Keinerlei Qualfikationen für ein politisches Amt: Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, weil sie die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist.
Daniela Ludwig (CSU) heißt sie - und sie findet nicht, dass eine Drogenbeauftragte sich mit Drogen auskennen müsse. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das alles Satire ist, bewerbe mich morgen aber einfach mal als Herzchirurg, Astronaut oder irgendwas in der Regierung.

Man muss schon lange suchen, um ein wenig mehr zu Ludwigs Position gegenüber Hanf zu finden. Doch was man dann findet, erschreckt. Ludwig vertritt im Jahr 2015 noch immer die Theorie von Cannabis als Einstiegsdroge, was aufgrund des aktuellen Forschungsstand nicht einmal ihre Vorgängerinnen gewagt hatten. (hanfverband)

 

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Wie sieht es eigentlich mit der Klimabilanz von einem Joint oder einem Bierchen aus? Der US-Wissenschaftler Evan Mills hat zur Cannabisproduktion geforscht. So lange der Anbau verboten ist, züchten die Produzenten Cannabis meist im Inneren von Gebäuden, um nicht entdeckt zu werden. Für die Indoor Produktion wird ziemlich viel Equipment benötigt. Lampen und Lüftungssysteme machen den Anbau von Cannabis im Hausinneren extrem energieintensiv. Und solange der Anbau verboten ist, wird auch kaum ein Produzent auf Idee kommen, Ökostrom zu nutzen. Die Studie „The carbon footprint of indoor Cannabis production“ kommt zu dem Ergebnis, dass 1 kg Cannabis, 4.600 kg CO2 verursacht. Wie viel Weed braucht man nun für einen durchschnittlichen Joint? Das war schon immer ein Grund hitziger Debatten. Zum Glück wurde 2016 in der Zeitschrift „Drug and Alcohol Dependence“ eine Studie dazu veröffentlicht: Es sind 0,32 Gramm. Demnach würde man 3.125 Joints aus 1 kg Cannabis bekommen. Das wären dann pro Joint 1,47 kg CO2. Aber viele rauchen nicht pur, sondern packen noch etwas Tabak dazu. Für einen früheren Post haben wir schon herausgefunden, dass eine Zigarette 7 Gramm CO2 verursacht. Zusammen mit dem Weed sind es dann 1,477 kg CO2. Bei 365 Tagen ergibt das 539 kg CO2. Um diese Menge besser einschätzen zu können: Hin- und Rückflug von Berlin nach Turin verursachen 554 kg CO2. Kommen wir zum Feierabendbierchen. Die Arbeit hat mir der Guardian mit dem Artikel „What’s the carbon footprint of … a pint of beer?“ schon abgenommen. Das Fazit: 🍺 0,3 kg CO2e: locally brewed cask ale at the pub 🍺 0,5 kg CO2e: local bottled beer from a shop or foreign beer in a pub 🍺 0,9 kg CO2e: bottled beer from the shop, extensively transported Für unsere Gegenüberstellung nehmen wir ein lokales Flaschenbier mit 0,5 kg CO2 als Grundlage. Ein Pint sind nur 0,47 Liter. Eine 0,5 Flasche wären also 0,52 kg CO2. Bei 365 Tagen ergibt dass 192 kg CO2. Ein durchschnittlicher Joint verursacht fast dreimal so viel CO2 wie ein lokales Bierchen. Ein sehr leichter Joint verursacht etwa genauso viel wie ein Importbier. Die Quellen gibt im Kommentar. ©️ Jonas #berlin #thisorthat

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Leider verusachen ja nicht nur offensichtliche Dinge wie der Wochenendtrip nach Barcelona und das Steak auf dem Grill CO2-Ausstoß, sondern auch Dinge, an die man erstmal gar nicht gedacht hätte. So haben Studien bspw. herausgefunden, dass ein Joint schlechter für die Erde ist als ein Bier. Wobei ich mir mit den angegebenen 0,32Gramm auf jeden Fall zwei Sportzigaretten drehen würde, wenn ihr einen guten Dealer habt.
Für mich ist das auf jeden Fall nur ein weiterer Grund, warum man Gras legalisieren sollte (oder zumindest entkriminalisieren) - es ließe sich dann noch "grüner" produzieren. Bis dahin muss man sich aber leider eingestehen, dass ein Joint in etwa so klimaneutral ist wie ein kleiner Burger. Oder wenn ihr euch als Kiffer mit diesem Vergleich besser fühlen wollt: ein ganzes Jahr high sein ist so nachhaltig wie einmal fliegen.

via highdaysforfuture


Am liebsten in allen erdenklichen Farben und zu Meter hohen Türmen gestapelt. Oder irgendwie so.

