Springe zum Inhalt

Ein bisschen kafka'esk, dieses morbide "Kunstwerk". Rest in Peace, kleine Kakerlake. Immerhin scheinst du aber glücklich gestorben zu sein und bist offenbar in den Tod getanzt. Hoffen wir mal, dass die Musik gut ist, da wo du jetzt bist.


...weiterlesen "Eine tote tanzende Kakerlake"

1

Verschwörungsdullis "wissen" aus verlässlichen Quellen wie z.B dem Telegram-Kanal eines Schlagersängers, dass alle Geimpften irgendwann im September sterben, können sich bisher aber nicht auf ein genaues Datum einigen. Das finde ich sehr blöd, weil ich erstens gern wissen würde, ob sich Wäsche waschen noch lohnt und zweitens nun ein bisschen Angst habe, gar nicht mitzubekommen, dass ich schon gestorben bin. Zum Glück kann man zumindest zweiteres heutzutage aber mit nur einem Klick herausfinden. Und nach so viel Pandemie habe ich mich über mein Ergebnis ja einfach mal ein bisschen gefreut. Thanks, Science.

Was viele nicht wissen oder zumindest nicht wahrhaben wollen: Durch unseren Dreck, den wir permanent durch die Ausschlachtung unseres eigenen Planeten in die Luft ballern, feuern wir nicht nur die Kurve im Klimawandel an, sondern auch die der Todeszahlen. Offenbar brauchen wir nämlich weder Klimawandel noch Corona, um Millionen von Menschen umzubringen. Das bekommen wir auch jetzt schon ganz gut alleine hin. Sagt jedenfalls diese Studie der u.a. Harvard University, eine der renomiertesten Unis der Welt.



via


Und wenn ihr Impfungen nicht so mögt, probiert's doch mit der jeweiligen Krankheit. Zum Beispiel mit Corona. Der Tod würde das sicher sehr begrüßen, wenn man mal ausrechnet, dass die Wahrscheinlichkeit durch den Impfstoff dagegen zu sterben aktuell mindestens 50.000 mal kleiner ist.

Während ich es immer noch sehr surreal finde, dass es Menschen gibt, die nicht an eine mittlerweile 1,1 Millionen Tote geforderte Krankheit glauben, freut sich die Bestatterbranche. Und ich kann ja gut verstehen, dass in Zeiten wie diesen manchmal nur noch Zynismus als Antwort bleibt. ¯\_(ツ)_/¯

In Indonesien sind einige Maskenverweigerer nun dazu verdonnert worden, Gräber zu schaufeln und ich finde ja, das ist ein fast schon poetischer Weg, um denjenigen verfickt nochmal klar zu machen, dass sie durch das simple Tragen eines Stücks Stoff vorm Gesicht Tote in einer Pandemie verhindern können.

Neben einer brennenden Mülltonne sind bisher wohl tanzende Sargträger das Meme schlechthin in 2020 und leider fasst das dieses Jahr eigentlich auch ganz gut zusammen. Inzwischen gibt es den Coffin Funeral Dance für Maskenverweigerer offenbar sogar im Real-Life. Inklusive einem mitgroovenden Corona-Maskottchen. Und vielleicht sind wir inzwischen auch alle einfach ein bisschen irre. What a time to be alive (and not dead).


Im Amiland ist die Corona-Kacke noch mehr am dampfen als überall. Besonders krass sieht man das im aktuellen Vergleich mit Deutschland. Während hierzulande die Zahl der aktuell Infizierten seit gut einem Monat kontinuierlich gesunken ist, ist die Kurve in den USA bisher maximal stehen geblieben und steigt sogar hin und wieder. Trotzdem sind die "Öffnungsdiskussionsorgien" dort nicht nur viel heftiger, sondern finden teilweise mit Gewehr in der Hand statt. In Florida kam deshalb zur Wiedereröffnung der Strände ein ganz besonderer Gast vorbei: der Tod. Die Szene könnte genau so gut aus Steven Spielberg's Der weiße Hai stammen.


via


Eine Sache ist und bleibt sicher: wir werden alle sterben. Im wunderbar weirden Kurzfilm von Stefan Hunt wird das Leben nach vor dem Tod abgehandelt. Und zwar als visuelles Gedicht mit Fuck-It-Lets-Do-This-Motto. In Unterhose.

"We’re All Going To Die" takes on the simple task of exploring the meaning of life. Through colour, imagination, humour and fart jokes, Director Stefan Hunt asks you to look at the what ifs, the why nots and the oh wells that might flash before your eyes when paid a surprise visit by Death.
With your internal monologue played by Jared Jekyll and Death played by Hugo Weaving (The Matrix, Lord of the Rings), you’re prompted to get existential whilst grinning from ear to ear during this independent short film of fantastical weirdness.



via


Läuft gerade mal wieder - in der 3Sat-Mediathek: Halt auf freier Strecke von Andreas Dresen. Kein leicht verdaulicher Film und ganz sicher einer von denen, der mir die meisten Tränen rausgequetscht hat - dafür aber auch einer der Besseren. Und eine Glanzstunde (und 40 Minuten) von Milan Peschel. Falls ihr also mal in guter Qualität leiden wollt, bitte schön.

Frank und Simone leben mit ihren beiden Kindern in einem Reihenhäuschen am Stadtrand. Sie sind eine glückliche Familie - bis bei Frank ein Hirntumor diagnostiziert wird.