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Könnte auch das Ende so ziemlich jeder Scooby-Doo-Folge oder eine Low-Budget-Version von Mission Impossible sein, ist genau so aber einem ehemaligen Drogenboss namens "Shorty" im brasilianischen Knast passiert, der seine 70-jährige Haftstrafe vorzeitig beenden wollte: Nice try, Dude. Nice try.

A Brazilian gang leader tried to escape from prison by dressing up as his daughter as she visited him behind bars, authorities have said. Clauvino da Silva, known as "Shorty", was wearing a silicon mask, glasses and a long dark-haired wig. He was also wearing tight jeans and a pink shirt with a cartoon image of doughnuts on it as he tried to escape the prison in Rio de Janeiro. (Quelle)


Auf YouTube macht sich derzeit ein Knasti aus Berlin mit seinem Vlog einen Namen, den er aber eigentlich nicht haben darf, weil Handys im Knast verboten sind (offenbar gibt's nicht nur für Drogen einen guten Schwarzmarkt in der JVA).
Nach ein paar Tagen hatte man den wegen schwerem Raubüberfall sitzenden Influencer Influgangster mit seinen mittlerweile 85.000 Abonnenten zwar bereits identifiziert bzw. erwischt. Inzwischen ist er aber wieder online und berichtet weiter straight aus seiner Zelle, was denn in der Zeit so passiert ist. Und ich glaube, das könnte sowas wie das neue Shore, Stein, Papier werden. Nur eben mit Kittchen- statt Junkie-Stories.

Endlich mal ein Knast, in dem jemand ein bisschen ausbricht - aus den üblichen Vermarktungsstrategien.


Wegen Graffiti wird man in Großbritannien auch schon mal mit 3 1/2 Jahren Knast bestraft und sitzt dann unter Umständen zusammen mit Mördern und Vergewaltigern in einer Zelle. Dabei hinterlassen die einen nur Farbe und Kosten und die anderen Blutlachen und menschliche Opfer. Was mit solchen Sprayern passiert, die im Gefängnis teilweise das allererste Mal in ihrem Leben Gewalt erleben müssen, seht ihr im Kurzfilm More Hate Than Fear.

Zu dem gibt's auch noch eine gleichnamige Doku zur selben Thematik, in der aktive und ehemalige Graffiti-Artists zu Wort kommen, die auch Haftstrafen absitzen mussten, aber trotzdem weiterhin ihrer Leidenschaft nachgehen.

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Ein Pilotprojekt aus einem Gefängnis in Wiesbaden, in dem unter den 300 jugendlichen Insassen auch viele zurückgekehrte IS-Kämpfer dabei sind. Die Entradikalisierung bzw. die Auseinandersetzung mit der Thematik soll mit Hilfe eines Theaterstücks stattfinden, in dem die Jugendlichen selber mitspielen. Nebenbei bekommen sie Unterrichtsstunden über den Koran, da die meisten IS-Anhänger tatsächlich recht wenig über den eigentlichen Islam wissen. Die kurze Doku darüber kommt vom Guardian. Der ganze Film wird gerade gecrowdfundet.

"Take your broken heart, make it into art."
 - Meryl Streep

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 Die Geschichte an sich ist schon steinalt (600 vor Christus) und taucht in abgewandelter Form auch immer mal wieder gern irgendwo als Mythos auf. Ein im Knast sitzender junger Mann kriegt mit, dass sein inzwischen alt gewordener Vater das Feld nicht mehr alleine umgepflügt bekommt. Da er ihm vom Gefängnis aus nicht mehr (wie früher) helfen kann, zwingt er die Polizei mit einem Trick den Garten zu durchsuchen - und ihn nebenbei umzugraben.
Der mit ganz normalem Papier animierte Kurzfilm von Nils Knoblich & Stephan Hanf hat für die tolle Umsetzung dieser kleinen Legende bereits 12 verschiedene Preise eingesackt. Mit Pflug und Recht.


(Direktlink zum Video)
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