Der Guardian mit der passenden Fassade für das inzwischen sehr Weiße Haus. Dazu passend die Vice mit einer erschreckenden Doku über voll bewaffnete Hardcore-Nazis und John Oliver, der den mittlerweile eindeutig als rechts geouteten Trump wieder mal mit links vorführt. Und ich bin gerade wieder mal sehr froh, nicht in den USofA zu leben.

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Wacken from de


That's the right Spirit. Man muss schließlich auch Prioritäten setzen im Leben und sich gelegentlich wieder aufs Wesentliche konzentrieren. Da kann man auch nicht mehr für jeden Quatsch Zeit haben. Erst recht nicht, wenn man auf einem Festival mit einer Bierpipeline ist.

PS: Ein paar verwackelte Kameraaufnahmen eines vermeintlichen Terroristen, der jetzt noch zum Wacken wollte:


Ich war die letzten Tage mehr so bei meinen Eltern in Berlin als zuhause in Hamburg unterwegs und habe von der aktuellen Stimmung im Netz noch nicht so wirklich viel aufgeschnappt. Klar hab ich zwar mitbekommen, was letzten Freitag los war, hat mich jetzt aber selbst als Hamburger irgendwie gar nicht so beschäftigt.
Eigentlich wäre mir die ganze Sache sogar nicht mal ein Post wert, hätte ich nicht diesen perfekt passenden Worte von Alain Frei bei reddit gefunden. Der sagt nämlich u.a., dass es sehr viel wahrscheinlicher ist, dass ich mal an Übergewicht sterbe als bei einem Terroranschlag.
Insofern macht mir mein Wochenendausflug in Muttis Küche, ins Steakhouse und ans All-you-can-eat-Buffet beim Chinesen gerade viel mehr Angst als jede Eilmeldung über irgendwelche Idioten. Ich habe so viel gegessen, mein Magen hält mich vermutlich auch für einen Terroristen. Vielleicht gönn ich mir heute doch einfach mal ein Salat oder sowas. Sicher ist sicher.

Wir hängen einfach überall diese Schilder hin. Dann besteht keinerlei Gefahr mehr. Ganz sicher. Terroristen schlagen zwar Köpfe ab, aber doch ganz bestimmt keinem eine Bitte, oder?

Ja, die Headline ist ziemlich genau so gemeint wie sie dort oben steht. Denn tatsächlich ist es immer noch um ein hundertfaches wahrscheinlicher, dass ihr euch selber umbringt, als dass ihr Opfer eines Terrorakts werdet. Ihr seid demnach also eine viel größere Gefahr für euch selbst als jeder IS-Attentäter. Der Grund, warum so viele Angst haben und sich mittlerweile mehr Menschen verletzen, wenn irgendein Typ "Bombe" ruft und Massenpanik ausbricht (siehe Turin) als bei einem echten Anschlag sind wohl oder übel die Medien.
Denn eigentlich ist die Zahl der Opfer durch Gewalttaten in den letzten 20 Jahren immer wieder gesunken - nur die Berichte darüber sind eben viel mehr geworden. So entsteht der falsche Eindruck, dass alles immer schlimmer wird - was aber de facto nicht den Tatsachen entspricht. Und weil ich gerade diesen Kommentar gefunden habe, der das alles so wunderbar zusammenfasst und erklärt, hänge ich den hier mal noch mit ran:

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Ich habe ja schon vor ein paar Tagen geschrieben, dass ich es mittlerweile mehr als ätzend finde, dass Muslime jedes Mal aufs Neue dazu aufgefordert werden, sich vom Terror zu distanzieren. Übrigens unter einem Video, in dem sich Muslime mit einem viralen Hit überaus eindeutig vom IS und seinem Verständnis vom Glauben distanzieren.
Und dann kommt dieser Lieberberg vom Rock am Ring und fordert ernsthaft schon wieder, dass Moslems gegen den Terror auf die Straße gehen sollen. Als ob sie das nicht schon ständig tun. Aber diejenigen, die genau das immer wieder verlangen, kriegen davon ja sowieso nie was mit. Wollen sie vielleicht auch gar nicht. Ein Beispiel gefällig? Bereits ein Tag nach dem gestrigen Anschlag in London hat die muslimische Gemeinde zum Terrorakt klar Stellung bezogen.
Das eigentlich Absurde daran ist, dass bei dem ganzen anderen Scheiß, der so auf der Welt passiert nie irgendjemand aufgefordert wird, sich von irgendwas zu distanzieren. Den Job hat Sahin mit seinem Kommentar mal übernommen. Danke dafür. Trifft genau den Punkt.

