242.000(!) Menschen haben gestern für ein weltoffenes, multikulturelles und kunterbuntes Deutschland demonstriert (erwartet wurden ursprünglich so um die 40.000). Wir. Sind. Mehr. Danke, Berlin. ♡

 

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...weiterlesen "#Unteilbar-Demo in Berlin: Wir – Sind – Mehr!"


Eine deutsch-türkische Hymne für kulturelle Vielfalt als Zeichen des Zusammenkommens. Herbert Grönemeyer & BRKN vereinen orientalische Klänge mit HipHop- & R'n'B-Sounds, singen gemeinsam und fordern uns auf, mit unseren tagtäglichen multikulturellen Eindrücken einfach mal zu tanzen. Starker Song. Mit noch stärkerer Message.

Lyrics: ...weiterlesen "Grönemeyer & BRKN – Doppelherz/İki Gönlüm"


Es gibt nicht viele Dinge, die ich schlimmer finde als die Musik von Helene Fischer. Ich muss aber gestehen: insgeheim würde ich ja schon mal ganz gerne mit ihr...

...Nazis boxen. 😍

"Wir setzen auch ein Zeichen. Ich möchte jetzt und hier, dass keiner sitzen bleibt. Erhebt euch. Erhebt gemeinsam mit mir die Stimme. Gegen Gewalt. Gegen Fremdenfeindlichkeit. Wir brechen das Schweigen."

Helene Fischer

...weiterlesen "Barista Barista, Helene Fischer!"

Das ist meine Stadt: 125 rechte Spacken demonstrieren - 10.000 Menschen treten ihnen entgegen und lassen sie verstummen. So ging die Merkel-muss-weg-Kundgebung in Hamburg gestern aus. Am Sonntag davor versammelten sich bereits über 15.000 an den Landungsbrücken (#seebrücke). Und ich freue mich sehr, dass in Hamburg keine Toten Hosen auftreten müssen, um Nazis den (Nord-)Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir sind hier nämlich auch so schon mehr. Und zwar viel mehr, digga.

Gestern protestierten laut Medienberichten ca. 65.000 Menschen friedlich, laut für ein buntes Miteinander - und gegen Fremdenfeindlichkeit (hier die ganze Show nochmal im Stream). Das sind mehr als die doppelte Anzahl der AfD-Mitglieder - bundesweit. Damit dürfte ja dann nun endgültig klar sein, wer in diesem Land nun das Volk ist und wer nicht.
Ein durchweg gelungener Abend, der nicht nur nach Liebe schrie, sondern auch viel davon versprühte. Und ich möchte nochmal anmerken, dass der böse böse Deutschrap (und "linksradikale Rocker") hauptverantwortlich für diese schöne Aktion war. Behaltet das mal für den nächsten garantiert kommenden Artikel im Hinterkopf, in dem Hip-Hop wieder als Sündenbock für irgendwas herhalten muss.

...weiterlesen "Liebe aus Chemnitz: #wirsindmehr auf Twitter"


Am heutigen Montag spielen Die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, Kraftklub, K.I.Z., Nura (SXTN), Trettmann, Marteria & Casper in Chemnitz, um zusammen mit zehntausenden Menschen ein Zeichen gegen Rechts zu setzen und Rassisten zu zeigen, wer hier das Volk ist. Auf YouTube gibt es einen Live-Stream, der vermutlich wie das Konzert um 17 Uhr startet. FCK NZS.

Im Anhang ein paar Worte Feine Sahne Fischfilet, die eigentlich alles dazu sagen, was es dazu zu sagen gibt:

Man kann alles zerlabern, man kann gewisse Chancen aber auch mal nutzen und sich nicht nur in seiner Selbstgefälligkeit verlieren. Klar werden viele Leute wegen der Konzerte kommen. Nichts daran ist schlimm. Es ist nicht scheiße, wenn dort Leute das erste Mal zu einer Aktion kommen, die sich unter dem Motto „#wirsindmehr – Aufstehen gegen rechte Hetzte“ zusammenfindet, sondern es ist der Oberknaller, wenn dort junge Leute, Unentschlossene bzw. Menschen, die sich bisher nicht getraut haben auf die Straße zu gehen, hinkommen.

Es geht darum, endlich mal aus dieser Schockstarre rauszukommen. Einige Leute tun so, als ob die Welt fast untergeht. Tut sie jedoch nicht. Die Neonazis labern die ganze Zeit davon, wie viele sie sind, dass ihnen die Straße gehört. Wenn am Montag da 10000 Leute zusammenkommen und es auch nur für einen Tag schaffen, dem Rassistenmob zu zeigen, dass es da noch Leute gibt, die ihnen die Straße streitig machen, dann ist das der Hammer. Nur dabei darf es aber nicht bleiben, das kann nur ein erster Anfang sein. All die Bands würden sich sicherlich nen Arsch abfreuen, am Montag chillen zu können. Und wenn man das Gefühl hätte, dass da 10000 Leute durch Sachsen laufen und sich dem Mob entgegenstellen, dann würden wir das hart feiern. Aber solange die Verhältnisse sind wie sie sind, hat man sein Privileg zu nutzen. Cool, dass es andere Bands auch so sehen.