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Für gewöhnlich kann diese Zuschauer-Quiz-Fragen im Fernsehen sogar ein 6-jähriger Affe im Schlaf beantworten. Hier ist die Antwort für mich allerdings nicht ganz so eindeutig. Besonders am Wochenende.


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Während wir hierzulande aktuell nicht mal einen Drogenbeauftragten haben, ist im Amiland der Verkauf von Cannabis mittlerweile in etlichen Bundesstaaten legal und Weed wird gut vermarktet als modernes Hipster-Bio-Produkt beworben. In der Öffentlichkeit kiffen darf man allerdings eher selten. Auch auf Musik-Events wurden Joints bisher ähnlich wie bei uns allenfalls duldend "übersehen".
Nun dürfen die ersten Festivals neben Bier, Caipirinha und Wodka sogar ganz offiziell Gras an einigen Bars anbieten, das vorort dann auch durchgezogen werden darf (Northern Nights Music Festival & Outside Lands). Macht Sinn. Bei den Unmengen an ohnehin rumgehenden Joints fühlt sich ein striktes Kiff-Verbot auf solchen Veranstaltungen mittlerweile noch überflüssiger an es sowieso schon der Fall ist. Schließlich paffen einige Künstler sogar live auf der Bühne. Ich gebe euch spaßeshalber jedenfalls den letzten Festival-Gig von Marsimoto mit, bei dem es im ganzen Publikum natürlich nicht eine einzige Tüte zu sehen gibt, weil das ja nicht erlaubt wäre (lol).

Die Organisatoren des Mendocino County’s Northern Nights Festivals erklärten bereits Anfang Mai, dass Geschichte geschrieben worden sei. Ihre Veranstaltung betitelten sie als das "erste dreitätige Musik-Festival [...], bei dem die Ausgabe und Verwendung von Cannabis direkt vor Ort möglich" sei. (hiphop.de)

 
211 Taschen mit über 4000 als Sojabohnen deklarierte Pakete hat der Zoll am Hamburger Hafen sichergestellt. Alle voll mit Koks. Der bisher größte Drogenfund in Deutschland, den es gab (und so viel wie sonst in einem Jahr nicht). Weißes Gold im Wert von mehr als einer Milliarde Euro, von dem inzwischen allerdings - und hier muss ich einige Druffis enttäuschen - nicht mehr viel übrig ist.
Tja. Vermutlich werden sich so einige Schneekönige da draußen gerade ganz schön doll ärgern. Denn die Beamten haben die insgesamt 4,5 Tonnen Kokain bereits sorgsam "vernichtet".

"Das sichergestellte Kokain wurde bereits unter strenger Geheimhaltung und umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen vernichtet."

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Dabei ist das Versteck für das halbe Kilo Koks doch so gut gewesen. Keine Ahnung, wie die Polizei bei so viel Köpfchen des Schmugglers überhaupt darauf gekommen ist. Nun. Vielleicht war es genau das. Zu viel Köpfchen. Nice try, dude.

A Colombian man was detained at Barcelona’s international airport after half a kilo of cocaine was found hidden under an over-sized toupee, Spanish police said on Tuesday. Arriving on a flight from Bogota, the man attracted police attention as he looked nervous and had a disproportionately large hairpiece under his hat. They found a package stuck to his head with about €30,000 (£27,000) of cocaine.
“There is no limit to the inventiveness of drug traffickers trying to mock controls,” said the police statement. The statement enclosed a photo of a middle-aged man – apparently still wearing the toupee though with his eyes blocked in the image – but gave no more details of his identity. (telegraph)

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Ein Typ, ein Joint und ein drogentrippiger Kurzfilm aus Mario, Comics und Game of Stoned. High-End-Quality.

