Das Ding ausm Sumpf steigt heute mit seinem neuen Album empor, klingt immer noch ein bisschen wie der bayrische Sohn von Marteria und Käpt'n Peng auf gitarrigen Deichkind-Beats und ich kann echt nicht sagen, dass ich diese Kombi schlecht finde. Am Mittwoch durfte ich vorab ein kleines Album-Pre-Release-Konzert und fand nicht nur den basslastigen Sound live ziemlich gut (könnte auch ein Festival-Ding werden), sondern auch seinen Gitarrenmann und Backuprapper namens Premierminister sehr entertainig. Gutes Ding. Ich mag gute Dinge.

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Meine Lieblingskühe haben ein neues Album über den Heimatort von Memes, Streams und Cookies gemacht: das Internet. C.O.W. 牛 erheben sich erneut von der Weide und glitchen wieder in die digitale Beat-Production. Mit Feature-Gästen wie Kid Simius & Dexter. This is how "kuhl" sounds.

The internet is a place of uncountable content, phenomenon and impressions. However, in the worldview of the collective all of these can be comprised into four elements: EPIC, FURY, LOVE and DRUGS. A philosophical concept turned album. Four elements that define our surrounding, our taste- and opinion-makers, our filterbubbles and echo-chambers. We all know and experience them when traveling through that fantastic space.





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Es ist Tarek K.I.Z., ihm gibt niemand ein Korb - dafür er uns aber ein Album. Der nubische Prinz der erwachsen gewordenen Kannibalen in Zivil lässt den Golem frei, dessen Seele schwarz wie eine Coca Cola ist. "Hier endet der Ironie-Raum (...) Jetzt geht es an die Substanz.", schreibt die ZEIT. K.I.Z. für immer, schreibe ich.


Es fühlt sich immer seltsam und etwas surreal an, neue Musik von verstorbenen Künstlern zu hören. 2018 ist Mac Miller mit gerade mal 26 Jahren zur leider verstorbenen HipHop-Legende geworden. Heute ist das von seiner Fam angekündigte Postmortem-Album erschienen, zu dem jeder Song ein Musikvideo bekommen hat und das wirklich nach einem großartigen Vermächtnis klingt. HipHop lebt. In einer Playliste für die Ewigkeit.

Everybody's gotta live
And everybody's gonna die
Everybody's gotta live
I think you know the reason why

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Electro-Producer und Hamburger Remute hat nach seinem Album für den SEGA Genesis auch eins als SNES-Cartrige gemixt. Freshe Retrosounds für die Nintendo-Konsole der Kindheit als nostalgisches Gesamterlebnis. Und angeblich das erste seiner Art. Nice one.

'The Cult Of Remute' is the first ever plug and play music album on a SNES / SFC cartridge and Remute's 10th album. 16 songs (+ 2 bonus tracks) + code and eye-candy by talented SNES-programmer Molive.
And yes: songs get played back by the console's SPC700 soundchip in realtime - no microSD, no USB, no WAV-file streaming. Just pure chip. 🙂



Eine kleine Deutschrapladung aus 3 neuen Alben, die alle mehr oder weniger frisch erschienen sind und hier bei mir gerade so durchlaufen. Mit dabei der aus dem Kiox verschickt werdende Kiox von Kummer, Johnny Rakete als trauriger Junge mit Rauch in der Lunge und Frank Hemd trägt das One Million Dolar Smile.
Und keine Angst, die klingen nicht alle gleich - und keiner von ihnen mag Modelabels, dicke Karren oder sexistische Kackscheiße. Dafür gibt's kapitalismuskritische Vibes, kiffende Selbszweifel und lächelnde gute Laune.

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Die Deichkinder haben ihr neues und insgesamt 18 17 Songs starkes Album releast. Richtig gutes Zeug. 👌



Tretti hat nach seinem Meisterwerk #DIY nachgelegt und mit seinem Produzenten-Dreamteam Kitschkrieg ein neues Album gemacht, das seit genau heute draußen ist (spotify-Link).
Trap-Melancholie aus grauer Plattenbauromantik und autogetunten Wellblechsounds II. Inklusive dem vielleicht am schönsten in Worte gefassten und atmosphärischsten Gedenksong, über den ich jemals gestolpert bin.


