Die Qualityland-HBO-Serie braucht wohl noch - die Kino-Adaption vom Nazis boxenden Anti-Kapitalismus-Känguru von Marc-Uwe Kling hat aber schon einen ersten Teaser (vorab als Exklusivpremiere bei Kino+).
Regie geführt haben Dani Levy und Marc-Uwe himself, der nicht nur selbst mitspielt, sondern wie im Hörbuch auch die Stimme des hüpfenden neuen WG-Mitbewohners übernimmt. Die alle Zäune, Mauern und Grenzen einreißenden Ansichten eines vorlauten Beuteltiers sollen ab dem 5. März im Kino laufen. Der Look vom animierten Känguru sieht bisher ein bisschen billig aus - aber es spielt eben auch in Berlin. Und wie wir wissen, zählen ja bekanntlich die inneren Werte (eines Kängurus). Das Plakat ist aber bisher das Beste. 🥊

Das Känguru zieht bei seinem Nachbarn, dem unterambitionierten Kleinkünstler Marc-Uwe, ein. Doch kurz darauf reißt ein rechtspopulistischer Immobilienhai die halbe Nachbarschaft ab, um mitten in Berlin-Kreuzberg das Hauptquartier der internationalen Nationalisten zu bauen. Das findet das Känguru gar nicht gut. Es ist nämlich Kommunist. (Äh ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen.) Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Den Rest kann man sich ja denken. Vier Nazis, eine Hasenpfote, drei Sportwagen, ein Psychotherapeut, eine Penthouse-Party und am Ende ein großer Anti-Terror-Anschlag, der dem rechten Treiben ein Ende setzen soll. Nach einer wahren Begebenheit.


Kapitalismuskritik to Go - und zwar als Bucherverfilmung und Dokumentation über die meistens gar nicht mal so gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen seit dem 18. Jahrhundert - und läuft aktuell sogar im Kino. Echte Antikapitalisten warten aber natürlich trotzdem auf den illegalen Stream im Netz. ;o)

Das Kapital im 21. Jahrhundert ist die Adaption eines der bahnbrechendsten und einflussreichsten Bücher unserer Zeit. Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty bricht in seinem Bestseller mit der weit verbreiteten Annahme, dass die Anhäufung von Kapital immer auch mit sozialem Fortschritt einhergeht. Für seinen Dokumentarfilm hat Regisseur Justin Pemberton etliche namhafte Denker wie Faiza Shaheen, Gillian Tett und Joseph Stiglitz interviewt, um Pikettys These auf filmische Weise zu interpretieren. Pemberton deckt dabei den Betrug im Kern der Weltwirtschaft auf und fordert ein radikales Umdenken. Eine Zeitreise von der Französischen Revolution über zwei Weltkriege bis hin zum Internetzeitalter.

Ein aufrüttelnder Film, der den Blick auf die Wirtschaftsprozesse unserer modernen Welt verändern wird.


Nachdem seine Känguru-Chroniken schon verfilmt werden, soll nun auch Marc-Uwe Kling's Qualityland als Drehbuch dienen. Für eine HBO-Serie von Mike Judge, der u.a. bei Beavis And Butt-Head, Silicon Valley & Idiocracy Regie führte. Anscheinend kommt der Herr Kleinkünstler mit internationalem Publikum nun ganz groß raus (die angebotene Summe war vermutlich beachtlich;). Und ich freue mich sowohl für ihn als auch für mich. Denn das könnte sehr sehr gut werden.

Das Buch ist eine satirische Dystopie, die einige bereits heute erkennbare Tendenzen der Digitalisierung weiterspinnt. Es gibt drei Arten von Inhalt: Neben der eigentlichen Erzählung erklärt ein „Reiseführer“ das Leben und die Eigenheiten von QualityLand. Zudem ist zwischen den Kapiteln auch noch „Werbung“ bzw. zur Werbung umgearbeitete „News“ eingestreut.

Der Handlungsort ist ein umgestaltetes Land. Alle Städte wurden umbenannt, und die Nachnamen der Einwohner bezeichnen den Beruf des gleichgeschlechtlichen Elternteils zum Zeitpunkt der Zeugung. Adjektive werden nur im Superlativ verwendet.

