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In Paris lautete er damals elegant #JeSuisCharlie. In Wien wählt man dagegen etwas direktere Worte als Hashtag, um sich gemeinsam stark zu machen und Terroristen entgegen zu rufen, dass sie dort aber sowas von gar nix verloren haben: #SchleichDiDuOaschloch. Stabile und klare Ansage der trotzenden Stadt in Österreich.

Die Wienerin Natascha Strobl schreibt dazu auf Twitter:

Auf einem Video ist ein Mann auf einem Balkon zu sehen, der dem Terroristen nach unten nach schreit „schleich di, du Oarschloch“ und das ist so on brand für Wien. Bisi mutig, bisi understated, bisi derb, immer sehr ernst und direkt gemeint. #wienliebe

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Während durch die dystopisch roten Luftaufnahmen aus San Francisco allen nochmal bewusst gemacht wurde, wie fucking dringend wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen müssen, erklärt Donald Trump Bäume für gefährlich. Scheinbar sieht da jemand den Wald vor lauter Bomben nicht (oder weiß einfach nicht, dass Austria und Australia nicht dasselbe ist).
Die Steilvorlage hat die Waldstadt Wien bzw. dessen (Wald-)Stadträtin jedenfalls ziemlich zielsicher verwandelt. Und zwar auf Trump's Lieblingsmedium Twitter. Um den Nightjet von Hamburg aus mal auszuprobieren, wollte ich dieses nächstes Jahr eh mal wieder nach Wien und habe jetzt noch mehr Lust darauf, weil ich grüne Städte dann doch mehr mag als rote:

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Wien hat sich offenbar entschieden, eine Stadt für Menschen statt für Autos zu werden und schafft gerade massiv das, was wir alle brauchen: Platz. Und zwar u.a. für Begegnungsstätten, seperate Fahrradwege und ganz viel Natur auf so genannten CoolenStraßen. Nebenbei haben sie mal eben aus einer 7-spurigen Kreuzung ein kleines Insel-Paradies gezaubert. Ich wünschte, Deutschland würde sich daran ein Beispiel nehmen - und Andi Scheuer entlassen.


Die Öffis in Wien bewerben ihre U-Bahn mit neonfarbener Synthi-Mucke, 80's-Grafiken und einem flashig-trashigem Ohrwurm von Minisex, indem am Ende eine Pizza dran glauben muss. Schöne Untergrundmusik aus Österreich.


Vienna waits for you ist eine Horror-Komödie von Dominik Hartl über ein kleines Appartment mit großen und vor allem bösen Überraschungen.
Aus dem österreichischen Kurzfilm lassen sich 4 Dinge ziehen, die auch ihr bei der nächsten Wohnungssuche beachten solltet: 1. Vermieter sind immer Schweine. 2. Lest euch deshalb den gottverdammten Mietvertrag durch. 3. Zieht nicht nach Wien. Und der 4. und wichtigste Punkt: Achtet darauf, dass euer Vormieter keine Tischdeckchen hinterlassen hat. 

Plus Making Of der Horror-Wohnung und ihren Auswirkungen.