Story of an Indian geek who's scored the Greenest Grass for the first time.
Only the extraordinary events in this film are true.


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Es gibt viele Möglichkeiten, wie man einen Tag denn so rumkriegen kann. Eine davon hat euch das Zweite Deutsche Fernsehen mal vorgestellt. Nicht unbedingt der schlechteste Tagesplan für den Sommer: 🥓🏖️🍹💊

Um 12 Uhr frühstücken, dann Sonnenbaden, einen Drink nehmen – und Drogen.


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Ab 2001 wurden Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr inhaftiert. Mit den eingesparten Ressourcen finanzierte der Staat therapeutische Maßnahmen und Einrichtungen wie Crescer. Erlaubt ist der Besitz und Konsum in Portugal auch heute nicht. Wer mit Drogen erwischt wird, kommt in staatliche Betreuung, zahlt in seltenen Fällen eine geringe Geldstrafe oder bekommt Gemeindedienst auferlegt. Aber ins Gefängnis muss hier niemand mehr, weil er Drogen nimmt. (zeit)

In Portugal hat man anscheinend nicht nur ein Mittel gegen Rechtspopulismus gefunden, sondern inzwischen auch große Erfolge mit der dortigen Entkriminalisierung aller Drogen erzielt.
Und die seit über 18 Jahren geführte Neuregelung der Drogenpolitik ist eigentlich ganz simpel: Junkies werden dort in erster Linie nicht als kriminell, sondern als hilfebedürftig eingestuft. Dadurch hat man mittlerweile hunderten Kriminellen Patienten das Leben gerettet. Ein absolutes Totschlagargument gegen ein ohnehin nichts bewirkendes Drogenverbot, das uns lediglich viel Geld, viel Personal und offenbar auch so einige Menschen kostet.
Unsere allseits unbeliebte Drogenbeauftragte Marlene Mortler hat jetzt jedenfalls einen neuen Job im EU-Parlament. Hoffen wir mal, dass vielleicht ja der/die neue Drogenbeauftragte mal ein Interesse daran hat, weniger Drogen nehmende Menschen sterben zu lassen.


Gestern habe ich "How to Sell Drugs Online (Fast)" gegooglet und die verdrogte Netflix-Produktion der bildundtonfabrik durchgesuchtet, die tatsächlich sehr guter Stoff ist. Eine Comedy-Serie aus Deutschland, die sogar (Meta-)Humor hat. Generation Z berauscht von MDMA und Internet.

"How to Sell Drugs Online (Fast)" ist eine Coming-of-Age-Story und handelt von einem Schüler, der gemeinsam mit seinem besten Freund in seinem Jugendzimmer Europas größten Online-Drogenhandel gründet - und das alles, um die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen. Die Geschichte ist laut Netflix und btf von wahren Begebenheiten inspiriert. Regie führen Lars Montag und Arne Feldhusen, letzterer war unter anderem auch für "Stromberg" und "Tatortreiniger" verantwortlich. Die Drehbücher stammen von Philipp Käßbohrer, Sebastian Colley und Stefan Titze.


Nach dem Teaser nun der Trailer für die von der bildundtonfabrik produzierten Netflix-Serie (von u.a. den Schreibern vom Neomagazin) mit dem googligen Titel: How to Sell Drugs Online (Fast). Generation Z beim Dealen mit Problemen und Drogen. Wer sich als Serien-Junkie angefixt fühlt: die erste Dosis gibt's am 31 Mai.

"How to Sell Drugs Online (Fast)" ist eine Coming-of-Age-Story und handelt von einem Schüler, der gemeinsam mit seinem besten Freund in seinem Jugendzimmer Europas größten Online-Drogenhandel gründet - und das alles, um die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen. Die Geschichte ist laut Netflix und btf von wahren Begebenheiten inspiriert. Regie führen Lars Montag und Arne Feldhusen, letzterer war unter anderem auch für "Stromberg" und "Tatortreiniger" verantwortlich. Die Drehbücher stammen von Philipp Käßbohrer, Sebastian Colley und Stefan Titze. (Quelle)