Die Welt in Qualityland wird durch die Algorithmen einiger weniger marktbeherrschender Plattformen gesteuert. „TheShop“ liefert Produkte ohne Bestellung, d. h. bevor der Kunde überhaupt weiß, dass er sie benötigt, und die Partnersuchmaschine „QualityPartner“ schlägt sogar Verheirateten bessere Partner vor und sorgt auch gleich für die Auflösung der bestehenden Beziehung. „Intelligente“ Maschinen sind allgegenwärtig. Sie sind so weit entwickelt, dass sie selbst ein Bewusstsein und auch manchmal Defekte haben, zum Beispiel eine Drohne mit Flugangst oder ein Roboter-Autor mit Schreibblockade.

Jede Person hat einen „Level“ (1–100), der ihre Bedeutung für die Gesellschaft angibt. Der Level kann sich ändern, sowohl nach oben als auch nach unten. Mit einem einstelligem Level gilt man als „Nutzloser“. Menschen mit höherem Level haben eine Reihe von Vorteilen. Sie werden zum Beispiel beim Arzt zuerst aufgerufen oder können Ampeln steuern.


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Fatih Akin hat Heinz Strunks Horror-Suff-Roman "Der goldene Handschuh" verfilmt - die Geschichte vom Frauenmörder Fritz Honka (Jonas Dassler) und seiner gleichnamigen Stammkneipe auf'm Hamburger Kiez.

Hamburg-St. Pauli in den Siebzigerjahren: Auf den ersten Blick ist Fritz „Fiete“ Honka ein bemitleidenswerter Verlierertyp. Seine Nächte durchzecht der Mann mit dem kaputten Gesicht in der Kiezkaschemme „Zum Goldenen Handschuh“ und stellt einsamen Frauen nach. Keiner der Stammgäste ahnt, dass der scheinbar harmlose Fiete in Wahrheit ein Monster ist.




via trinkspiel

Böhmi hat sich in der letzen Stunde vor den Ferien das wohl gruseligste deutsche "Kinder"-Buch überhaupt vorgeknöpft und den Struwwelpeter ins Jahr 2018 geholt (Hans Guck in die Chemtrails).
Hier der Mediathek-Link zu den vier spooky Alman-Stories - neuinterpretiert von der bildundtonfabrik. Und nach Effie Briest, die Verwandlung, die Physiker und Faust die nächste Literaturverfilmung per böhmermann'schen Deutschunterricht.


Mutafukaz ist eine französische Comicverfilmung, die in Zusammenarbeit mit den Machern der Animatrix (Studio4°C) entstand und in einem völlig übertriebenen Los Angeles spielt, das sich in dem Fall Dark Meat City schimpft. Eine stilistische und inhaltliche Mischung aus französischem Gangsta-Hip-Hop und einer abgefuckten Sci-Fi-Dystopie aus Japan. Und er steht ab sofort auf meiner Watch-List. Aber sowas von, alter.

Wie viele andere ist Angelino ein junger Verlierer in der berüchtigten Stadt Dark Meat City. Er haust in einem schäbigen Hotelzimmer in einer Latino-Nachbarschaft in Rios Rosas. Seine eintönige Existenz besteht aus Zappen, mexikanischen Wrestling Kämpfen, ätzenden kleinen Jobs und möchtegern-tiefgründigen Diskussionen unter den Sternen mit seinem Kumpel Vinz. Ein blöder Unfall mit einem Roller beschert Angelino jede Menge Ärger, denn plötzlich steht das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel. Eine Menschenjagd geht los, in der auch jede Menge Männer in Schwarz sowie Gangs, mexikanische Wrestler und sogar Machos, die eine Invasion unseres Planeten planen, involviert sind.


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Eine weitere Buchverfilmung vom Punk-Autor Sven Regener (Herr Lehmann), das eine Art Spin-Off über Karl ist, der durch Deutschlands Technoszene der 90er roadtrip'd. Gedreht wurde er von Arne Feldhusen (Tatortreiniger & Stromberg-Film) und neben Charly Hübner und Detlev Buck ist auch Bjarne Mädel mit von der Rave-Party.
Der Film, der neben der klassischen Mucken von damals™ wahrscheinlich jede Menge wunderschön trockenen Humor zu bieten hat, kommt am 31. August in die Kinos. Und ich hab' bei diesem gar nicht mal so schlechten Aufgebot auf jeden Fall Böcke, den zu sehen.

