Die künstliche Intelligenz steigt und steigt und steigt. Und die Technik hat allein in den letzten 20 Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht. Kann man von der Menschheit jetzt nicht unbedingt behaupten.

Ich habe ja kein Problem mit Menschen. Jedenfalls so lange sie nicht in meiner Nähe sind. Naja. Ganz so schlimm ist es nicht. Einige Exemplare dieser Spezies sind ja sogar ganz nett. Tatsächlich sind auch einige meiner besten Freunde Menschen. Man muss sich halt nur die richtigen aussuchen. Und die falschen unbedingt meiden. Un-be-dingt.

 


Manche Meschen sind schön. Manche sehen aber auch nur so aus.

Geht alles. Man muss nur wollen und so. Und nicht völlig beschränkt sein.

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Ich rede hier ja nur selten über mich (das machen andere ja schon genug). Diesmal habe ich allerdings einen guten Grund dazu. Denn die Probleme, die im Interview von Tilo Jung mit Raul Krauthausen angesprochen werden, sind auch meine. Auch ich sitze im Rollstuhl. Auch ich habe Assistenten. Und auch ich darf deswegen nur maximal den doppelten HartzIV-Satz als Monatsgehalt verdienen bzw. überhaupt nur maximal 2600€ auf meinem Konto besitzen. 
Gut, Geld ist ohnehin nicht so meins, ich brauche nicht viel davon zum leben und hab' auch nie viel Wert darauf gelegt, ein Karrierefuzzi zu werden (siehe dieses Blog ;)). Aber, dass ich mein Leben lang auf nichts sparen kann, was mehr Wert ist als 2600€, finde ich dann doch - wie sagt man? - behindert. Krass behindert sogar. Dass es soweit geht, dass meine Eltern sich überlegen müssen, an wen sie ihr Erbe hinterlassen, da ich ja ohnehin alles abgeben müsste, ist für mich dann sogar offensichtliche Diskriminierung. Beim Heiraten ist es die gleiche Scheiße in grün. 
Für mich klingt das jedenfalls alles so gar nicht nach 2016 und gehört dringend mal geändert. Dafür sehe ich dann auch weiterhin ein, dass ich in die Hälfte aller Gebäude nicht reinkomme (mit Klagen hab' ich's eh nicht so) oder nur maximal 10% aller Klos nutzen kann. Ich finde, das ist ein fairer Deal.

Falls ihr mithelfen wollt, hier ist die Petition zum Teilhabegesetz, die diesen behinderten Behördenunsinn abschaffen soll.

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Comic via Zenpencils
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Film ab für die vielleicht cleverste Erfindung des 21. Jahrhunderts nach den Selfie-Sticks. Der Texting Hat (von Brad Hasse). Sein total tolles Feature: mit ihm können wir nun wirklich 24/7 auf unsere Smarschphones starren, ohne ständig von unseren dummen Freunden, Eltern oder wasauchimmer unterbrochen zu werden. Dann gibt's endlich nichts mehr, was uns ablenkt. Also - bis auf unsere Handys. 
Und ich mache in dem Zusammenhang einfach mal eine Gedenkminute für mein altes Nokia-Handy, dass ich diese Woche nach über 5 Jahren zu Grabe getragen habe (du konntest nichts und das mochte ich so an dir - R.I.P.). 

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Eine schöne Aktion von Aktion Mensch, in der jeweils 2 fremde Menschen zu einem Casting eingeladen wurden, die beide nichts voneinander wissen und dann eben spontan miteinander agieren müssen. Der Clou daran ist, dass immer einer der beiden eine Behinderung hat. 
Und da ich ja auch im Rolli sitze, kann ich von solchen Erstbegegnungen natürlich ein Lied rappen. Von daher würde ich sogar sagen, dass die meisten hier verhältnismäßig lässig reagiert haben. Ich hab' auf jeden Fall schon deutlich krassere erste Aufeinandertreffen erleben müssen/dürfen (mehr dazu nach the klick).











