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Du weißt, dass die Lage sowohl ernst als auch typisch 2020 ist, wenn YouTube dir statt dem sonst üblichen Quatsch eine weitere Pandemie-Ansprache an alle von unserer Bundeskanzlerin vorschlägt, die eigentlich zur Primetime auf alle Kanäle gehört.
Und ich finde ja sehr bewundernswert, wie ruhig und sogar freundlich sie in dieser dennoch sehr klaren Ansage trotzallem bleibt (ich hätte da ja mindestens zwei dutzend Flüche und Beschimpfungen reingebaut, bin aber glücklicherweise auch keine Bundeskanzlerin). Hoffen wir mal, dass es jetzt wirklich alle verstanden haben.
Ich bin trotz oder gerade wegen steigender Infektionszahlen jedenfalls immer noch sehr froh, dass diese sich an die Wissenschaft klammernde Frau in dieser Pandemie auf uns aufpasst. Bisher hat sie das nämlich gemacht wie ein Profi. Bisher. Und wenn wir jetzt alle mitmachen, bleibt das eventuell auch so.

“Rücksicht und Vernunft. Das ist das wirksamsten Mittel, das wir zurzeit gegen die Pandemie haben. Jetzt ist es nötiger, denn je.“


Neben der wie immer qualvollen Suche nach Geschenken bin ich gerade dabei, gute Brettspiele zu finden, um Weihnachten und Silvester mit meinen Eltern dies Jahr gut zu überstehen. Und währenddessen habe ich dieses wie für 2020 gemachte Exemplar gefunden, das so schlecht nicht sein kann, weil es anscheinend sogar mal Spiel des Jahres war: Pandemie.
Leider kostet es verdammte 100€, weil es angeblich eine Rarität ist und um sich von Corona abzulenken, ist es vielleicht nicht das allerbeste Spiel. Aber dafür kann man damit vielleicht endlich selber den Pandemie-Experten spielen und all die Dinge tun, die man angeblich so viel besser weiß als alle Virologen und Politiker da draußen. Das wollten wir scheinbar doch alle schon mal. Und Funfact: In "Pandemie" sind Wissenschaften und Menschenleben wichtiger als Wirtschaftsprobleme.

Pandemie ist ein Strategiespiel, das sich nicht auf Handel und Wirtschaft konzentriert, sondern stattdessen auf Forschung und Medizin. Die Spieler arbeiten zusammen als Ärzte Team, um eine von vier unterschiedlichen gefährlichen Seuchen zu bekämpfen.
Es gibt hier unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen, die man nur gemeinsam lösen kann. Daher müssen die Spieler kooperativ agieren und unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Nur so gelingt es, rechtzeitig ein Heilmittel zu präsentieren. Zumal man auch gegen die Zeit kämpft.

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Manche wissen es gar nicht. Aber man muss tatsächlich gar nicht alles tun, was derzeit noch erlaubt ist. Man kann sich auch ganz ohne noch schärfere Maßnahmen der Poltik mehr einschränken und muss gar nicht auf einen Lockdown warten.
Und wenn ihr euch zurückerinnert, haben wir genau das auch vor 6 Monaten bereits gemacht. Noch vor der ersten Merkel-Rede und den ersten Shutdowns damals haben wir unser aller Leben hierzulande so runtergebremst, dass die Infektionszahlen mit entsprechender Verzögerung drastisch zurückgingen (das zeigten im nachhinein Mobilitätsdaten). Wir können das also. Machen wir es doch einfach nochmal. Immerhin würde das uns allen unendlich viele Probleme - und vor allem Tote ersparen. Das dürfte doch eigentlich genug Motivation sein.