"Mitte der 1990er-Jahre trifft Karl Schmidt (Charly Hübner) in Hamburg durch einen Zufall seine alten Kumpels wieder. Während Karl am Tag der Maueröffnung einen depressiven Nervenzusammenbruch erlitt und in die Klapse eingeliefert wurde, sind die alten Freunde mittlerweile zu Stars der deutschen Techno-Szene geworden.
Mit ihrem erfolgreichen Plattenlabel wollen sie eine "Magical Mystery"-Tour durch Deutschland machen, um den Rave der 90er mit dem Hippiegeist der 60er zu versöhnen. Und genau dazu brauchen sie einen Fahrer, der immer nüchtern bleiben muss. Das kommt Karl Schmidt gerade recht, denn der hat keine Lust mehr auf das triste Leben in seiner Therapie-WG.
Es beginnt ein abenteuerlicher Roadtrip durch das Deutschland der 90er, unternommen von einer Handvoll Techno-Freaks und betreut von einem psychisch labilen Ex-Künstler. Was kann da schon schiefgehen?"


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Okay, ich geb's zu. Ich lese relativ selten Bücher, die länger als 140 Zeichen sind. Aber wenn ein Buch gut genug ist, um von Steven Spielberg verfilmt zu werden, kann es ja schon mal gar nicht mehr so scheiße sein. Die dystopische Cyber-Gaming-Welt-Story von Ready Player One hört sich thematisch aber auch wirklich ganz gut an.
Wer das ähnlich sieht, kann sich auf der Homepage eine 40 Seiten lange Leseprobe als PDF runterladen. Ein weiteren Trailer in Schirftform bekommt ihr durch den Klappentext:

"Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er - wie die meisten Menschen - in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos - in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!"

Das originale Buchcover:

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Ich gestehe. Schon in der Schule hab' ich mir zu allem, was länger eine Seite war, die jeweilige Verfilmung gekauft, um ja nicht zu viel lesen zu müssen (bis auf Comics natürlich, die haben ja Bilders). 
Und bis heute bin ich eher so der Typ, der jeden Film zum Buch, aber nicht das Buch kennt (was ist dieses Buch überhaupt?). Und ja, ich weiß, das Original ist immer besser als das "Remake". Ich mag's halt trotzdem lieber in audiovisueller Kinolänge. Mir doch egal. Und die YouTuber von Fatawesome sehen das mindestens ganz genau so. In einem Kurzfilm, der wahrscheinlich keine Buchvorlage hat: The Book Was Better Than The Movie - The Movie.

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Die Filmemacherduo Dan Eckman und Meggie McFadden haben einen ersten (schon ziemlich fertig aussehenden) Entwurfsschnipsel aus der Verfilmung des Romans The Boy Who Couldn’t Sleep and Never Had To (von DC Pierson) veröffentlicht. 
Im ersten Konzept-Video malen die beiden Hauptcharakte einen Comic, der per Gedankenpower zum Leben erweckt wird. Und ich mochte aus Schlafmangelgründen erst nur den Titel (und habe das Original natürlich verpennt), kann mir aber  nach dem Clip durchaus eine längere - und hoffentlich nicht ermüdende - Version davon vorstellen.

"The Boy Who Couldn’t Sleep and Never Had To is a coming-of-age sci-fi adventure in the tradition of “Back To The Future,” with classic teen-movie themes like friendship, first love, and betrayal playing out on a superhuman scale. Darren, a high school outcast whose only refuge is his homemade comic book, gets launched into an adventure way cooler than anything he could dream up when he discovers his best friend has no biological need for sleep and can bring their dreams into reality."

(Direktlink)
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Ein nettes Projekt, das Leuten wie mir (die nur am 29. Februar mal ein Buch lesen - aber jeden Film kennen) klassische Lektüre ein wenig schmackhafter macht. Und visueller (so wie ich's gern hab').

"Books are promoted awfully and movie trailers are awesome. This is unfair since all good movies are based on great books."

(Direktlink)
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