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Ich habe nachgeguckt. Es sind 197 Kontakte in meiner Telefonliste. Ein Hans ist nicht dabei. Und weit mehr als die Hälfte sind Frauen. Ich wünschte, unsere Regierung wäre ein bisschen mehr wie mein sich meistens durch Alkohol erweiterndes Telefonbuch. Einen Horst gibt es dort nämlich auch nicht.


Diesen Tweet, der auf Twitter eine kleine "Jogging"-Welle ausgelöst hat, lasse ich einfach mal so hier stehen. Schließlich kann ich da nicht mit reden. Ich trage Jogginghosen nur aus Mittel zum Swag - und mag generell keine Menschen, denen man hinterherlaufen muss.
Ich scrolle in der Zeit lieber durch meine Timeline. Das ist ja im Grunde auch sowas wie joggen, nur eben für die Finger.

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Ich habe ja noch nie eine Folge von Doctor Who gesehen, weiß aber, dass der Hauptdarsteller alle 1-2 Staffeln wechselt und ein neuer Schauspieler die Rolle besetzt. Nun ist es also das erste Mal eine Frau geworden. Und ich für meinen Teil würde ja sagen "Who cares?". Laute Stimmen im Internet scheinen aber durchaus sehr empört zu sein, weil eine Frau als Heldin in einer Sci-Fi-Serie angeblich nicht passen würde. Ich versteh die Aufregung trotzdem nicht. Die Serie heißt ja nicht Doctor He. Und die 50er sind inzwischen ja auch vorbei.


Das Team von extra3 hat den männerdominierten Spieß mal umgedreht und ist durch eine Fernsehlandschaft mit einem umgekehrten Frauenbild gezappt. Mit allem drum und dran. Und Daisy Trump. Vielleicht einigen wir uns ja irgendwann mal auf einen Mittelweg zwischen dem Ding und der Realität.

Ich dachte ja immer, Ü-Eier für Mädchen wären schon bekloppt genug. Anscheinend gibt es da aber noch viel schlimmere Unfälle und Unfällinnen.

Weibliche Graffiti-Sprayer sieht man ja so gut wie nie in den üblichen Videos. Aber keine Sorge, es gibt sie. Girl Power, eine Doku über jene besagte Frauen in der illegalen Straßenkunstszene, soll genau das zeigen. Und nach über 5 Jahren in der Mache ist der Film inzwischen nun wohl auch soweit. Auf jeden Fall gibt es schon mal einen ziemlich spannend aussehenden neuen Trailer.

„Girl Power is a documentary that presents female graffiti writers from fifteen cities – from Prague to Moscow, Cape Town, Sydney, Biel, Madrid, Berlin, Toulouse, Barcelona and all the way to New York. The graffiti community is predominantly a man’s world, and men often share the view that graffiti – namely the illegal kind – is not for girls. And yet women have become increasingly more emancipated in recent years; there are female graffiti shows, magazines and websites. Girl Power captures the stories of ladies who have succeeded in the male graffiti world." 

"However, Girl Power is more than just a look into the graffiti microcosm; it tells the moving story of Czech writer Sany, who decided in 2009 to capture female emancipation in graffiti on film and to give other girls and women the possibility to express themselves. It took her 7 long years to complete the documentary. We follow her life with graffiti, her motivation and values that keep changing as the years go by. We will also meet her family, who are absolutely unaware of Sany’s „second life“. Sany sacrifices a lot for the film, but even when she’s at the end of her tether, she refuses to give up on her dream – to make the very first movie depicting females in graffiti.“

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Die erste Staffel fand' ich ja gar nicht mal so schlecht (mal abgesehen von einigen seltenen Witzen, die einen MarioBarth tragen). Für 'ne deutsche Serie war's aber echt ziemlich gut. Nun ist also auch die zweite Season von Ulmen's genderigen Webserie raus. Und zwar wieder komplett auf YouTube (21 Folgen à 5 Minuten). Kann man auf jeden Fall ganz gut Zeit mit rumkriegen.