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Terroristen wollen eigentlich nur eins - und zwar, dass wir uns vor ihnen fürchten. Nun kann in Zeiten wie diesen entweder in Panik verfallen und diesen verkackten Idioten, das Gefühl eines Sieges übermitteln - oder aber man entscheidet sich dafür, sein Leben weiter zu leben wie bisher und einen kompletten F*ck auf alles zu geben. So wie dieser Typ, dessen 1. Priorität bei einem Anschlag ist, sein Bier zu retten und es nicht wegen diesem Kackmist zu verschütten. Wie die Besucher auf dem Rock am Ring schon im Chor meinten: eins kann uns keiner nehmen - und das ist die pure Lust am Leben. In dem Sinne: Cheers, mate!

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Eigentlich finde ich es ja mittlerweile furchtbar, dass Muslime ständig insgeheim aufgefordert werden, sich von Terrorismus immer wieder distanzieren zu müssen. Nun hat ein Mobilfunkanbieter aus dem Nahen Osten, dessen Werbe-Videos regelmäßig mal viral gehen es aber eben doch nochmal getan. Mit einem ziemlich großen Knall. Denn das Ding hat inzwischen 3 1/2 Millionen Klicks in einer Woche gemacht.
Und da ja scheinbar immer noch nicht alle kapiert haben, dass nicht alle, die an Allah glauben auch zum IS gehören und viele Moslems unter dem Terror noch wesentlich mehr leiden als wir, kann man das hier ruhig nochmal hinhauen. Zumal man ein Anti-Terror-Musical, in dem ein Selbstmordattentäter in die Ecke gesungen wird, ja auch nicht allzu oft sieht.

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Ein Bier trinkende Meute aus Manchester-United-Fans vor einem Pub (in Schweden), die im Chor grölen, dass der IS sich seine Bomben in den Arsch schieben kann. Eine schönes und irgendwie klassisch britisches Signal an den Terror, dass man dort nicht nur keine Angst vor ihm hat, sondern auch auf ihn scheißt. In dem Sinne: weitertrinken, folks.

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Ein sehr guter Hinweis, auf den man ohne einen echten Experten wohl gar nicht gekommen wäre. Die Fachmänner, die für die Sicherheit verantwortlich sind, scheinen ja sehr kompetent zu sein. Danke, Focus.

"Und es ist auch so, dass bei einem Konzert eben nicht einfach so Explosionen passieren."

- Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Sektor 7G

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Keine Ahnung, wie euch das geht, aber ich habe diesmal erschreckend wenig davon mitbekommen, was gerade in Freital abgeht. Und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass das anders wär, wenn ein Flüchtling 5 Anschläge gestanden hätte. Als wäre Terrorismus nur halb so schlimm, wenn er von Nazis ausgeübt wird.

Ehrlich gesagt, überrascht mich ja mittlerweile nix mehr. Aber ein rechter Bundeswehrsoldat, der sich als Flüchtling "getarnt" haben soll, um einen islamistischen Terrorakt vorzutäuschen, ist selbst für die immer absurder werdende Realität verdammt hart. Ist aber auch echt gemein von diesen Flüchtlingen, dass sie nicht mehr Terroranschläge ausüben. So kann man die ja gar nicht richtig hassen. Tja. Dann übernehmen die Nazis eben den Job. Die lassen sich ja ohnehin viel besser hassen. Und währenddessen schimpft wahrscheinlich gerade ein IS-Terrorist über Nazis: "Sie klauen unsere Jobs !!!!1"