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In den letzten Wochen war ich teilweise so fertig, dass selbst tippen aufm normalen Keyboard anstrengend war. Ich bin dann erstmal auf die Bildschirmtastatur von Windows ausgewichen, mit der man allerdings ungefähr so "schnell" schreiben kann wie dieses ermüdende Faultier aus Zootopia, das beim Amt arbeitet.
Daher hab' ich mal nach Alternativen bzw. Tastaturen für Menschen mit Behinderung gesucht und bin auf meiner Google-Reise auf Dasher getroffen. Ein von der Cambridge University gebasteltes Open-Source-Schreib-Programm für Menschen, die bspw. nur noch ihre Augen benutzen können oder allgemein nicht so easy auf einer Tastatur tippen können, aber trotzdem schnell texten wollen (angeblich soll man mit ein bisschen Übung auf 39 Worte pro Minute kommen, was ungefähr einer normalen Durchschnittstippgeschwindigkeit entspricht - das Gif oben ist bspw. von mir und Originalspeed).
Und ich finde das nicht nur cool, weil es so inklusiv ist, sondern auch, weil es nebenbei aussieht wie ein flashiges Buchstaben-Game, das durchaus Spaß beim Schreiben macht und sich wie ein Gedächtnis-Trainings-Spiel anfühlt. Probiert's gern mal aus - hier der Download-Link.


Zum 20. Geburtstag des wahrscheinlich einflussreichsten Musikprogramms der 2000er aka FL Studio aka Fruity Loops spendiert der Hamburger Künstler Lennart Menkhaus eine farblich sehr schmackhafte Müsli-Mix-Illustration (zu diesem lesenswerten Juice-Artikel).
Die Musiksoftware, die nebenbei bemerkt von den Machern eines Porno-Tetris stammt, ist u.a. einer der Auslöser für Grime & Dubstep und wird bis heute massiv von Hip-Hop-Producern genutzt. Und von mir übrigens auch.
Alles Gute zum Jubiläum, du oft gecracktes, aber stets perfektes Instrument für Menschen, die eigentlich gar kein Instrument spielen können. Stay tuned, FL.

»Wenn du meine Beats anhörst, könntest du glauben, ich sei ein guter Pianist. Aber ich kann nicht gut Klavier spielen, ich beherrsche nur FL Studio.« Was der Produzent Teddy Walton über die Entstehungsgeschichte seines Beats für »LOVE.« von Kendrick Lamars Album »DAMN.« im Interview mit Genius resümiert, kann beinahe exemplarisch für eine ganze Generation von Beatmakern zitiert werden.
So war es oft kein jahrelanger Musikunterricht, die elterliche Plattensammlung oder gar das teure Equipment des großen Bruders, was vielen heutigen Produzentenstars den ersten und oftmals auch finalen Zugang zum Musikmachen ermöglichte, sondern – richtig – eine quietschbunte Computersoftware. (Quelle: Juice)


...weiterlesen "Das wohl einflussreichste Musikprogramm der 2000er: Fruity Loops feiert seinen 20. Geburtstag"