Die letzten Jahre gab's die Liveshows vom splash! ja immer von zdf.kultur. Diesmal war arteConcert so freundlich und hat einige Sachen mitverfolgt und (viel wichtiger noch) hochgeladen. Was oder wen genau, könnt ihr ja hier drunter im Zeitplan sehen. Und wenn ihr mit dem Überangebot etwas überfordert seid, ich würde K.I.Z., 3Plusss, Left Boy oder vielleicht sogar den Plot empfehlen. Die zieh ich mir jetzt jedenfalls rein. 




Freitag, 11.07. 

16.30 Uhr: Sierra Kidd
17.45 Uhr: Olson
20.30 Uhr: Ab-Soul
23.30 Uhr: K.I.Z.


Samstag, 12.07. 
16.30 Uhr: Der Plot
19.00 Uhr: Alligatoah
20.30 Uhr: Kollegah
22.00 Uhr: Prinz Pi

Sonntag, 13.07. 
16.30 Uhr: JAW
17.45 Uhr: Ahzumjot
20.15 Uhr: Left Boy
23.45 Uhr: Wiz Khalifa

Und wer Bock hat, auch ein bisschen was von der Stimmung auf dem Festivlagelände mitzunehmen, kann sich den 3-Tage-Rundlauf von 16bars und inklusive VisaVie geben.
(Foto via arte / Robert Winter)
via 16bars & arteconcert


Konta K ist der neueste "Einkauf" vom Berliner Plattenlabel Four Music. Mit Adrenalin (produziert von Dirty Dasmo & Mania Maniac) gibt er einen ersten Einblick in seine limitierte EP Wölfe. Für das Visuelle hat er sich die Berlin Kidz rangeholt (die S-Bahn-surfenden-Sprayer aus der Hauptstadt, die ich schon mal hier verbloggt hab). Kann man durchaus mal machen.


Here We Come ist eine Doku über das HipHop-Element Breakdance in der damaligen DDR. Das Filmchen von Nico Raschick ist zwar schon aus dem Jahre 2008, aber immer noch durchaus sehenswert und nicht nur für Hip-Hop-Junkies interessant.
Eventuell solltet ihr euch aber mit dem Anschauen ein bisschen beeilen, da ich mir nicht so sicher bin, ob das wirklich offiziell hochgeladen ist. Ansonsten lohnt sich vielleicht sogar ein Kauf auf amazon oder wo auch immer ihr wollt.

Dessau/Leipzig/Dresden/Berlin/Wolgast/Gö­rlitz...in den 80ern: Breakdance ist ihre Heimat, Hip Hop ihr Leben. Trotz Staatspolizei, Diktatur und Sozialismus machen sie ihren eigenen Weg. Sie treffen sich auf Straßenkreuzungen, schneidern sich Ihre Trainingsanzüge selber und tragen ihr Graffitti mit dem Pinsel auf. Die Bewegungen haben sie sich aus Film und Fernsehen abgeschaut, geübt wird vor dem Spiegel oder auf der Straße. Die Crews treten in Wettkämpfen gegeneinander an. Erst von allen verurteilt und ausgegrenzt, entwickelt sich Breakdance zu einer wichtigen Jugendkultur in der ehemaligen DDR. Here We Come erzählt diese Geschichte und was bis heute davon überlebt hat. Die DDR in den 80ern. Für Jugendliche wie Simo, Magic Mayer und Beatschmidt ist Breakdance ihre Heimat und Hip Hop ihr Lebensinhalt: "In jeder Sekunde tanzen können." Trotz Stasi, Diktatur und Sozialismus gehen sie ihren eigenen Weg. Sie treffen sich zum Tanzen an Straßenkreuzungen, schneidern sich ihre Puma-Trainingsanzüge selbst und tragen Graffiti mit dem Pinsel auf, weil es keine Sprühdosen gibt. Die Tanz-Bewegungen haben sie sich aus Film und Fernsehen abgeschaut, Initialzündung ist eine Körperwelle aus einem New York-Beitrag des ZDF-auslandsjournals.

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Okay, das ist vielleicht kein komplett abgerundeter Song, aber der erst 5 Jahre alte Jordan hat's für sein Alter doch schon ganz schön drauf. In unter einer Minute kreiert er für euch 'nen Beat, rappt über Bitches Cookies und disst nebenbei auch noch Drake. Das vielleicht niedlichste Gangsta-Video seit überhaupt. And now deal with it.  

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 George Watsky verfolge ich seit seinem ersten Videorap auf YouTube. Der Typ steigert sich irgendwie (und das ganz ohne Label) von Song zu Song und von Video zu Video.
Und mittlerweile ist er nicht nur lyrisch auf nem hohen Level, sondern auch musikalisch ganz gut dabei. Hören könnt ihr das ganz klar in meinem neuen Ohrwurm: Whoa Whoa Whoa. Sein neues Album All you can do kommt übrigens am 12. August.

Und da ich diesen Typ so sympathisch finde (Fanboy und so), hier noch ein paar weitere ältere Anspielstationen:

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 Falls ihr gerade irgendwo abhängt und noch ein paar entspannte Songs braucht, bitte sehr. Das ganze Album (Remix-Tape) Ersatzverkehr vom Berliner Boombap-Beats-King Figub Brazlevič. Alle Tracks als Video - und in einer Playlist angeordnet. Und mit dabei sind u.a. Tufu, SSIO, Dillon Cooper, Schwesta Ewa, Eloquent, Mortis & Kamp. Und ich bin kurz davor das als eines meiner Lieblingsalben aus diesem Jahr (bis jetzt) zu titulieren.


