1


Die seit 2007 stattfindende re:publica hat sich ja nach und nach von einem etwas zu groß geratenen Blogger-Treffen zu einer inzwischen durchaus relevanten Konferenz für die Gesamtgesellschaft im digitalen Zeitalter entwickelt. Inklsuvie Klimagipfeln, Demokratie-Tagungen und mittlerweile sogar mit einigen Politikern, die mit von der vernetzten Partie sind. Und genau deshalb fiel sie als Veranstaltung dieses Jahr auch nicht aus, sondern fand in Zeiten wie diesen eben komplett im Internetz statt.
Für Interessenten wie mich ändert sich demnach eigentlich gar nichts und es gibt auch dieses Jahr wieder etliche Talks und Präsis mit digitalen, politischen und aktuell so wichtigen sozialen Themen der Netzkultur-Community. Im Fokus steht dabei diesmal aber ganz klar auch die aktuelle Corona-Krise und insbesondere, wie wir nachhaltig mit ihr umgehen. Deswegen gibt's zwischendurch auch jede Menge jetzt fehlendes Kulturprogramm - in dem Fall Musik. Wer, wann und über was quatscht bzw. das ganze (TV-)Programm der drei 12h-Streams findet ihr u.a. hier & hier.
Um mal einen kleinen thematischen Einblick zu bekommen - u.a. gibt's: ASAP-Klima-Krise (u.a. Maja Göpel), Corona als Chance für Klimaschutz und Digitalisierung, Pandemischer Rechtsextremismus, Hinter den Kulissen des Corona-Drosten-Podcasts, Rezo über Rezo, das BGE, Protest-Kunst in Hong Kong und die Triage (Raul Krauthausen). Sobald die einzelnen Talk-Streams auf YouTube landen, erstell ich hier (m)eine kleine Best-Of-Liste. Bis dahin bekommt ihr schon mal das erste kleine Highlight des gestrigen Tages: die traditionell dort gesungene Queen-Hymne als Videokonfi-Kanon. ♡




...weiterlesen "Eine gigantische Online-Konferenz: Die re:publica im digitalen Exil"


Ein paar Vorträge der re:publica 2019, durch die ich mich gerade ein bisschen arbeite und mal meine bisherigen Favoriten hier sammel (ich update das evtl noch). Mit dabei bereits u.a. die Power-Point-Präsentation von Astro Alex, Eva Horn über die vom Populismus getriebene Empörungsshitstormkultur, mein alter Uni-Kollege Mads Pankow mit simulierter Arbeit (auch von der Technik) und Gunter Dueck, der ganz oft "Bullshit" sagt.




...weiterlesen "re:publica 2019 | AstroAlex, Empörungskultur & Bullshit"

Sascha Lobo hat gestern auf der re:publica seine alljährliche Rede zur Lage der Nation geschwungen, in der er u.a. für einen sozialen Liberalismus plädiert hat (verlink ich euch hier, sobald das einzelne Video online ist). Mein Highlight war allerdings dieses Zitat, das ich genau so unterschreiben würde. Für maximale Toleranz. Und Menschlichkeit. Mit WLAN.


Der alteingesessene Internet-Punk Sascha Lobo mit seiner alljährlichen Stunde über die Netzkultur. Diesmal geht's u.a. um digitale Stammtische, hochemotionale Algorithmen und Diskussionsmechaniken mit Rechtsextremen. Und ja, ich weiß, so richtig sympathisch wirkt er irgendwie nie. Für Netzjunkies wie mich ist das ja dann aber doch immer sehr bereichernd. Und inzwischen ist seine Rede auf re:publica ja auch hier ein bisschen Tradition. Zudem scheint er ja mit seinen Diskussionsdebatten im Netz dann doch hin und wieder was zu erreichen.

Zusätzlich noch das kleine Sozial-Experiment mit ihm bei ZDFNeo (manipulieren.de), wo ich bisher aber nur mal reingeguckt habe. Es geht um Manipulation.

Steile Kampfansage vom Neuland an die alte Generation - ganz frisch von der gerade laufenden Republica. Die steht dieses Jahr übrigens unter dem netten Motto #LOVEoutLOUD. Und nein, ich bin wieder nicht da. Nächstes Jahr vielleicht. Wenn was dabei ist, stelle ich eventuell in den nächsten Tagen aber trotzdem 1-2 unterhaltsame Vorträge übers Internetz bzw. von der republica2017 hier rein.

.
 Ja, er nervt mich sonst auch sehr oft. Und ja, er kommt auch hier wieder nicht sonderlich sympathisch rüber und übertreibt hier und da mal.
Aber, was man Sascha Lobo bei seiner Rede auf der gerade laufenden re:publica lassen muss, ist, dass er hier sehr viel kluge Sachen sagt, die wir uns alle vielleicht öfter hinter die Ohren schreiben sollten.
Mit vielen Details will ich euch da gar nicht belästigen, schließlich habt ihr einen 1-stündigen Vortrag vor euch und ich weiß ja, wie wenig Zeit ihr alle immer habt.
Nur so viel: Der Mann mit roten Ding auf dem Kopf rollt den mittlerweile ziemlich untergegangen Überwachungsskandal Überwachungsangriff nochmal im Detail auf und schlägt mit harten Kampfansagen zurück. Teilweise nervt das dann wieder, aber es lohnt sich trotzdem ihm mal zuzuhören. 


via