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Es ist mal wieder soweit. Langenscheidt hat die Kandidaten für das Jugendwort des Jahres 2017 zur Wahl frei gegeben, werte Jugendliche. Mit dabei sind nun auch I bims, vong und Was ist das für 1 Life, die allesamt letztes Jahr die Runde machten, mittlerweile selbst von der Polizei und der Kirche benutzt werden und damit eigentlich nicht weiter weg vom Jugendsprech sein könnten.
Bis auf den guten alten Dab und nicenstein ahn' ich den Rest aber ma' so gar nicht bzw. spricht zumindest in meinem Umfeld absolut niemand so. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich in keinem Squad (eine extrem coole Gruppe) bin. Ein Glück.

Hier die Liste, fellow Kids:

fermentieren (kontrolliertes Gammeln)

Dab (Tanzfigur, bei der eine Hand vors Gesicht und die andere schräg nach oben gehalten wird)

Was ist das für 1 Life? (Ausdruck von Erstaunen in einer außergewöhnlichen Situation)

gefresht (ohne Durst, sitt)

Squad (extrem coole Gruppe)

nicenstein (perfekt, allen Wünschen entsprechend)

selfiecide (Tod durch den Versuch, ein Selfie zu machen)

Noicemail (nervige Sprachnachricht)

I bims (Ich bin)

GEGE (Good Game, gg, drückt Zufriedenheit aus, aus dem Computerspiele-Jargon)

belastend (unschön, unangenehm)

unlügbar (definitiv, unbestritten)

Ahnma (versuche, es zu verstehen)

vong (von)

Merkules (Mischung aus Angela Merkel und Herkules)

Bruh (Abwandlung von Bro, Bruder)

unfly (uncool)

fernschimmeln (nicht am gewohnten Platz chillen)

geht fit (geht klar, passt)

sozialtot (nicht in sozialen Netzwerken angemeldet)

lit (sehr cool)

napflixen (ein Nickerchen machen und dabei einen Film laufen lassen)

looten (einkaufen gehen, aus dem Englischen für "Beute")

emojionslos (ohne Emojis)

schatzlos (single)

Textmarkeraugenbrauen (stark betonte, akkurate Balken anstelle von Augenbrauen)

tinderjährig (alt genug, die App Tinder® zu nutzen)

Teilzeittarzan (Jemand, der sich hin und wieder wie ein Affe verhält)

tacken (Nachrichten schicken, während man auf dem Klo sitzt, Mischung aus texten und kacken)

trumpeten (große Versprechen machen, ohne an die Folgen zu denken)


Anscheinend steht irgendwo geschrieben, dass jeder, der mal 15 Minuten Fame hatte, auch dazu verpflichtet ist Musik zu machen. Oder man verdient mit Gedichten einfach nicht genug Geld und für die Glückskeksfabrik hat's nicht gereicht. Jedenfalls macht Julia Engelmann jetzt auch Musik, die wie Jim Pandzko klingt, der wie Max Giesinger klingt.
Nix Neues also. Bis auf eine Sache. Die YouTube-Kommentare sind diesmal ausnahmsweise nicht superdumm, sondern hier und da sogar 'n Smiley wert. Das erlebt man auch nicht alle Tage. Danke dafür, Julia. Eines Tages wirst sicher auch du darüber lachen und so. Weißt du ja.


Ich poste hier ja selten was von mir, weil ich finde, dass andere schon oft genug über sich selbst reden. In letzter Zeit bin ich aber wieder ein bisschen am Mucke machen, habe einen alten Song von mir geremixt und jetzt kann man ihn sogar hören. Auf soundcloud nämlich. Und da er mir ausnahmsweise mal ganz gut gefällt, dürft ihr den nun auch hören.
Wer ganz viel Langeweile hat, kann hier mehr horchen: 'ne kleine Sammlung aus den Beats von mir, die gar nicht mal sooo scheiße geworden sind.

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Wunderschöne animierter Kurzfilm, der ein bisschen so ist, als würdet ihr an einem Sonntagnachmittag einen gemütlichen Spaziergang durch den Wald macht. Da, wo sich Fuchs und Hase Wal gute Nacht sagen. Und jeder Frame sieht nicht nur aus wie gemalt, sondern ist es auch. The Art of Nature. 🦊🐳
...weiterlesen "Kurzfilm: Fox And The Whale | The Art of Nature"

Namen deutscher Punkbands


Von A wie Acht Bier Später bis Z wie Zum Kotzen. Meine Favoriten sind aber trotzdem: das Arschfaltenquintett, The Deine Mutter und Halb Mensch Halb Keks. Schade, dass The Toten Crackhuren im Kofferraum nicht beim Katapult-Magazin dabei sind. Bester Name.

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Gestern gab es bei den BET HipHop Awards zum ersten Mal eine Freestyle-Cypher. Der gute alte Eminem nutzte seine 4 1/2 Minuten, um pausenlos Lines gegen Präsident Covfefe zu schießen. Ein lyrisches Massaker, bei dem es auch für mich nur eine Seite gibt. Hip-Hop. One Love. And Truck Fonald Dump (and fuck censorship, too).

“Any fan of mine who’s a supporter of his, I’m drawing in the sand a line—you’re either for or against. And if you can’t decide who you like more and you’re split on who you should stand beside, I’ll do it for you with this: fuck you.”

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Der 41. Twittwoch des Jahres nähert sich so langsam dem Ende von 2017, hält von Obergrenzen auch außerhalb von Restaurants nicht viel und verfängt sich thematisch größtenteils wieder mal im schönen (n)irgendwo. Und zur "Vorfreude" auf Weihnachten bekommt ihr passend zu den Lebkuchen im Supermarkt den ersten Weihnachts-Tweet serviert. Bon appetit. Und bis nächste Twoche.

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Die 3. Staffel Rick & Morty ist leider leider leider durch, dank dem Graffiti-Künstler Lushsux geht sie aber zumindest auf der Grenzmauer zwischen Israel und dem Westjordanland weiter. Dort hat sich die alte Kampf-Gurke u.a. nämlich inzwischen in Illegal-Border-Wall-Rick verwandelt. Bester Move.

And there's more:


via blogrick


Schade, dass sie niemanden suchen, der alt, planlos und erfolglos ist. Sonst hätte ich mich ja beworben.

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Ich werde ja heutzutage immer öfter belächelt oder schräg angeguckt, wenn Leute sehen, dass mein Handy noch Tasten hat. Und da ich auch noch nie ein Foto von meinem Essen irgendwo hochgeladen habe, bin ich in dieser "Horror"-Story wohl ganz klar TeamTyp.
Übrigens wurde ich sogar mal relativ ernst gefragt, wie ich denn ohne Whatsapp überhaupt noch für meine Freunde erreichbar sein könne. Naja. Momentan nur per Anruf, Mail, SMS, Facebook, Twitter, Google+, Tumblr, soup und Soundcloud. Man muss ja nicht jeden Scheiß mitmachen.

Würden wir vermutlich alle gerne wissen. Zum Glück gibt es Mama, die wie immer eine Antwort auf die schwierigen Fragen des Lebens weiß.

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