Wer die ersten Folgen verpasst hat, klicke hier entlang:
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Eine neue Ausgabe der 8-Bit-Philosophen von Wisecrack (die anderen Episoden via Playlist). Und es passt sowohl thematisch und farblich gerade ziemlich gut in eine Zeit, in der ich manchmal ja lieber schwul wäre als deutsch. 

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Ein dunkeldüsterer Animationsfilm aus Dänemark, der von einer Zukunft erzählt, in der Frauen und Kinder durch eine Plage ausgestorben sind. Und in der sich Männer über Jahre in neandertalige und Instinkt getriebene Hormonster verwandelt haben, die nur noch nach Sex gieren. Übrig geblieben sind nur noch die zwei Waisenkinder Jonas & Albert. Zusammen versuchen sie schlicht zu überleben. 
Der dystopische Kurzfilm von Profile Pictures ist mitunter eine ziemlich verstörende Angelegenheit (und definitiv nicht jugendfrei aka nsfw) aber ich mag ja diese "was wäre, wenn..."-Vorstellungen immer irgendwie. Auch wenn ich auf Frauen nur ungern verzichten würde. Ich mag Frauen (bis auf ca. 90% von ihnen im Fernsehen, auf die verzicht' ich gerne).


(Direktlink)
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Sookee liefert mit ihrem vorläufigen Abschiedsbrief eine schöne Ergänzung (und eine Abrechnung) zum Thema Frauen im Rap. Ich bin zwar nicht in jeder Hinsicht auf ihrer Seite (aber zu 90% schon, mehr darüber hier), finde es aber dennoch wichtig, dass es Tracks wie diesen gibt.
Ist doch schön zu hören, dass Hip-Hop (auch) ein politisches Forum mit Niveau (und eben mit Stimmen und Gegenstimmen) sein kann. Ganz abgesehen davon bockt mich der leicht aggressive Song von ihr (vom neuen Album Lila Samt) aber auch vom Sound. Ich mag dich wütend, Sookee (und deshalb bist du auch ein Bad Boy!).

Und weil's thematisch aktuell so schön passt und eine etwas andere Darstellung (mit eigentlich der gleichen Aussage, nur als Satire und witziger) ist, gleich nochmal Bad Boy von Edgar Wasser.

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Sarah Silverman startet mittels einer Penistransplantation eine Crowdfundingaktion, um Lücken zu schließen. Einmal die zwischen ihren Beinen. Und zweimal die zwischen den immer noch unterschiedlichen Gehältern beider Geschlechter (in Deutschland verdienen Frauen ca. 22% weniger für die selbe Arbeit). Dafür wird der weibliche Comedian im Starter-Clip kurzerhand zum Bad Boy. Und ich liebe diese Frau einfach. Auch mit Penis, wenn's sein muss.      

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Gibt's schon etwas länger und ich häng etwas hinterher. Dafür gibt's aber gleich 10 Folgen auf einmal (via Playlist) von Christian Ulmen's neuen Mini-Serie "Mann/Frau". In der geht's, wie ihr euch beim Titel clevererweise schon gedacht habt, um Männleins und Weibleins. Und, nein - keine Angst - es kommt jetzt kein typischer Rückwärtseinpark-Fußball-MarioBarth-Scheiß (ab und an schon, aber das ist erträglich).
Die Webserie kann tatsächlich ein bisschen was und mir gefällt besonders, wie sie erzählt wird.. Nämlich 1. in nur jeweils 4 Minuten langen Folgen und somit genau richtig für meine Aufmerksamkeitsspanne, und 2. abwechslungsreich durch das Hin- und herswitchen zwischen Männer- und Frauen-Folgen.

Neben Ulmen höchstpersönlich tauchen übrigens auch Collien-Ulmen-Fernandes und Friedrich "supergeil" Liechtenstein in der Serie auf. Aber macht euch keine Hoffnung, keiner der beiden ist nackt zu sehen. Das kann ich jedenfalls für die erste 6 Folgen behaupten..

 

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