Eine niedliche deutsche Komödie über einen, der sich hässlich findet und eine, die eigentlich gar nicht so blind ist, aber das nicht so sieht. Doch keine Angst, ist keine 08/15-Romcom, sondern eher komisch als kitschig. Und läuft zwar leider erst um 23:55 Uhr im ZDF, kann sich aber trotzdem durchaus sehen lassen. In der Mediathek zum Beispiel - da ist der kurzweilige Streifen von Tom Lass bereits jetzt schon verfügbar. Hier der Link zum Film.

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Ich mag das Team von ZDF info. Die wissen offenbar wenigstens, was auf den Scheiterhaufen gehört.

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Die wichtigste Meldung des Tages für die Öffentlich-Rechtlichen: Annette hat den Test bestanden. Ich glaube aber, dass sie nicht mehr allzu lange für die Eilmeldungen von ZDFheute verantwortlich sein wird. Ist aber nur so 'ne Vermutung.


Einer der besten Filme aus dem vorletzten Jahr (nicht nur für mich, auch in vielen Rankings), der es tatsächlich schafft, zum immer wieder aktuellen Thema künstliche Intelligenz nochmal etwas Neues zu erzählen. Gibt ja drölf Millionen Filme über menschliche Roboter. Ex Machina ist aber echt einer von denen, die es sich noch zu gucken lohnt. Trust me. I'm human.
Ein Sci-Fi-Psycho-Thriller des Indie-Produktionsstudios A24 (Green Room, The Lobster, Swiss Army Man), der sowohl durch das kubrick'eske Setting und die schauspielerischen Skills von Oscar Isaac als auch durch Story überzeugen kann. Deshalb vormerken: heute (aka Dienstag), 23 Uhr, läuft er im ZDF. Und danach hoffentlich auch in der Mediathek. Link folgt, wenn er folgt. Tja. Leider nicht in der Mediathek. :'o(

Nanu, Faschist denn beim Twitter-Kanal von ZDFInfo los? Ich dachte, wir hätten die Vergangenheit Hitler uns gelassen. Und diese Weltkriege Wortspiele auch.

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Eine Kurz-Doku von zdfZoom über die vor allem im Zusammenhang der US-Wahl häufig vorgekommenen Social Bots, dessen Einsatz deutsche Parteien bisher aber dementieren. Außer die AfD natürlich. Die gibt es erst zu - merkt dann, dass das nicht so doll ankommt - und dementiert dann doch lieber. 

Mich nerven die digitalen Meinungsmacher auf jeden Fall jetzt schon. Als ob's auf Facebook nicht so schon gruselig genug zugeht. Gerade, wo die AfD ja hierzulande ohnehin schon die meisten Likes hat (dafür aber auf Twitter die wenigsten Follower - ich mag Twitter)
Ich glaube jedenfalls, dass Skynet uns gar nicht mit Terminatoren besiegen, sondern die Menschheit einfach auf Facebook, Twitter & Co gegeneinander aufhetzen wird. Erscheint mir zumindest sehr logisch. So aus Botperspektive.

"Ein Unternehmen aus Hamburg beispielsweise vermittelt Likes, Kommentare und Klicks. Wer viel zahlt, kriegt auch viel künstliche Resonanz. Wenn es besonders schnell gehen soll, werden auch Social Bots eingesetzt.
Ein Bot, ein digitaler Roboter, täuscht vor, ein menschlicher Nutzer in den Sozialen Medien zu sein. Simon Hegelich, Professor für politische Datenwissenschaft an der TU München, untersucht im Auftrag von "ZDFzoom" 30 Millionen Facebook-Aktivitäten und fünf Millionen Twitter-Nachrichten.
Kann er beweisen, dass die Flüchtlingsdebatte in den Sozialen Medien manipuliert ist?
Es startet eine Spurensuche, um herauszufinden, wer dahinter steckt. Sind da auch Social Bots am Werk? Wer könnte ein Interesse daran haben, mit Flüchtlingsthemen Stimmung zu machen?
Die Flüchtlingsdebatte spaltet Deutschland. Sie wird zusätzlich befeuert durch Hasskommentare bei Facebook und Twitter. Nicht nur die AfD und die Pegida-Bewegung wissen, wie wichtig Stimmungsmache für den Erfolg ist. Werden Meinungen in den sozialen Medien manipuliert? Und - kann man Informationen aus den Sozialen Netzwerken überhaupt noch trauen?
"ZDFzoom" zeigt, welche Wirkung Bots in den Sozialen Medien bereits entfalten und wie sie auf die Flüchtlingsdebatte einwirken."

