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Der Animator Nate Milton hat sämtliche nostalgischen Bilder aus seinem Kopf aufs Papier gebracht, mit denen er ein Kribbeln im Bauch verbindet. Und manche davon befinden sich so - oder so ähnlich (oder ganz anders) - auch in meinem Gehirn. Irgendwo.

"For three weeks, I wrote down any thought, image or memory that gave me a tingly feeling. I animated the list, and what it accidentally became was a stream-of-consciousness trek through my life. This is the trailer to my brain."

(Direktlink)
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Eigentlich sind es fast 2 Minuten, dafür fasst es aber immerhin mehr als 5 gute und schlechte Jahre meiner Jugend zusammen. Und zwar erstaunlich genau (bis auf den Beinbruch nach 'nem Slamdunk, den hab' ich rebellisch verweigert). 

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Na? Hier war 7 Tage nix los - und ihr habt sicher schon gedacht, dass euer Lieblingsblogger tot sei. War ich auch. Zumindest letzte Woche, in der ich sogar 2 mal im Krankenhaus gelandet bin. Inzwischen bin ich allerdings frei, wenn auch noch ein bisschen sehr fertig. Und da mein Pechhaushalt für 2015 nun gedeckt sein müsste, wird es hier nach und nach auch wieder etwas lebendiger werden. 
Und weil alles immer so langweilig ist, wenn man krank zuhause abhängt, passt es doch ziemlich gut, dass ich auf archive.org gerade hunderte Retrospiele entdeckt habe (Sega, Atari, NES, Gameboy und meine Kindheit lassen schön grüßen). Ist zwar alles nur so halbgeil, weil das DOS-Remakes sind und die Quali relativ doof ist, der Nostalgiefaktor ist aber so hoch, dass ich das gerade einfach mal ignoriere (eure Boxen sollten das aber nicht ignorieren und dringend vorher leiser gedreht werden). 
Ein paar Spiele, die ich noch von früher kenne, hab' ich schon mal rausgesucht - die besten sind das aber deswegen vielleicht nicht. Falls ihr das Archiv selber ein bisschen durchstöbern wollt, hier der magische Link zu mehr als 2300 8- bzw. 16-Bit Games.

Mit dabei sind: Aladdin, Lemmings 2, Lion King, Street Fighter II & das sauschwere Back to the Future III, in dem ich nie übers 1. Level hinauskam. Klickt einfach auf die jeweiligen Bilder, dann geht's los.

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Als Kind hab' ich die unendliche Geschichte samt Bastian Balthasar Bux, Atreyu, Morla, Fuchur & Co unendlich oft gesehen. Und weil ich sie auch unendlich mag (aber nur den 1. Teil, die anderen zwei sind doof) und unendlich lange nicht gesehen habe, war das hier auch total toll. Zwar nicht unbedingt wegen dem Song (DUM - On & On), dafür aber umso mehr wegen der Originalbilder aus dem Film.
Das Gesicht vom Nichts vernichtenden jungen Bastian hatte ich aber irgendwie rasierter in Erinnerung. Aber gut, der ist ja jetzt auch schon 30 Jahre älter (genau sogar).

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Einen nicht unerheblichen Part meiner Kindheit in den 90's hab' ich mit Nickelodeon (beste!), Pro7, Super RTL, RTL2 und RTL verbracht. Manchmal bin ich an Wochenenden pünktlich zur ersten Zeichentrickserie (kurz nach nach dem letzten Softporno und den schönsten Bahnstrecken Deutschlands) um 5 Uhr morgens aufgestanden, um ja nix zu verpassen.
In Childhood Classics (von Chris O'Hara) könnt ihr nahezu alle Gründe sehen, wieso ich mir den Quatsch angetan habe. Und währenddessen bin ich gerade total geflasht davon, dass ich früher anscheinend Actionfiguren einer Serie hatte, in der 3 Mäuse vom Mars auf Motorrädern unterwegs waren. Das waren bestimmt die Nicht-Drogen damals.

PS: Alvin & the Chipmunks, Biker Mice from Mars, Rugrats, Hey Arnold, Turtles, CatDog, Doug, Biber & Biber, He-Man, Die Racoons, Graf Duckula, Schlümpfe, Ren & Stimpy, Ahhh! Real Monsters, Animaniacs, Inspector Gadget, Chicken & Cow, Tiny Toons, Dexter, Chip & Chap und die Garoyles. Erkennt jemand den Rest? 🙂

PS2: Rocko's modernes Leben, Darkwing Duck & Die Kickers fehlen. Eindeutig.

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Als Kind möchte man gerne erwachsen sein. Als Erwachsener möchte man gerne wieder Kind sein. Während ersteres ja mit den Jahren dann irgendwie wird, ist zweites leider nicht in jeder Situation angebracht. Trotzdem solltet ihr euch euer inneres Kind immer bewahren. Das hilft oft und macht auch insgesamt mehr Spaß. Kindisch ist das neue cool.