Es geht auch nicht darum, irgendwelche scheiß Nazis oder Leute, die diese heimlich oder auch lauthals beklatschen, umzustimmen. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Diskussion mit Nazis nichts bringt. Es geht darum, die coolen Leute vor Ort zu supporten. Es geht darum, Kids, Alte, Junge, Anzugsträger, Leute aus den verschiedensten Subkulturen, Normalos, Studenten, Prolls zu erreichen und zu zeigen, dass hier noch was geht. Und wenn auch nur ein kleiner Teil danach auch für nächste Gegenproteste den Arsch hochbekommt und sich ermutigt und nicht alleine fühlt, dann feiern wir es richtig hart. Für alle Leute von außerhalb: Es bringt auch nichts, am Montag nach Chemnitz zu kommen, einen Tag lang nen Dicken zu schieben. Viel wichtiger ist, die Leute vor Ort kontinuierlich zu unterstützen.


via keintestspielfürnazis


Özil hat kein Bock mehr für ein Land zu spielen, in dem er nur noch der "Türke" im Team ist, wenn die Mannschaft verliert und ballerte gestern kurz vorm Tatort seinen Rücktritt aus dem DFB-Trikot samt Medien-Statement raus. Ohne die Medien. Like a Pro.
Und, ja, man kann ihn immer noch für sein nicht allzu cleveres und dann doch ziemlich unreflektiertes Foto mit Erdogan kritisieren (genau wie die sterbenden Arbeiter in Katar, die Bilder der Bayern-Mannschaft mit einem sich stolz inszenierenden Söder oder den lässig mit Putin abhängenden Lothar). Ich klopfe ihm nach diesem Abtritt aber lieber auf die Schulter und bewundere währenddessen, dass jemand Özil mit Einstein vergleicht. Mach's gut, Mesut.


Ich bin ja kein Nazi, aber... der Song von Joyner Lucas ist vermutlich der beste und durchdachteste Raptrack, den ich dieses Jahr gehört habe. Ein politischer Dialog und absoluter Abriss über ein zwiegespaltenes Amerika, das auf diesem unfassbar fetten Beat das tut, was es vielleicht mehr tun sollte. Sich gegenseitig zuhören, die Perspektive wechseln und aufeinander zugehen. Mit hart gespitteten Lines - in einem Battle ohne Gewalt.
Und am Ende gibt es dann trotz des verbalisierten Hasses in Reimform einfach mal eine dicke Umarmung als Message (Hug Life). Hip-Hop - One Love.

I wish we could trade shoes or we could change lives
So we could understand each other more, but that'd take time
I'm not racist, it's like we livin' in the same buildin', but splittin' the both sides
I'm not racist, but there's two sides to every story and now you know mine

Can't erase the scars with a bandage
I'm hoping maybe we can come to an understanding
Agreed or disagreed, we could have an understanding
I'm not racist


via


Ihr kennt sicher den Spruch: Zähne putzen ist wie wählen gehen. Wenn man's nicht macht, wird's braun. Im Supermarkt ist das Pendant dazu der vom blauen Schimmel befallene Käse. Zumindest in diesem Video, dessen Message ich mich auf jeden Fall nur anschließen kann:

Demokratie leben - wählen gehen! Zeichen setzen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Dies ist nicht nur zentrale Botschaft des Clips, sondern auch Überzeugung und Triebfeder der zahlreichen Filmschaffenden, die sich mit diesem No-Budget Projekt engagiert haben. Insbesondere der Rechtsruck in Europa durch extrem Rechte Gruppierungen und Parteien sowie Rechtspopulisten verbreiteten ein Klima von Rassismus, Hass und Gewalt. Mit diesem Videospot treten wir dieser Entwicklung entschieden entgegen und stehen für eine vielfältige Gesellschaft.

via bundestagswahlrebellen

Edeka in Hafencity

Ein Edeka in der Hamburger Hafencity hat für wenige Momente gezeigt, wie es aussähe, wenn in den Regalen nur deutsche Produkte ständen. Langweilig nämlich. Denn wirklich viel Auswahl bliebe da nicht. Schöne Aktion für multikulturelle Vielfalt, die ich ja auch auf dem Teller ganz gerne habe.

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Während die Welt sich noch uneinig ist, ob man Menschen wie Richard Spencer eine Schelle verpassen darf oder nicht, gibt's hier die besten Memes zum Nazi-Punch. Schließlich redet der Typ im Moment der heranfliegenden Faust gerade darüber, wie das Pepe-Meme vergewaltigt und zu einem Symbol der Rechten wurde. Da finde ich das nur fair.
Und da Mr. Hail Trump bereits verkündet hat, dass er es nicht gerne hat, wenn man diese Szene verbreitet, teile ich das hier auch gerne. Auch wenn ich die Aktion an sich ja nicht befürworte (dann doch lieber 'ne Torte, Leute). Aber wenn man es nach der Agenda der neuen US-Regierung sieht, war es ja ohnehin kein Schlag ins Gesicht, sondern nur ein alternatives High Five.

Nochmal zur Erinnerung: deswegen.

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Pilskills fragen sich, warum besorgte Bürger so besorgt sind und droppen die erste Auskopplung aus ihrem Album "Nur für Leute die Hip Hop richtig gut verstehen". Kalimba, yo.
„Hast du Angst, dass die unterernährten Kinder deinen Hund essen
oder, dass sie klüger sind als du und deine Dummfressen?
Angst, dass die Analphabeten deinen Job klauen?
Das nennst du Angst? Frag mal ein schwules Pärchen in Moskau.“

via