Der argentinische Web-Designer und Pixelmacher Gustavo Viselner hat sich einigen von den unzähligen Serien gewidmet, die wir in unserem Leben so gesuchtet haben und sie in 8-Bit-Kunstwerke verwandelt. Darunter auch ein paar Klassiker von damals™ wie Der Prinz von Bel-Air, Eine schrecklich nette Familie und Wunderbare Jahre (Wendy Testerburger <3). Spoilerfrei, aber verpixelt.
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Die Emanzipation der Frau hat im deutschsprachigen Raum den nächsten Schritt gemacht: Auch Mädels malen inzwischen Züge. Und zwar in der Züricher Graffiti-Crew KCBR, die sich mit ihren Clips im Internet (und im schweizer Bahnverkehr) bereits einen Namen gemacht hat.
Ihr berühmtestes Video ist von einem Kanal namens Hans Müller und hat mehr als 2 Mio. Klicks. Der Kanal mit dem frisch erschienen Video der Girls-Crew schimpft sich Heidi Müller. Und auch sonst gibt's eine schöne weibliche Note mit der Spraydose:

Zum Start brechen die KCBR-Girls in einen Zug ein, gönnen sich ein gemütliches Dinner inklusive Wein im Bordrestaurant und lackieren sich lady-like die Nägel bevor sie Trains bomben. Und neben passenden "Schriftzügen" wie 2 Girls 1 Can gibt's nicht nur Wholecars, sondern sogar einen Wholetrain. Kann Frau so machen im Jahr 2018.
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Und das Netzdurchsuchungsgesetz so: Ach komm, kein Bock mehr - wir lassen einfach irgendwelche Mitarbeiter von Facebook, Twitter & Co entscheiden, was in Deutschland gesagt werden darf und was nicht. Das geht bestimmt gut.
Tja. Oder auch nicht. Denn nachdem gleich zu Beginn des Jahres die ersten Satire-Tweets der AfD Titanic gesperrt wurden, trifft es nun die gute Barbara auf Facebook, der wegen Verstößen gegen die Gemeinschaftsstandards eine Löschung auf FB droht. Und das obwohl sie mit ihren Sprüchen in den meisten Fällen sogar gezielt Hatespeech auskontert und mit einer Prise Humor in etwas Positives verwandelt.
Anscheinend kann selbst ein wahlloses "Arschloch" schon als Grund für eine Löschung ausreichen und alles ist reine Willkür, wie die geclaimten und weniger als harmlosen Beispiele der Überklebenskünstlerin zeigen. Und wenn das alles so weitergeht, ist Satire in den sozialen Medien vermutlich bald tot (oder wandert hoffentlich woanders hin). Zumindest in Deutschland. Danke, Heiko Maas.