"Geregeltes Leben? Bestimmt nicht. Ich höre von allen "Benimm dich!".

Nein. Keine. Lust. Werdet. Ihr. Doch. Wieder. Kindisch."

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Gute Sachen werden ja  immer irgendwann nochmal gemacht. Alles wiederholt sich. Alles wiederholt sich. Leider ist der Grund dafür meistens nicht die Liebe zum Original, sondern das leichtere Geld-daraus-machen aus einer bereits bestehenden Marke. Deswegen sind auch fast alle meine Helden aus der Kindheit inzwischen zu ach-so-coolen Sprücheklopfern in CGI-Pornos geworden,- was fast ein bisschen schade (und langweilig) ist. 
Aber gut, so ist es dann halt. Die Zeiten gehen ganz bestimmt auch vorbei. Irgendwann sind dann nämlich auch mal die letzte Kindheitserinnerungen durch. Und irgendwann ist Michael Bay dann auch einfach zu alt, um noch Filme zu machen. Dann brauchen wir alle keine Angst mehr haben.

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Day of the Tentacle gehört zu den großartigsten Spielen aus meiner Jugend. Und auch eines der wenigen, die ich sogar später nochmal durchgezockt habe. Ist aber jetzt bestimmt auch schon wieder 5-6 Jahre her. 
Auch Tim Schafer, einer der(!) Figuren von Lucas Arts und einer der damaligen Hauptverantwortlichen für das Design von Day of the Tentacle, hat diesen Klassiker lange nicht mehr angerührt. Neben seinem aktuellen crowdgefundeten Broken Age, hat er aber die Zeit gefunden und sich noch einmal an das Zeitreise-Abenteuer von Bernhard & Co herangewagt. 
In einer Art Let's Play erzählt er nebenbei triviale und durchaus interessante Stories zur Entstehungsgeschichte einzelner Spielszenen. Da kriegt man doch glatt selber nochmal Bock, das zweitbeste Adventuregame (nach Monkey Island 3, auch von Lucas Arts) der Welt durchzuspielen.
Und wer selber aktiv werden und das tun will -> hier gibt's ScummVM (Emulator, auf dem ihr auch Monkey Island 1 & 2 anhauen könnt) und hier gibt's Day of the Tentacle. Beides für kein Geld - und beides legal. Ich wünsch dann mal viel Glück und Ausdauer beim Rumrätseln. Vielleicht seid ihr ja sogar geduldiger und klüger als ich und schafft es ganz ohne Komplettlösung.

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Wenn ich an die Ducktales denke, hab ich nach Entenhausen immer direkt das ohrwurmlastige Intro der Zeichentrickserie wieder im Kopf. Ducktales - woo-hoo
Und genau den Song, den ihr wollt, bekommt ihr jetzt auch. Allerdings in der R'n'B-Version von Scott Bradlee & The Postmodern Jukebox feat. Karen Marie. Sitzt genauso gut im Ohr - und lässt euch gleichzeitig den Montagsalltag kurz vergessen während ihr in euren Kindheitsflashbacks chillt. Zumindest für 3 1/2 Minuten. 


Jeder, der schon mal etwas Persönliches vor einer Meute fremder Menschen vorgetragen hat, kennt sie. Die ständig plagenden Selbstzweifel und die permanente Angst sich total zu blamieren.
In solcher einer Situation plus den gleichen Gefühlen befindet sich auch Tom Moody, die Hauptfigur aus dem mehrfach (16 fucking mal!) ausgezeichneten Stop-Motion-Kurzfilm von Ainslie Henderson.
Gerade in dem Moment, als er sich als Sänger auf der Bühne beweisen will, bekommt Tom Besuch von einem alten "Bekannten" aus der Vergangenheit. Dieser scheint jedoch noch mehr Angst zu haben als er selbst. Und am Ende entscheiden sich beide für... tja, findet's raus!
Wenn ich's vergeben würde, dann wär hier das Prädikat "besonders wertvoll" verdammt angebracht. Mit der beste Stop-Motion-Film, den ich bisher gesehen habe (echt jetzt). Und er erinnert mich irgendwie an mich.

Direktlink zum Kurzfilm
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Der 13-minütige Kurzfilm Skin ist wirklich kein Film, um happy zu werden. Dafür durchleuchtet er aber das Thema Kindheitstrauma so fucking gut, dass ich mich nicht wunder, dass er sowohl beim Sundance- als auch auf dem SXSW-Filmfestival dabei war.

Update: Nur noch als Direktlink verfügbar, der eine Klick mehr lohnt sich aber.

Direktlink zum Video
via vimeostaffpicks