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Land in Sicht Hörweite: Das neue Album der Orsons ist draußen und nimmt euch mit auf einen Trip zur Insel der Deutschrapboybande mit den wunderschön fetten Beats. Die Reise nach Orsons Island. In vier Kapiteln. Ich und meine Ohren sind dann mal weg. Ciao (mit O).


Eigentlich bin ich ein bisschen spät dran damit, mein meistgehörtes Album des letzten Jahres zu posten. Rockstah's Cobblepot ist aber ein so wunderschön nerdiges und retromantisches Album-Konzept aus melancholisch nostalgischen Texten und 80's-Synthwave-Beats, das es sowas wie mein Stranger Things unter den LPs ist (der Song "Pinguin" klingt sogar wie die Titelmelodie).
Und ich finde es sowas von stimmig, dass der eine Typ vom Vergangenheitsbewältigungspodcast (aka Radio Nukular) auch ein Vergangenheitsbewältigungsalbum gemacht hat, dass ich es hier einfach nochmal erwähnen musste. Meine Favorite-Anspieltipps neben den Video-Auskopplungen: Will Russel, Bergen aan Zee, Mond & VHS.

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Dieser Tua ist ja nicht nur ein begnadeter Producer mit Hip-Hop-, Drum'n'Bass- & Trance-Einflüssen, sondern auch ein wahnsinnig guter Rapper, dessen Solo-Platten ich immer noch zu meinen Lieblingsalben zähle. Und am 22.03.2019 kommt vermutlich endlich ein neues Werk vom Grumpy-Face der Orsons-Bande dazu. Ich freu mich - und gebe euch schon mal die erste Single mit: Vorstadt.

"Ich habe die letzten drei Jahre dran gearbeitet und habe zwischendurch meine geistige Verfassung in Frage gestellt, mein soziales Leben eingestellt und im Studio gelebt. Hab mir da ein ganz schönes Stück aus dem Leib geschnitten. [...] Ich kann's kaum erwarten, es euch zu zeigen."


Der vor allem durch Beats von Marteria/Marsimoto bekannt gewordene Producer Dead Rabbit ist auf Solo-Album-Kurs und bringt gleich 2 Platten heraus, eine mit nationalen Features und eine mit internationalen Features. Bright Lights & Dark Shades. Ich mag den Sound von Deady und bin gespannt, wie der sich auf dem anscheinend über lange Zeit entstandenen Doppel-Album entwickelt hat. Könnte sehr gut werden.

Auf den insgesamt 24 Songs von “Dark Shades / Bright Lights” finden sich kleine Hymnen und große Basslines, Retro-Dancehall und Future-Pop, leise Momente und Futter für die Heute-kann-ich-kann-die-Weltzerreißen-Playlist. Zusammengehalten wird all das von Dead Rabbits tatsächlich einzigartigem Produktionsstil.
In seinen Beats mischt sich das Rohe, Kaputte der DIY-Kulturen Rap und Dancehall mit einem untrüglichen Gespür für Harmonien, Arrangements und Kontraste, und vor allem einer unterschwellige Melancholie und unaufdringliche Tiefe, die selbst die augenscheinlichen Turnup-Momente durchweht.

Formell ist “Dark Shades / Bright Lights” getrennt in ein deutschsprachiges und ein internationales Album. Zu hören sind alte Helden wie Samy Deluxe oder Bay-C von der legendären Dancehall-Kombo T.O.K. Langjährige Freunde wie Marteria und dessen dauerdruffes Alter Ego Marsimoto. Neue Stars der Streaming-Ära wie Agent Sasco (der bereits Hits mit Kanye West und Kendrick Lamar aufgenommen hat) Kelvyn Colt, BRKN oder Bausa. (Quelle)