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Während sich Desinfektionsmittel, Nudeln und Klopapier allmählich als neue Währung etablieren, kränkelt auch die Wirtschaft so langsam durch COVID-19. Nachdem Apple die ersten Lieferprobleme meldete, brechen auch Kreuzfahrttourismus, Fluggesellschaften und durch Event- und Messeabsagen wohl auch die Veranstaltungsbranche ein.
An der Börse ist man derweil fix und alle und mein neues Lieblings-Corona-Meme sind nun Businessfuzzis, die sich trotz aller Empfehlungen, sich nicht ins Gesicht zu fassen - ins Gesicht fassen. Vermutlich, weil die Angst, sich keine neue Rolex mehr kaufen zu können, größer ist als die Corona-Panik. Oder es sind einfach sehr schlechte Versuche, sich das Leben zu nehmen. Tja. Hals- und Beinbruch, werte Humans of Late Capitalism - und immer schön die Hände waschen vor Verzweiflungstaten.

Anleger weltweit fürchten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Zusätzlich belastet ein Einbruch des Ölpreises die Märkte. Die US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 fielen zum Handelsstart am Montag um jeweils etwa sieben Prozent und damit so stark wie zuletzt vor zehn Jahren. Nach großflächigen Verkäufen unmittelbar nach Beginn wurde der Handel an der Wall Street für 15 Minuten automatisch unterbrochen. (SZ)

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...weiterlesen "Corona-Meme: Börsianer fassen sich dank Virus ins Gesicht???‍♂️"

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"And all you can talk about is money and fairy tales of eternal economic growth. How dare you! [...]"
- Greta Thunberg, 2019

Wohlstand könnte ja dafür stehen, dass wir unseren Planeten nicht zerstören, weil wir ohne gar nicht mal so gut leben können. Für die Politik bedeutet Wohlstand aber eigentlich immer nur eins: Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum und Wirtschaftswachstum (oder wie man es auch nennen könnte: Verbrauchssteigerung).
Warum ausgerechnet das in einer ohnehin schon völlig überproduzierten Hyper-Konsumgesellschaft immer noch erstrebenswert sein sollte, erschließt sich mir aktuell aber nicht so ganz (zumal auch die Kluft zwischen Arm und Reich stetig mitwächst). Schließlich leben wir jetzt schon so, als hätten wir noch mehrere Erden auf Lager, die wir einfach mit einem Klick online nachbestellen können. So langsam scheint man aber zumindest außerhalb der Politik zu kapieren, dass das nicht geht.

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Laut Studien werden Menschen ohnehin ab einem bestimmten Lebensstandard - und der beginnt schon weit vorm Porsche Cayenne vor der eigenen Villa - einfach nicht mehr glücklicher. Irgendwann ist es eben egal, ob man im Supermarkt zwischen 10 verschiedenen Sorten Olivenöl auswählen kann oder zwischen 100. Mehr als 10 wirst du in deinem Leben ohnehin nie ausprobieren (geschweige denn den Unterschied schmecken), wenn du nicht gerade professioneller Olivenöltester bist.
Und dieser Überfluss macht das Leben noch nicht mal besser. Im Gegenteil. Er überfordert uns so sehr, dass wir den Netflix-Tab wieder schließen, weil wir uns vor lauter Überangebot einfach nicht entscheiden können. "Viel" hilft eben nicht immer "viel", was wir eigentlich spätestens seit Aspirin-Tabletten wissen sollten.
Eigentlich sollte es zudem selbst für Kinder logisch sein, dass man in einem begrenzten Raum sowieso nicht unbegrenzt wachsen kann. Das Ende eines Wirtschafftswachstums können sich viele Erwachsene aber nicht einmal mehr theoretisch vorstellen. Zum Glück gibt es zu jeder traditionellen "Bewegung" aber auch eine Gegenbewegung, die sich in dem Fall Degrowth & Post-Wachstums-Ökonomie schimpft.

Unter Degrowth oder Postwachstum verstehen wir eine Wirtschaftsweise und Gesellschaftsform, die das Wohlergehen aller zum Ziel hat und die ökologischen Lebensgrundlagen erhält. Dafür ist eine grundlegende Veränderung unserer Lebenswelt und ein umfassender kultureller Wandel notwendig.
Das aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Leitprinzip lautet „höher, schneller, weiter“ – es bedingt und befördert eine Konkurrenz zwischen allen Menschen. Dies führt zum einen zu Beschleunigung, Überforderung und Ausgrenzung. Zum anderen zerstört die Wirtschaftsweise unsere natürlichen Lebensgrundlagen sowie die Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Wir sind der Überzeugung, dass die gemeinsamen Werte einer Postwachstumsgesellschaft Achtsamkeit, Solidarität und Kooperation sein sollten. Die Menschheit muss sich als Teil des planetarischen Ökosystems begreifen. Nur so kann ein selbstbestimmtes Leben in Würde für alle ermöglicht werden.

Ob das jetzt die erhoffte Alternative zum Ende des Kapitalismus ist und die Lösung für all unsere Probleme ist, weiß ich nicht. Ich glaube aber, dass weniger tatsächlich manchmal mehr sein kann (und effektiver unsere Lebensqualität verbessern kann) und halte den Vorschlag für durchaus sinnvoll, dass wir in Zukunft nicht anstreben, jedes Jahr etwas mehr Ressourcen zu verballern, sondern weniger.

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