Volksverräter. Schon wieder ein Unwort, das Pegida schon cool fand, bevor es out war. Hoffen wir mal, dass sich dieser Trend nächstes Jahr nicht fortsetzt und wir mal wieder andere Dinge mehr hassen können als diesen rechten Scheiß.

"Volksverräter ist ein Unwort im Sinne unserer Kriterien, weil es ein typisches Erbe von Diktaturen, unter anderem der Nationalsozialisten ist. Als Vorwurf gegenüber PolitikerInnen ist das Wort in einer Weise undifferenziert und diffamierend, dass ein solcher Sprachgebrauch das ernsthafte Gespräch und damit die für Demokratie notwendigen Diskussionen in der Gesellschaft abwürgt. Der Wortbestandteil Volk, wie er auch in den im letzten Jahr in die öffentliche Diskussion gebrachten Wörtern völkisch oder Umvolkung gebraucht wird, steht dabei ähnlich wie im Nationalsozialismus nicht für das Staatsvolk als Ganzes, sondern für eine ethnische Kategorie, die Teile der Bevölkerung ausschließt. Damit ist der Ausdruck zudem antidemokratisch, weil er – um eine Einsendung zu zitieren – „die Gültigkeit der Grundrechte für alle Menschen im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik“ verneint."


Ich weiß, wir sind eigentlich durch mit den Jahresrückblicken und noch viel durcher von 2016. Aber das Beste kommt eben nun mal erst zum Schluss. Und dafür dann auch doppelt. Einmal aus der internettigen Perspektive von Cyberguru Fefe (& Frank Rieger) - und einmal aus der medienzynischen Sicht von Mr. Black Mirror aka Charlie Brooker. Da macht sogar 2016 mal ein bisschen Spaß. 😉

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Tele5 hat die perfekte Rolle für 2016 besorgt. Eine Toilettenpapierrolle. Mit 366 Blättern. Damit dieses Scheiß-Jahr am Ende auch dahin kommt, wo es hingehört. Ins Klo.

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Weekend hat 1 Disstrack gegen den meist gehassten Typen des Jahres geschrieben. Ihr wisst schon. Der prominente Serienkiller, der rechte Menschen mehr mag als Menschenrechte und am liebsten Fake-News liest. 2016, dieser Kackspast.

...weiterlesen "Ein Disstrack gegen 2016: Weekend – Das Lied des Jahres"

Nur noch T-9 Tage bis 2017. Da sprießen die Jahresrückblicke natürlich schneller hervor, als eine Kuh sie abgrasen kann. Apropos Kuh. Die Medienkuh, der Podcast über Film, Funk & Fernsehen hat auch einen gemacht. Und den könnt ihr unter diesem Link abgrasen. Viel Spaß beim Wiederkäuen der diesjährigen Medienlandschaft.

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Heinz Strunk hat sich von Olli Schulz als Portier, Barmann, Pianist, Hausmeister und Bademeister verwöhnen lassen und mit ihm über dieses verflixte 2016 geplauscht. Die zwei Hamburger Originale in einer jahresrückblickenden Sondersendung von extra3.

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Laut den Billboard-Charts hat der gute alte Mozart in diesem Jahr tatsächlich die meisten CDs verkauft. Grund dafür ist u.a. eine Big-Box-Sammlung, die allein schon aus 200 einzelnen CDs besteht. Da geht man mit jedem Päckchen natürlich nicht nur einen, sondern gleich weitere 199 Plätze in den Verkaufscharts nach oben. Ein Klassiker unter den Musicbusiness-Bitchmoves. So ein Mozart weiß eben, wie man die Kasse klingeln lässt. 
"The biggest-selling CD act of 2016 doesn’t sing. He doesn’t play guitar and he doesn’t tour. In fact, no one alive has ever seen him.
In a quirky result bound to appear as a question in pub quizzes for years to come, a massive boxed set of Wolfgang Amadeus Mozart's recordings has emerged as the biggest-selling CD release of the year. Mozart 225: The New Complete Edition
 has shifted 1.25 million total CDs in the five weeks since its Oct. 28 release, according to Universal Music Group."

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Memember the Year 2016? No? Null problemo - denn beim NY gibt's ein Jahresrückblick aus 366 Memes (bisher fehlen natürlich noch ein paar).
Dozens of large and highly productive internet subcultures collided this year with mainstream cultural consumers: “Dat Boi,” the ubiquitous unicycling frog, freed himself from the labyrinths of Tumblr to ride across Facebook and Twitter; Hillary Clinton’s campaign felt compelled to explain “Pepe,” the (relatively) ancient 4chan meme adopted by the alt-right. Memes were no long slightly embarrassing internet in-jokes but essential and omnipresent expressions of culture. 
For every day in 2016, Select All has picked one meme that either originated, broke through, or reached its height on that date, and done our best to explain it. (We’ll keep updating through the end of December.) The result is a collection of the best memes of 2016 — the funniest, weirdest, most outrageous, and most viral objects.






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Was los Digga ahnma? Was hat den Böhmermann zu den Erdogan gesagt? Wie funktioniert eigentlich dieses Pokemon Go? Was ist ein Brexit? Warum ist Prince gestorben? Wie viele Einwohner hat Island? Und warum zur Hölle hat Trump gewonnen?
Die Fragen, die Google dieses Jahr gestellt wurden, fassen 2016 schon ganz gut zusammen.

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Christhebaker hat dem prominenten Serienkiller namens 2016 eine Collage im Stil eines Beatles-Album gewidmet. Auf dem neuen Cover seht ihr so ziemlich alle verstorbenen Stars aus diesem Jahr. Ein trauriges, aber wie ich finde gelungenes Abschiedsbild. RIP Folks.
Hier das Original-Cover von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band:


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Nachdem das Oxford Dictionary schon vor einiger Zeit post-truth zum Wort des Jahres deklarierte, hat die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden nun nachgezogen und ihre Top 10 gewählt.

Postfaktisch auch bei uns ganz oben. Und ich habe dieses Jahr anscheinend irgendwas mit Blut verpasst. Naja. Meine Wort Zahl des Jahres steht dafür auch dabei. Sogar noch vor postfaktisch: was ist das für 1 Zufall?


Die Wörter des Jahres 2016
1. postfaktisch
2. Brexit
3. Silvesternacht
4. Schmähkritik
5. Trump-Effekt
6. Social Bots
7. schlechtes Blut
8. Gruselclown
9. Burkiniverbot
10. Oh, wie schön ist Panama