Neonazis. Headliner sind Rechtsrock Bands wie „Kategorie C“ und „Lunikoff Verschwörung“. Offiziell ist die Veranstaltung als politische Kundgebung angemeldet. Die Polizei, Bundespolizei und Bereitschaftspolizei sind mit Hunderten Beamten vor Ort, um eine gewaltsame Eskalation zwischen den Festivalbesuchern und den Gegendemonstranten zu verhindern. Dennis Leiffels will sich einen Einblick in die Welt der rechtsextremen Szene verschaffen und spricht auch mit den Dorfbewohnern und Aktivisten.
Während die Demonstranten ein Zeichen gegen die Rechtsrock-Veranstaltung setzten und aus Protest die Biervorräte im Supermarkt leerkaufen versuchen Rechte den Reporter einzuschüchtern. Dennoch sucht er immer wieder das Gespräch. Gespräche, die tief blicken lassen.

via

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Das Fusion-Festival hat 2019 bewiesen, dass der Kampf gegen Überwachung auch gewonnen werden kann und ist nicht nur für elektronische Musik und Druffis bekannt, sondern inzwischen auch so berühmt, dass sogar Cem Özdemir es verteidigt. Neben der Doku vom Kulturkosmos hat sich nun auch das Y-Kollektiv mal dem größten unkommerziellen Alternativ-Kulturfestival Europas gewidmet. Mucke in Form von DJ-Sets von der Fusion bekommt ihr hier geliefert.

Die Fusion ist Hype. Ein Ticket bekommt man nur durch Losverfahren. Wer Glück hat, feiert also mit über 70.000 Menschen fünf Tage lang zwischen Bühnen, Bars, Performances und vegetarischen Essensständen in Lärz, Mecklenburg Vorpommern. Veranstaltet wird die Fusion vom Kulturkosmos Müritz e.V. unter dem Motto „Vier Tage Ferienkommunismus“.
Das friedliche Festival kommt seit 22 Jahren ohne Sponsoren aus – und ohne Polizei. Die Fusion dient als Schutzraum für die Besucher, in dem sie ungestört feiern können. Weniger als zwei Monate vor Beginn des Festivals geriet die Fusion jedoch anderweitig in die Schlagzeilen. Es entflammte ein Streit um das Sicherheitskonzept des Festivals. Eine Polizeiwache mitten auf dem Festivalgelände und polizeiliche Präsenz auf dem gesamten Festival – Nicht im Sinne der Veranstalter, die Polizei musste draußen bleiben.
Auch der Presse blieben die Türen der Fusion bislang verschlossen. Bis zu diesem Jahr. Warum das Veranstaltungsteam eine Ausnahme gemacht hat und wie ein Festival ohne Kommerz und Polizei funktioniert – Reporterin Anne Thiele durfte einen Tag lang mit der Kamera dabei sein.


via testival

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40 Menschen treiben seit Stunden auf einem viel zu kleinen Schlauchboot ins Leere und hoffen während sie seekrank werden, dass der Wellengang nachlässt und sie bald wieder an Land kommen. Diesmal sind es aber keine Flüchtlinge irgendwo auf dem Mittelmeer, sondern Freiwillige mitten in Deutschland, die sich in einer simulierten Flucht befinden.
Das von Sea-Watch und einer Agentur durchgeführte Experiment namens Lifeboat entstand mit Hilfe von tatsächlich Geflüchteten und ihren oft traumatischen Erzählungen. Es ist nicht durch Spendengelder finanziert, sondern durch die ehrenamtliche Arbeit aller Beteiligten, wie z.B. dem Oscar nominierten Regisseur Skye Fitzgerald.
Der als Perspektivwechsel und Denkanstoß gedachte Versuchsaufbau soll für leider oft fehlende Empathie sorgen, aber auch aufmerksam machen auf - dank tödlicher EU-Grenzpolitik - inzwischen 2277 während ihrer Flucht übers Mittelmeer gestorbene Menschen pro Jahr. Und ich glaube, auch die  Politik hierzulande wäre bei der Thematik sicher nicht so scheinheilig, zynisch und rassistisch, wenn es denn in den Nachrichten plötzlich heißen würde: darunter 40 Deutsche.