Ich hatte Langeweile und habe mir mal funk genauer angeschaut, das neue Jugendangebot der Öffis, das ich hier schon mal angetrailert habe. Und bisher finde ich das Konzept des Online-Senders, der ja eigentlich kein Sender ist gar nicht mal so doof. Gut so, denn immerhin gibt man dort 45Mio-GEZ-€ im Jahr aus (ZDFNeo liegt bei 32Mio.).
Einige YouTubers, die aus diesem Geldtopf nun Support bekommen, mag ich auf jeden Fall sogar ganz gerne. Und damit ihr das nicht machen müsst, hab' ich euch die funk(y) Highlights des neuen Kanals mal rausgesucht und hierhin gebämst (ich wollte auch mal jugendlich klingen). Mit am Start sind:

Coldmirror aka Kaddi. Das YouTube-Urgestein (alles Gute zum 10-jährigen Jubiläum!) ist so ziemlich genau das Gegenteil jeder Schminktussi. Ihr Format auf funk schimpft sich StarStarSpace:

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Gute Arbeit. Ein Sketchformat mit Beefträger Florentin Will & Katjana Gerz, das eigentlich mal als Indiefilm von Frederick Lau gestartet ist.
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Moritz Neumeier. Trinkt mit euch 'ne Tasse Kaffee und redet dabei einmal die Woche über ein Thema, das ihn aktuell halt so interessiert (und mich meistens auch). Irgendwas zwischen Politik, Comedy und einem duften Typ.
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Rayk Anders mit Headlinez. Starkes Politik-Format mit Biss, das für mich immer alles on point bringt.
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Bohemian Browser Ballett. Bitterböööses Satireformat von Schleckysilberstein mit einem kleinen Online-Fetisch. Neomagazin'esk.
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Jäger & Sammler. Ein investigatives Rechercheformat. In der ersten Folge waren Audio88 & Yassin dabei und haben mal nach den Rechten geschaut.
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Tourettikette. Bijan Kaffenberger, der sympathische Klischee-Touretti von HyperboleTV mit seinem eigenen Knigge-Format, in dem er über Probleme wie Partypatriotismus, Hämorrhiden und Kevins spricht.
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Kliemannsland. Fynn und Hauke bauen eine Neverlandranch für erwachsene Kinder.
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Die Rocketebeans sind auch mit von der Partie, das angekündigte Gamingformat ist aber noch in Planung. Vermutlich mit 2 ganz neuen Bohnen. Wahrscheinlich sieht das Ding dann so oder so ähnlich (oder ganz anders) aus:

Der letzte Remix (Mediathek-Link). Eine fantastische Doku vom ZDF über unsere moderne Remix-Kultur, die sich künstlerisch frei im Internet bewegt und auf Inspiration und Sampling aufbaut - und das vollkommen widersprüchliche und veraltete Urheberrecht, gegen das sie kämpfen muss. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit 2.0 sozusagen. 
Auch wenn die Doku von 2014 inzwischen in einigen Punkten rechtlich überholt wurde, wie z.B. dem nun freien HäppiBörthday-Song oder dem Urteil zwischen Moses P. und Kraftwerk, das in diesem Jahr Sampling (zum Teil) offiziell legal hat werden lassen.

Remixe, Mashups und Collagen sind Kunstformen, die durch das Internet zum Massenphänomen geworden sind. Sie werden häufig als "Straßenkunst" herabgesetzt und marginalisiert, weil sie sich in den gängigen Verwertungsformeln nicht fassen lassen.
Weil dabei auf vorhandenes Material zurückgegriffen wird, ergibt sich ein Problem: das Copyright. Das Doku-Essay "Der letzte Remix" begibt sich in diesen Grenzbereich und das Dahinter.

Eigentlich ist es ja völlig absurd, dass das Urheberrecht seit dem Internet nicht einmal komplett runderneuert wurde. Posten wir doch mittlerweile auch ständig Bilder, GIFs oder sonstwas, die nicht von uns stammen.
Und im Grunde macht man sich damit jedes mal zum Kriminellen, denn es ist immer ein Verstoß gegen das Urheberrecht (als Blogger kann ich selbstverständlich ein gemafreies Lied davon singen). Aber natürlich holt jeder von uns jedes Mal vorher die Erlaubnis des Urhebers ein oder achtet immer auf lizenzfreie Richtlinien. Wir haben ja auch alle sonst nichts zu tun.

