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Mit bürokratischem Wahnsinn 42 Mio. Miese durch interne "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" fürs Jobcenter gemacht. Und zwar nur, um denen, die fast nichts haben, bloß keinen Cent zu viel zum Überleben zu geben. German Effizienz.

Nicht wie ihr schon wieder denkt, sondern so: in Australien versucht ein Dickhead Typ sich gerade zu erklagen, dass er einen gekritzelten Penis als Unterschrift verwenden darf. Ob er damit durchkommt, ist allerdings noch nicht ganz klar. 
Klar hingegen ist, dass das hier oben die eindeutig clevere Variante ist (wenn man Unterschriften lesen könnte, wüsste man, vom wem sie ist - aber wer kann das schon?). So muss nämlich niemand dem Gericht mit Peniswitzen auf den Sack gehen. Großartdick.

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Ich rede hier ja nur selten über mich (das machen andere ja schon genug). Diesmal habe ich allerdings einen guten Grund dazu. Denn die Probleme, die im Interview von Tilo Jung mit Raul Krauthausen angesprochen werden, sind auch meine. Auch ich sitze im Rollstuhl. Auch ich habe Assistenten. Und auch ich darf deswegen nur maximal den doppelten HartzIV-Satz als Monatsgehalt verdienen bzw. überhaupt nur maximal 2600€ auf meinem Konto besitzen. 
Gut, Geld ist ohnehin nicht so meins, ich brauche nicht viel davon zum leben und hab' auch nie viel Wert darauf gelegt, ein Karrierefuzzi zu werden (siehe dieses Blog ;)). Aber, dass ich mein Leben lang auf nichts sparen kann, was mehr Wert ist als 2600€, finde ich dann doch - wie sagt man? - behindert. Krass behindert sogar. Dass es soweit geht, dass meine Eltern sich überlegen müssen, an wen sie ihr Erbe hinterlassen, da ich ja ohnehin alles abgeben müsste, ist für mich dann sogar offensichtliche Diskriminierung. Beim Heiraten ist es die gleiche Scheiße in grün. 
Für mich klingt das jedenfalls alles so gar nicht nach 2016 und gehört dringend mal geändert. Dafür sehe ich dann auch weiterhin ein, dass ich in die Hälfte aller Gebäude nicht reinkomme (mit Klagen hab' ich's eh nicht so) oder nur maximal 10% aller Klos nutzen kann. Ich finde, das ist ein fairer Deal.

Falls ihr mithelfen wollt, hier ist die Petition zum Teilhabegesetz, die diesen behinderten Behördenunsinn abschaffen soll.

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 Die Stadt Köln hat vor einiger Zeit verkündet, dass Reverse-Graffiti (das Reinigen bestimmter Stellen an der Wand) offiziell als illegal gilt. Extra 3 ist der ganzen Geschichte nochmal nachgegangen und hat u.a. eine Antwort auf die Frage bekommen, ob es denn nun auch verboten seie Hundehäufchen von der Straße zu räumen. 
Und offenbar ist es in Köln nur erlaubt, Dreck zu machen - und nicht ihn zu beseitigen. Eventuell steckt dahinter ja eine gut getarnte Gesellschaftskritik, die zu hoch ist für uns alle. Vielleicht ist es aber auch einfach nur dämlich und typisch deutsch. Aber auch nur vielleicht.


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