Und weil mir gerade danach ist, hab ich das einfach mal in die 4 häufigsten Gruppen unterteilt:

Erste Reaktionen auf mich und meine Behinderung:

1. Die Normalen, die mehr oder weniger normal reagieren. Die meisten meiner Freunde sind z.B. normal (jedenfalls, was das angeht 😉
2. Die-vor-dem-"Hallo"-fragen-warum-du-im-Rollstuhl-sitzt-Typen (die ich am liebsten mit "Irgendwer hat mir meine Schnürsenkel zusammengebunden." abwimmeln würde)
3. Die, die mal Zivi waren oder einen anderen Behinderten kennen und dir das ganz dringend und lang erzählen müssen (besonders toll, weil sie nun denken, sie kennen dich auch und an dir kleben bleiben wie ein Kaugummi)
4. Die, dir etwas schenken wollen, weil es so toll ist, dass Leute wie du sich auch aus ihrer Wohnung trauen (sind eigentlich kacke, können sich aber durchaus lohnen ¯_(ツ)_/¯)

Mehr Punkte bekommt ihr übrigens hier (im Rolli-Bingo).

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Soweit sind wir also schon. Das Menschen, die kein Handy haben, so interessant sind, dass ich mir eine Doku (von Ivan Cash) über sie ansehe. Und das obwohl ich selber ja auch kein Smartphone habe, dafür aber ein Handy (und auch ohne Tasten, weil die inzwischen fast alle abgefallen sind). 
Im Prinzip bin ich also irgendwo im Umschwung von Retro zur Modernität hängengeblieben - und so in etwa fühl ich mich eigentlich auch. Aber ich glaube ja, dass die Mitte zwischen diesen zwei gegensätzlichen Welten vielleicht gar nicht mal das Schlechteste ist. Mein Handy wird auf jeden Fall niemand klauen (wenn ihr es sehen könntet, würdet ihr jetzt zustimmend nicken).

"'Phone Life’ explores the lives of two San Francisco residents: Matthew, a UX designer who’s never owned a cell phone, and Tess, a teenager who’s grown up with a smart phone."

(Direktlink)
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Vom abgefahrenen MarsOne-Project habt ihr ja wahrscheinlich (von mir) schon gehört, oder? Genau, das Projekt, das in weniger als 10 Jahren eine Gruppe von Menschen mit einem One-Way-Ticket auf den Mars schießt. Und auch das Projekt, in dem sich bis dato 200.000 Leute dafür beworben haben, die Erde für immer zu verlassen. Mittlerweile hat man allerdings 660 Bewerber in den Recall geschickt, die nun wahrscheinlich nach und nach ausgesiebt werden.
In der immerhin vom Guardian produzierten Doku werden euch nun einige der Finalisten samt ihrer Story vorgestellt. Und vielleicht lernt ihr ja auch schon die ein oder andere Persönlichkeit kennen, die am Ende tatsächlich auf dem roten Planeten lebt und in die Geschichte eingeht.
Ich glaube ja mittlerweile übrigens, dass das größte Problem gar nicht ist, dass man alle Menschen (die man kennt) zurücklässt - sondern, dass noch andere Menschen mitkommen. Man kann denen ja schließlich schlecht aus dem Weg gehen, wenn man dort festsitzt und aufeinander angewiesen ist. Ich bin also raus.
Erst recht nachdem ich gerüchteweise gehört habe, dass das Ding durch eine Art Big Brother on Mars finanziert wird, in dem wir alle Aktivitäten dort oben auch von der Erde aus beobachten können (überprüft hab' ich das nicht, cool wär's aber dennoch).

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Oder: Woran man Dummheit erkennt.

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Eigentlich ist es eher eine Anekdote über Empathie als eine Ode darüber. Und eigentlicher ist es eine gar nicht mal unwitzige (und bebilderte) Abschlussrede des damaligen College-Abgänger David Foster Wallace. Der hat schon früh verstanden, was viele Menschen vielleicht nie verstehen: es dreht sich nicht alles nur um dich. Und darum möge die Empathie mit euch sein. Auch außerhalb des Supermarkts.

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