Hi Leute,
ich bin wieder zurück im Netz, die kleine Auszeit hat gut getan.
Leider gibt es ein Aber:
In den letzten Wochen haben Facebook und Instagram zahlreiche Beiträge von mir gelöscht, weil sie angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Dabei wurde mir gedroht, dass mein Account gelöscht wird, wenn das nochmal passiert.
Es waren (aus meiner Sicht) völlig harmlose Beiträge, die sich gegen rechtsradikale Schmierereien und diskriminierende Schilderbotschaften gerichtet haben, ihr kennt meine Arbeit.
Leider kann ich die betreffenden Fotos hier nicht zeigen, sonst löschen die tatsächlich meinen Account.
(Es geht zum Beispiel um das Foto “Mein kleiner, grüner Kaktus”, das Foto mit dem Aufruf einen Tanz-Flashmob vor einem beleidigenden Schild zu machen, den Brief von Bernd H. mit dem AfD-Kugelschreiber, ein Foto von einem Verkehrsschild, dem ich einen Bikini hinzugefügt habe. Und weitere Beiträge, die meines Erachtens gegen kein Gesetz der Welt verstoßen.)
Über das Löschen von Beiträgen entscheiden irgendwelche Angestellte von privaten Firmen im Auftrag von Facebook und Instagram, die im Schnellverfahren entscheiden und nicht einmal irgendwelche Gründe für das Löschen nennen.
Ich sehe die Freiheit im Internet dadurch mehr als nur bedroht, sie wird aus meiner Sicht dadurch ruiniert.
Wie soll Satire im Internet funktionieren, wenn die Satiriker dem Urteil von privaten Firmen ausgesetzt sind, die sich als Richter aufspielen.
Um das klar zu sagen: Ich bin auch der Meinung, dass etwas unternommen werden musste, um Hass und Gewaltandrohungen im Internet einzudämmen. Wenn zum Beispiel etwas strafrechtlich relevant ist, dann gibt es dafür das Strafrecht.
Aber Satire kann in den sozialen Netzwerken unter den gegebenen Umständen nur noch zensiert stattfinden.
Es beginnt schon mit der Zensur im Kopf. Ich muss mir jetzt gut überlegen, ob ich einen Beitrag poste oder nicht, denn die Gefahr, dass meine Seite komplett gelöscht wird, ist allgegenwärtig.
Das war auch vorher schon so, bezog sich aber meistens auf die Darstellung von Nacktheit, dem prüden amerikanischen Verständnis davon, dass ein weiblicher Nippel etwas Schreckliches ist, nichtmal eine stillende Mutter durfte gezeigt werden. Auch der weltberühmte David von Michelangelo durfte nicht gezeigt werden, weil man seinen Pipimann sehen konnte. (Stand sogar in den FB-Gemeinschaftsstandards)
Damit musste und konnte ich irgendwie leben, aber willkürliche Zensur meiner Arbeit durch Privatfirmen, die offensichtlich nicht die geringste Ahnung von Satire haben, empfinde ich als unwürdig und es erstickt meinen Schaffenswillen im Hinblick auf die sozialen Netzwerke.
Ich kann und werde auf der Straße weiterhin meine kleinen Zettelbotschaften kleben, aber ich werde mir genau überlegen, wie ich mit dem veröffentlichen von Fotos auf Facebook und Instagram umgehe. Beuge ich mich der Zensur und poste nur noch völlig unverfängliche Love-Messages, die keinen möglicherweise verfänglichen Interpretationsspielraum offen lassen und sende damit ein verfälschtes Gesamtbild meiner Arbeit in die Welt, oder lasse ich es ganz und konzentriere mich auf die Straße, wo ich wirklich frei bin?
Ich werde die Entwicklungen beobachten, bewerten und irgendwann eine Entscheidung dazu fällen.
Ich habe ständig versucht dem Hass im Internet mit meinen Botschaften etwas entgegenzusetzen, habe dafür super viel positives Feedback bekommen, nicht zuletzt sogar den Grimme online Award. Dass ich jetzt von den Plattformen Facebook und Instagram dafür abgestraft werde, fühlt sich schrecklich und unwürdig an. Ich liebe die Freiheit und kann auf Dauer nur dort agieren, wo ich sie leben kann.
Facebook war mal so ein Ort und ich werde genau hinschauen in welche Richtung sich das alles entwickelt.

In Liebe und der Hoffnung, dass sich die Sache zum Guten wendet,
Eure Barbara.

Quelle: Barabara auf Facebook

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Als Hamburger gehört Regen ja quasi zu meinem Alltag, besonders leiden kann ich dieses ständige nass aber trotzdem nicht. Es sei denn natürlich, ich bin zuhause und muss nie mehr raus. Dann kann das ja eigentlich doch ganz schön sein. Und sieht ungefähr so (oder auch ganz anders) aus wie in dieser zu einem Gif verwandelten Bude vom Nerdlancer.


Short, but sweet. Ein kurzer, aber süßer Kurzfilm, der das gesamte Fantasy-Genre - inklusive der 100 Stunden Herr der Ringe - innerhalb von 2 Minuten und 15 Sekunden abreißt. Mit einem Märchen auf Speed, einem Drachenfeuerwerk aus Meta-Gags und viel Romantik am Ende. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute - in Scheidung.
Short but sweet – Ein Fantasy-Film über Fantasy-Filme
via


Und hier die Übersetzung für alle, die zu alt für den Scheiß sind (oder zu jung):

Ballern - Drogen nehmen
Emma - MDMA
Guenther - Gras(s)
Peter - Peace, was wiederum Haschisch ist
Pepsi - Pepp, was wiederum Speed ist
Alice (im Wunderland) - LSD

via

Dr. Oetker brennt auf Twitter gerade heißer als der Ofen, in den ihr eure Pizza werft. Props für die beste Punchline des zugegeben noch nicht allzu langen Jahres.

Update: It was just a prank, bro.

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Das Jahr geht in die zweite Twitter-Woche und alles sieht irgendwie schon nicht mehr ganz so rosig aus, wie es noch halb betrunken am Neujahrstag wirkte. Die Weltpolitik vergleicht ihre Schwänze mit atombombenstarken Knöpfen, selbst die Revoluzzer sind inzwischen konservativ und das NetzDG löscht leider nicht nur AfD-Tweets, sondern lässt derzeit einfach mal Firmen entscheiden, was in Deutschland zensiert wird und was nicht (was zu erwarten war).
Und dann ist es auch noch arschkalt. Klasse. Scheint also wieder mal ein richtig tolles Jahr zu werden. Naja. Zum Glück gibt's ja noch Netflix. Und nächste Woche auch wieder einen Twittwoch. Bis dennsen.


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