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Man mag ja vom Drachenlord, der inzwischen auch so Sachen auf Pornhub macht, halten was man möchte. Aber Rundfunklizenzen fürs Live-Streamen von einem einzigen Typen zu verlangen, der zuhause auf der Couch sitzt und ihn mit einem ganzen Fernsehsender samt Jugendschutzbeauftragten & Pipapo gleichzusetzen, ist so unfuckingfassbar deutsch, dass ich gut verstehe, warum das mit der Digitalisierung hierzulande so ist, wie es ist.
Noch krasser als beim Drachenlord ist es beim Twitch-Streamer Zinni, der wenn's hoch kam so an die 30 Zuschauer hatte und trotzdem diesen ganzen bürokratischen Nonsense aus vergangenen Zeiten mitmachen muss, um dann zum kleinsten TV-Sender der Welt zu werden. Damit ist dann nun theoretisch endgültig jeder betroffen, der halbwegs regelmäßig in sein Handy quatscht und es live ins Netz stellt. Und ich hasse German Neuland sehr dafür, dass es so penetrant, altbacken und umständlich durchreguliert ist, dass ich mir inzwischen regelmäßig Videos von youtubenden Rechtsanwälten angucken muss, um durchzublicken. Fuck that Law-Shit.


Die Staatsanwaltschaft Gera hat sich nach einer Strafanzeige wegen Beleidigung eingehend mit "ficken" bzw. "fickt euch" beschäftigt und beschlossen, dass das Verfahren eingestellt wird, weil es nicht eindeutig um den sexuellen Akt geht. Nun. Gut zu wissen. Dann kann ich "fickt euch" ja jetzt auch offiziell als Abschieds-Grußformel für meine Mails benutzen. Toll.

Obschon das Wort „ficken“ heutzutage weitenteils rein geschlechtlich konnotiert ist, ist auch eine Verwendung im eigentlichen Wortsinne, nämlich als Bezeichnung für ein schnelles Bewegen, für ein Reiben oder ein Schleifen durchaus noch üblich. So wird das Verb „ficken“ insbesondere in der Jugend- und in der Soldatensprache noch heute als Bezeichnung für einen besonders harten Drill verwendet („Der Unteroffizier hat uns heute wieder gefickt“).
Im Ostdeutschen ist zudem noch die Verwendung des Adjektivs „fickrig“ für einen ungeduldigen zappeligen Menschen geläufig. Auch der Ausruf „Fick Dich“ oder „Fickt Euch“ wird nicht zwingend geschlechtsbezogen verstanden. Ihm kommt vielmehr der Sinn „Mach doch was Du willst“ oder „Lass mich in Ruhe“ zu. […] Deshalb kann nicht mit der erforderlichen Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Wendung geschlechtsbezogen und damit ehrverletzend gemeint war.

Staatsanwaltschaft Gera, 2018


via idontgiveafuckweb

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Für den schrecklichen Fall der Fälle, dass ich in meinem nächsten Leben Anwalt werden sollte, klaue ich mir für meine Kanzlei diesen wundervollen Namen und verklage diejenigen, von dem ich ihn geklaut habe (Anzeige ist raus). Man sollte schließlich immer ein gewisses Understatement bewahren.

PS: Ist übrigens eigentlich ein HipHop-Label.

Bevor das Zeug konfisziert wird, wäre das doch eigentlich eine gute Maßnahme. Wird ja sonst eh nur weggeworfen, oder?


Nein, nicht vom Postillon. Er ist wirklich schon wieder(!) da. Und er kann jetzt anscheinend auch dieses Social(ist) Media. 
Ein gewisser Adolf H. wurde nämlich in Regensburg wegen Volksverhetzung verurteilt. Aufgrund einiger Kommentare auf Facebook. Dort hatte Adolf H. es wohl mal wieder übertrieben und fand, dass es wichtiger sei, Asylsuchenden seinen (verbalen) Kot statt Hilfe anzubieten. So wie's aussieht hat Adi in den Jahren also nicht viel dazu gelernt (außer wie man im Internet scheiße schreibt) und ist immer noch Nazi durch und durch. Auch wenn sein Nachname höchstwahrscheinlich ein anderer ist.
An die Pegidioten hierzulande scheint er sich aber trotzdem gut angepasst zu haben. Denn vor Gericht verwendete er die gute alte "Ich bin kein Nazi, aber"-Floskel und lebt von Unterstützung (da er inzwischen offenbar auch mit dem Rauchen angefangen und auch das wieder übertrieben hat).

„Da der Angeklagte von Unterstützung lebt und eine Menge Schulden hat, wird die Geldstrafe kaum vollstreckbar sein. Und aufgrund seiner Lungenerkrankung wurde der Angeklagte als haftuntauglich attestiert. Das Urteil wird also keine spürbaren Auswirkungen haben.“ (Wochenblatt Regensburg)

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Image by Hipster Hitler
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