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 Eigentlich wollt ich das erst gar nicht hier hinhaben, jetzt hat sich der Song aber doch irgendwie wieder in mein Ohr geschlichen. Und schön anzusehen ist der Musik-Clip vom gar nicht mal üblen Kanal Animation Domination High-Def ja eigentlich auch.
Außerdem ist das, was hier lyrisch geboten wird dann doch irgendwie total lebensnah. Kann man aber eventuell nur nachvollziehen, wenn man ziemlich viel im Internet umherirrt. Aber das tut ihr ja offensichtlich auch. Ansonsten wärt ihr nicht hier gelandet. Zwinkersmiley

        "Nobody called me fake and gay. It was a good day."

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Ich habe noch nie etwas vorher von Kat Knoc, J.a.c.o.b. oder DJ Petroleum gehört. Aber das Musikvideo von Julian Petschek zu ihrem Song Butter Ya'Self ist das beste, was ich seit langer Zeit gesehen habe.
Macht Platz im Game für die tight rappende Banane und ihre Crew-Homies Hotdogbrötchen & Butter. Ganz schön fett(!) - und vitaminreich zugleich. Ich hab' jetzt auf alle Fälle irgendwie Hunger (auf mehr) bekommen. Yo.

(Direktlink zu Vimeo)
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 Auch Edgar Wasser hat was von den Europawahlen mitbekommen und tritt dem Wahlkampf bei. Zur Feier des morgigen Wahltages gibt er euch ein paar Tipps mit auf den Weg, die ihr bei eurer Entscheidung vor der Urne beachten solltet - und remixt dafür das einstige Original von Sido & G-Hot. Ich würd mein Kreuzchen für ihn setzen.

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 Ja, gut. Anspruch an einen Track von Scooter darf man ja sowieso nicht haben. Aber das hier... puh. Da fällt mir erstmal gar kein passendes Adjektiv zu ein, so schlimm ist das. 
Und ich weiß auch nicht so recht, ob ich mir jemals wieder was von Wiz Khalifa anhören kann ohne an das hier denken zu müssen. Nicht, dass ich das vorher überhaupt großartig getan hätte. Aber trotzdem. Naja. Zumindest gibt's im Video rappende Brüste mit Bärten. Also, Ohren zu und durch.

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Vor ein paar Tagen hat mich eine Freundin gefragt, ob ich ihr ein paar Details zum Spektrum-Festival am 2. August geben kann, um zu checken, ob's sich denn lohnt. Und da sie nicht die einzige ist, die mich deswegen angehauen hat und ich ja dieses wundertolle Blog habe, dacht ich mir: "Hey, sie ist nicht die einzige, die dich deswegen angehauen hat und du hast doch dieses wundertolle Blog. Mach doch einfach ein Was-Erwartet-Dich-Auf-Dem-Spektrum-Dingens oder so." Naja - und hier sind wir nun.
So grob würde ich das Spektrum ja als ein tanzbares Hip-Hop-Festival bezeichnen. Allerdings nur ein kleines (1 Tag kurz), das auch erst zum 3. Mal stattfindet und noch vor sich hin wächst und gedeiht. Die Künstlerauswahl war bist jetzt aber immer top (und der Preis mit knapp 20€ ebenso).
Und auch dieses Jahr ist das wieder 'ne ziemlich gute Mischung. Deepe Lyrics, gesampleter Soul, dreckiger Straßensound und so gut produzierte Beats, dass sie gar kein Rap mehr brauchen, um zu zünden. In konkreten (von mir favorisierten) Künstlernamen heißt das dann: Gerard, Onra, SSIO, Sierra Kidd, XXYYXX, Haftbefehl und die Betty Ford Boys.

Vom neu dazugekommenen Headliner Neneh Cherry weiß ich zwar (trotz des scheinbar recht guten neuen Albums der Eagle-Eye Cherry-Schwester) noch nicht, was ich halten soll, für mich treten aber längst genügend andere überzeugende Gründe auf. Und damit ihr eure Augen nicht länger mit lesen belasten müsst, und endlich eure Ohren zum Einsatz kommen, hagelt es nun ein paar Songs von jenen Gründen. Selbstverständlich hab ich die Auswahl dabei so bunt gemischt wie das (breite) Spektrum selbst. Und wehe, das überzeugt dich jetzt nicht, Isa.

PS: Ja, ist noch ein bisschen hin. Aber Vorfreude ist die schönste Freude, du weeeeißt.

So, diesmal nur 2 Musikvideos und auch "nur" 2 Deutschrapsongs - aber dafür auch 2 richtig richtig starke Dinger. HipHop, wie er sein sollte. Real und so, du weißt.


Der erste Clip kommt von dem Album, mit dem ich zur Zeit tagtäglich (und nachts) meine Nachbarn beschalle: Mehr von 3Plusss. Nach 1 Bus, Sicher und Langweilt Mich heißt die 4. Auskopplung nun Ein Lied, dass ich an meinem Geburtstag geschrieben habe. Was für ein Titel. Und was für ein Song! Ist nicht nur der (meiner popligen Meinung nach) beste von der LP, sondern auch wieder mal einer, mit dem ich mich fast zu 100% identifizieren kann. Fühle mich als ob mir jemand ins Gehirn geguckt und daraus einen Track gebastelt hätte. Geil.

Beim zweiten Song, Lalelu von Liquid, versteh ich zwar nicht alles, klingen tut das aber mindestens genauso gut. Den Rest holt das mehr als fantastische Video Meisterwerk wieder raus, das hoffentlich einige Preise kassiert. That's Kunst. Und das aus Bayern.