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Einer der Gründe, warum wir dringend einen Impfstoff brauchen ist ja, dass wir dadurch dann hoffentlich bald nicht mehr jeden fucking Tag überall nur Corona, Corona und Corona um die Ohren gehauen bekommen. Übererhaupt würde ich 2021 ja schon ganz gerne mal wieder andere Themen in den Nachrichten sehen als apokalyptische Szenarien. Oder zur Abwechslung zumindest mal ein anderes. Grüße gehen raus an den Klimawandel.

https://twitter.com/schiefgelesen/status/1316442945340530693

Nun. Laptops gibt es noch nicht für alle. Tablets auch nicht. Internet auch nicht. Dafür kann man aber mittlerweile in fast allen Schulen atmen. Das ist doch schon mal ein Fortschritt. Und falls die Schüler bei Minusgraden ein bisschen frieren, schicken wir wahrscheinlich noch ein paar Wolldecken raus, damit die Kids nicht wieder auf die Idee kommen, zu streiken.

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Während ich es immer noch sehr surreal finde, dass es Menschen gibt, die nicht an eine mittlerweile 1,1 Millionen Tote geforderte Krankheit glauben, freut sich die Bestatterbranche. Und ich kann ja gut verstehen, dass in Zeiten wie diesen manchmal nur noch Zynismus als Antwort bleibt. ¯\_(ツ)_/¯

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https://twitter.com/eMSig70/status/1311643547020546048

Gestern wirkte unsere in diesen Zeiten glücklicherweise wissenschaftlich versierte Bundeskanzlerin wieder sehr besorgt. Heute haben wir mit über 6638 neuen Fällen den Höchstwert vom März geknackt. Trotzdem wir alle mittlerweile gut eine Pause von Corona gebrauchen könnten, geht die offenbar erstmal nicht enden wollende Pandemie schon mit voller Wucht in die nächste Runde.
Und während mit den steigenden Infektionszahlen draußen die Temperaturen sinken, wird einigen von uns so langsam bewusst, dass die letzten 6 beschissenen Monate vielleicht schon die "gute" Hälfte des Jahres gewesen sein könnten.
Klar, man hätte schon erahnen können, dass wir im Herbst und Winter alle weniger an der frischen Luft sind und das dann alles noch viel schwieriger wird. Ist ja nicht so, als hätten uns gewisse Wissenschaftler nicht genau davor gewarnt (z.B. in ihrem Podcast). Aber irgendwie hat man ja immer gehofft, dass es dann trotzdem nicht so wird, weil es bis dahin schon irgendwie für alles eine Lösung gibt. Nun, leider nein. Stattdessen warten wir sehnsüchtig weiter auf irgendeinen uns rettenden Game-Changer und empfehlen Schülern das, was wir alle tun sollten: uns warm anziehen.
Es bleiben uns vorest also nur die Maßnahmen, die wir bereits kennen - und vielleicht sogar ein Lockdown, den wir so bisher nur aus anderen Ländern kannten. Wenn wir rechtzeitig handeln, können wir den aber eventuell noch verhindern.
Zum Beispiel, in dem wir uns an Regeln halten, die umso schneller wieder verschwinden, desto besser wir das eben tun. Und zwar alle (seufz). In dem Sinne, flatten wir die Curve again und AHA+A+L, HALMA oder HÖMMA, Leute - bevor erst Drosten und dann Mutti uns schon wieder zurechtweisen muss. Ihr wisst ja, wie's geht. Wir haben das schließlich schon einmal ganz gut hingekriegt.

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Ob Superspreader oder nicht. Als einer von inzwischen 80 Millionen Hobby-Virologen würde ich einem alten, übergewichtigen und damit eindeutig zur Risikogruppe gehörigen Mann wie Santa ohnehin davon abraten, mitten in einer Pandemie JEDEN auf der Welt zu besuchen.
Und wenn, dann bitte nur kontaktlos durch den Schornstein - und natürlich mit Maske. Apropos: während ich noch auf die ersten mit Masken behangenen Tannenbäume warte, gibt es bereits den ersten maskierten Weihnachtsschmuck (wir wussten alle, dass es so kommt):