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bleibt das Mittelmeer auch 2019 die tödlichste Grenze der Welt: Eine aus 10 Personen stirbt bei einem Fluchtversuch über das zentrale Mittelmeer. Wäre das auch so, wenn die Schiffbrüchigen weiße Deutsche wären? [...]

Angelehnt an eine Flucht über das Mittelmeer, ließen wir Deutsche unter kontrollierten Bedingungen eine Simulation durchleben. Unter möglichst realitätsnahen Bedingungen wurde der Versuch unternommen, mit einer solchen Flucht verbundene Strapazen und Gefahren anzureißen. Es entstand „LIFEBOAT – Das Experiment“.


via

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Jeder von uns kennt diese Legenden von Lottogewinnern, die ihren Gewinn so schnell verballert haben, dass sie kurz danach wieder pleite waren. Und oft fragt man sich dann, wie diese Leute das überhaupt geschafft haben.
Eine mögliche Antwort darauf bekommt ihr in der Doku über die Buberts, die nach einer eignen Kartbahn in der eigenen Villa nun mittlerweile verzweifelt versuchen, auf YouTube ihr Geld zu verdienen. Mit Trash. Falls ihr also immer schon mal wissen wolltet, was ihr alles nicht tun solltet, wenn ihr plötzlich 8 Millionen aufm Konto habt, schaut mal rein. Es lohnt sich.

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...weiterlesen "Doku: Die Buberts – Lottomillionäre ohne Geld"

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Legenden besagen, er wäre schon im Anzug zur Welt gekommen und hätte bereits im Kindergarten sämtliche Koryphäen der Filmgeschichte studiert. Der junge Wolfgang M. Schmitt und sein Leben als analytischer Filmkritiker auf YouTube in einem Portrait. Begleitet von der ebenso eloquenten Samira El Ouassil. Eine Doku von Artur Klassen, Magnus Krenz & Markus Amadeus Sievers, die sich wie eine Durch-die-Nacht-mit-Episode auf arte anfühlt.

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"Der Mensch meint alles zu beherrschen, aber beherrscht nicht mal sich selbst."

Eine wunderschön bebilderte und wie ein Kunstwerk aussehende Doku von arte, die wieder mal die Qualität des Senders unterstreicht und euch sowohl sachlich als auch poetisch in die Existenzkrise stürzen lässt. Denn es geht um die vollkommen überschätzte namens "Mensch".

Die Menschheit ist nur ein verschwindend geringer Teil des Universums und bei weitem nicht so einzigartig wie wir denken. Von den unendlichen Weiten des Universums bis zu mikroskopisch kleinen Einheiten, von den Ökosystemen der Erde zum menschlichen Körper, macht jede Episode dieser Animationsserie Dinge begreiflich, die unsere Vorstellungskraft sprengen. Denn der Mensch ist nicht der Nabel der Welt.

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Die ARD spendiert zur inzwischen zum Glück sehr viel Aufmerksamkeit erregenden Europawahl eine gar nicht mal so schlechte Doku über die immer mehr zusammenarbeitende Jugend Europas. Allzu uncool scheinen die Kids Politik jedefalls gar nicht zu finden, wenn sich inzwischen sogar Beauty-Influencer politisch engagieren und Politiker wie Artikel13-Fighter Tiemo Wölken zu Influencern werden. Natürlich inklusive Europa-Hoodie, der mittlerweile ein Mode-Trend geworden ist.

Stell dir vor, es ist Europawahl – und vielen ist es einfach egal! 2014 war die Wahlbeteiligung vor allem bei jungen Menschen erschreckend gering. Ist Europa bei der Jugend out? Oder ist es so selbstverständlich, dass vielen gar nicht klar ist, wie sehr frühere Generationen für die heutige EU kämpfen mussten?

Dabei gibt es durchaus junge Menschen, die sich sehr aktiv engagieren. Teens und Twens, die überzeugt sind, dass Europa ihr Leben und das von Millionen anderen verbessert hat. Auf der anderen Seite kämpfen aber auch viele lautstark und mit Leidenschaft gegen die europäischen Einigung - weil sie um ihre nationale Identität fürchten oder schlechte Erfahrungen gemacht haben: mit der Brüsseler Bürokratie, den Auswirkungen der Globalisierung oder den brutal durchgesetzten Reformen für mehr "Wettbewerbsfähigkeit" – besonders im Rahmen der Euro-Krise. (ARD)