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Eine kleine Geschichtstunde aus Mann, Sieber (ZDF) über die Entstehung der Alternative für Dorfnazis Deutschland. Und großartig! Dafür zahl ich tatsächlich mal gerne GEZ.
Gründe, die AfD zu wählen, gibt es keine. Die 3 wichtigsten dabei sind: 

- Ich wähle immer alphabetisch

- Ich lasse mir mein Ressentiment doch nicht durch Argumente kaputt machen

- Die NPD war mir zu links

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Familie Braun. Eine Webserie vom ZDF (ja, die haben auch Internet), in der es um eine youtubende Nazi-WG geht, die aufgrund einer längst vergessenen Nacht eines Mitbewohners plötzlich zum Vater der kleinen Lara wird. Das Problem: Lara ist schwarz.
In der Presse wurde das Ding bisher entweder total zerrissen oder als potenzieller Hit empfohlen, die Serie scheint also zu polarisieren. Ich hab bisher nur die erste Folge gesehen - die damit anfängt, dass 2 Nipster für ihren YT-Channel kai-sehr-reich 88 Jutebeutel und Kartoffelherzen basteln - und die fand' ich schon verdammt witzig. Also, nicht nur für eine deutsche Serie vom ZDF, sondern so wirklich witzig (braun bis tiefschwarzer Humor). Ich widme mich dann mal den nächsten 7 Folgen...

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Shitstorm. Das Wort kennen wir mittlerweile alle - immerhin steht es inzwischen ja selbst im Duden. Wie es aber ist, einen Shitstorm zu bekommen, weiß Otto-Normal-Internetuser nicht. Viele Firmen kennen dieses Gefühl dagegen aber wahrscheinlich nur allzu gut.  In einer Doku von ZDFInfo hat man dieses Webphänomen mal näher untersucht und dafür u.a. einen fiktiven Shitstorm bei einer fiktiven Firma nachgespielt.

"Früher wurde gehänselt, später gemobbt, heutzutage bricht ein Shitstorm über mehr oder weniger Ahnungslose herein: Immer öfter, immer bösartiger wird im Internet gepöbelt, beleidigt und verletzt. Es geht den Pöblern darum, die Würde eines Menschen zu ruinieren, die politische Meinung zu beeinflussen oder Journalisten anzugreifen. Beschimpfungen im Netz treffen Menschen, Unternehmen, Institutionen – und dies oft unvermittelt, ohne Vorwarnung.
Die Dokumentation "Shitstorm – Und plötzlich hasst dich die ganze Welt", die erstmals zu sehen ist, geht der Frage nach: Was passiert mit den Betroffenen, wenn eine Hasswelle über sie hereinbricht? Wie entstehen diese digitalen Feldzüge? Und wann lässt sich überhaupt von einem Shitstorm sprechen?"

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Eine von Vorurteilen befreite Doku über Killerspiele von ZDFInfo, die durchaus objektiv die einst so aufgeheizte Debatte rundum die "bösen" Games beleuchtet und nebenbei ihre Geschichte erzählt. Der erste Teil steht schon in der Mediathek (und auf YouTube), der 2. und 3. Part folgt vermutlich an den nächsten beiden Wochenenden.

Killerspiele – kaum ein Wort in der deutschen Gaming-Landschaft ist so aufgeladen, kaum eine Debatte wurde so emotional geführt. Wer heute das Wort Killerspiele hört, denkt an „Counter Strike“, an „Doom“, mit großer Wahrscheinlichkeit auch an Erfurt, Winnenden, Schulamokläufe. Doch hinter der Geschichte der Killerspiele verbirgt sich so viel mehr.
Schon Mitte der 70er Jahre erscheint mit „Death Race“ das erste Spiel, das eine Gewalt-Diskussion provoziert. Es ist der Anfang von einem ganzen Genre. Diese dreiteilige Doku-Reihe erzählt die Geschichte der Killerspiele von den Anfängen an Daddelautomaten in den USA über die ersten First-Person-Shooter bis hin zur deutschen Diskussion Anfang der Nullerjahre.

PS: Die ältere 80er-Doku, die in Fetzen mit reingeschnitten ist, hatte ich hier auch schon.
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