Mehr als die eigentliche Corona-Panik beschäftigt mich gerade die Tatsache, dass wir in kalten Jahreszeiten fast einzig und allein auf diese Antwortmöglichkeiten beschränkt sind, wenn wir uns bald alle fragen, wo denn überhaupt unser Sozialleben in den nächsten Monaten stattfinden soll. Ich finde ja, 2020 wäre es mal an der Zeit einen Ort zu schaffen, an dem man Freunde treffen kann, ohne dafür bezahlen bzw. etwas konsumieren zu müssen. Und wenn möglich auch ohne, dass man dabei im Winter erfriert.

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Pimf hat abseits der ülichen Punchlines gegen den bösen Virus einen Corona-Rap-Track geschrieben, den ich ehrlich gesagt sehr viel mehr fühle als die meisten entweder satirisch angehauchten oder mit Durchhalte-Phrasen ausgestatteten Texte der gerade daueraufploppenden Quarantäne-Songs aus den Wohnzimmern aller Rapper bzw. Musiker. In diesem Song gibt's stattdessen nämlich einfach mal Real-Talk.
Übrigens halte ich Angst für eine sehr natürliche Reaktion, weil es eine Art aufmerksamer Überlebensinstinkt ist, der auf einen Acht gibt. Das kann in Zeiten wie diesen ja durchaus nützlich sein. Und zur Not kann man sich ja immer noch mit hoffentlich guter Musik ablenken. Zum Beispiel mit dieser Coroni-Playliste, wo ich diesen Song auch mal reingepackt habe.

Harte Zeiten für Kartoffeln. Das Ende scheint nah zu sein. Sehr nah. German Apocalypse is comin'. Aber sie hat auch was Gutes: so werden vielleicht doch noch ein paar Almans vom existierenden Klimawandel überzeugt, den eine gewisse Partei im Bundestag ja immer noch leugnet.


Die Angst, das heißgeliebte frische Brot nicht zu bekommen, ist und bleibt des Deutschen größte Furcht.

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Volker Pispers mit einer Analyse von Ängsten aus dem Jahr 2007. So von wegen früher war alles besser und weniger gefährlich. Schon vor 9 Jahren hatten die Menschen irrationale Ängste vor Terror. Nur halt nicht vorm IS, sondern vor der Al Qaida.
Und schon damals gab es eigentlich keinen Grund, den Tod durch Terroristen mehr zu fürchten als eine Pizza. Statistisch gesehen sterbt ihr in Deutschland nämlich eher beim Verschlucken von Lebensmitteln als durch einen Anschlag. Mit dem Unterschied, dass euch nicht alle jeden Tag erzählen, wie gefährlich doch eigentlich dieses Essen ist. Es ist ein bisschen, wie mit einem Kind, dem man oft genug einredet, dass es vom Fernsehen viereckige Augen bekommt. Irgendwann glaubt es das halt einfach. Naja. Ich bestell' mir jetzt jedenfalls 'ne Pizza und glotz TV. No risk, no fun.

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Jeder, der schon mal etwas Persönliches vor einer Meute fremder Menschen vorgetragen hat, kennt sie. Die ständig plagenden Selbstzweifel und die permanente Angst sich total zu blamieren.
In solcher einer Situation plus den gleichen Gefühlen befindet sich auch Tom Moody, die Hauptfigur aus dem mehrfach (16 fucking mal!) ausgezeichneten Stop-Motion-Kurzfilm von Ainslie Henderson.
Gerade in dem Moment, als er sich als Sänger auf der Bühne beweisen will, bekommt Tom Besuch von einem alten "Bekannten" aus der Vergangenheit. Dieser scheint jedoch noch mehr Angst zu haben als er selbst. Und am Ende entscheiden sich beide für... tja, findet's raus!
Wenn ich's vergeben würde, dann wär hier das Prädikat "besonders wertvoll" verdammt angebracht. Mit der beste Stop-Motion-Film, den ich bisher gesehen habe (echt jetzt). Und er erinnert mich irgendwie an mich.

Direktlink zum Kurzfilm
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Manchmal muss man eben erst über seinen eigenen Schatten springen, um keine Angst mehr zu haben.
PS: Falls nicht mehr da, dann da.

via yababoon