Die bisher beste, wenn auch kaum geklickte Bundestagsrede zum Thema Artikel 13, die die Debatte und das Problem rundum die derzeitige Urheberrechtsreform nochmal gut zusammenfasst. Anke Domscheit-Berg (Linke) legt dabei auch interessante Zahlen offen, durch die erneut klar wird, warum "Uploadfilter" im Koalitionsvertrag urpsrünglich mal als "unverhältnismäßig" abgelehnt wurden. Weil sie es sind. Das findet inzwischen sogar auch die CDU und ist nun wieder dagegen - allerdings nur im deutschen Internet (lol, diese Trolle). Demotermine in fast allen deutschen Städten findet ihr hier.

"Von 10.000 Inhalten soll übrigens nach Angaben der Urheberrechtslobby nur ein einziger das Urheberrecht verletzen. Das sind lächerliche 0,01%. Die Fehlerrate ihrer Uploadfilter geben Hersteller - mit offensichtlich auch noch geschönten - 1% an. Aus diesen Zahlen kann man aber das Verhältnis errechnen von zurecht und zu unrecht gesperrten Inhalten. Auf 100 zurecht gesperrten Inhalten kommen 10.000 zu unrecht gesperrter Inhalte. Das sind jährlich etwa 30 Mio. unrechtmäßig gesperrte Inhalte."

Cannabis hat es dank einer Petition wieder mal in den Bundestag geschafft und Georg Wurth (Inhaber vom Deutschen Hanfverband) mit einer Rede einsteigen lassen, nach der eigentlich kein normal denkender Mensch mehr gegen eine Legalisierung/Entkriminalisierung sein könnte. Die von der CDU/CSU/AfD sind es aber natürlich trotzdem - wie immer ohne wirkliche Argumente.
Dabei ist die Sache eigentlich klar: Wenn es der Regierung tatsächlich um die Gesundheit ihrer Bürger geht (vor allem die der Kids), muss sie im Grunde einer kontrollierten Freigabe zustimmen. Alles andere wäre eindeutig Quatsch, also: gebt das Hanf verdammt nochmal endlich frei. Es wird Zeit.

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Gestern wurde die Bundesregierung anscheinend gehackt. Tja. Im Bundestag arbeitet man währenddessen weiter hart an der Digitalisierung in Deutschland - und shreddert Disketten. Ein Symbolbild für den technischen Fortschritt.