„So - wie es war - so wird es nie wieder sеin“

AnnenMayKantereit haben die auftrittslose Zwangspause in und zwischen den Lockdowns genutzt, um ein melancholisches Album über dieses seltsame, einsame und abgefuckte Jahr 2020 zu machen. Pandemie-Blues für die dunkelnasskalte Stimmung im kontaktlosen Corona-November.

So. Es ist fertig. Unser drittes Album. Es heißt „Zwölf“. Es ist ein Album aus dem Lockdown.

Ein Album, das unter Schock entstanden ist. Für uns hat es immer drei Teile gehabt – den düsteren Beginn, das Aufatmen danach und die süß-bittere Wahrheit zum Schluss. Wir wünschen uns, dass dieses Album am Stück gehört wird. Die Reihenfolge der Lieder hat für uns Bedeutung, und wer so großzügig ist sich das Album auch in dieser Reihenfolge anzuhören hat einen gepolsterten Sitzplatz in der Mehrzweckhalle unserer Herzen.

Hoffentlich bis bald. Hoffentlich.
Severin, Christopher, Henning.

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Selbst in einem Freestyle bringt 1 Member aus der Orsons-Gang mehr relevante Lines unter als andere Rapper auf einem ganzen Album. Apropos Album. Die Orsons haben in einer Zeit, in der man schlecht auf Tour gehen kann ein Album darüber gemacht, wie gut es ist, auf Tour zu sein. Das dokumentierte Ergebnis: Perfekt abgemischte Roadtrip-Vibes und Party-Urlaub-Feelings für die Ohren, die ich jetzt sehr gut gebrauchen kann. 🍺🏝️👂


Das Ding ausm Sumpf steigt heute mit seinem neuen Album empor, klingt immer noch ein bisschen wie der bayrische Sohn von Marteria und Käpt'n Peng auf gitarrigen Deichkind-Beats und ich kann echt nicht sagen, dass ich diese Kombi schlecht finde. Am Mittwoch durfte ich vorab ein kleines Album-Pre-Release-Konzert und fand nicht nur den basslastigen Sound live ziemlich gut (könnte auch ein Festival-Ding werden), sondern auch seinen Gitarrenmann und Backuprapper namens Premierminister sehr entertainig. Gutes Ding. Ich mag gute Dinge.

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Meine Lieblingskühe haben ein neues Album über den Heimatort von Memes, Streams und Cookies gemacht: das Internet. C.O.W. 牛 erheben sich erneut von der Weide und glitchen wieder in die digitale Beat-Production. Mit Feature-Gästen wie Kid Simius & Dexter. This is how "kuhl" sounds.

The internet is a place of uncountable content, phenomenon and impressions. However, in the worldview of the collective all of these can be comprised into four elements: EPIC, FURY, LOVE and DRUGS. A philosophical concept turned album. Four elements that define our surrounding, our taste- and opinion-makers, our filterbubbles and echo-chambers. We all know and experience them when traveling through that fantastic space.





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Es ist Tarek K.I.Z., ihm gibt niemand ein Korb - dafür er uns aber ein Album. Der nubische Prinz der erwachsen gewordenen Kannibalen in Zivil lässt den Golem frei, dessen Seele schwarz wie eine Coca Cola ist. "Hier endet der Ironie-Raum (...) Jetzt geht es an die Substanz.", schreibt die ZEIT. K.I.Z. für immer, schreibe ich.


Es fühlt sich immer seltsam und etwas surreal an, neue Musik von verstorbenen Künstlern zu hören. 2018 ist Mac Miller mit gerade mal 26 Jahren zur leider verstorbenen HipHop-Legende geworden. Heute ist das von seiner Fam angekündigte Postmortem-Album erschienen, zu dem jeder Song ein Musikvideo bekommen hat und das wirklich nach einem großartigen Vermächtnis klingt. HipHop lebt. In einer Playliste für die Ewigkeit.

Everybody's gotta live
And everybody's gonna die
Everybody's gotta live
I think you know the reason why


Gerade für mich entdeckt: Das blaue Buch von Tor gibt's auch als wundervolle Remix-Version mit u.a. CloZee, littlepeople und mindestens genau so breit klingenden Electrosoundflächen wie auf dem Original.


Eine kleine Deutschrapladung aus 3 neuen Alben, die alle mehr oder weniger frisch erschienen sind und hier bei mir gerade so durchlaufen. Mit dabei der aus dem Kiox verschickt werdende Kiox von Kummer, Johnny Rakete als trauriger Junge mit Rauch in der Lunge und Frank Hemd trägt das One Million Dolar Smile.
Und keine Angst, die klingen nicht alle gleich - und keiner von ihnen mag Modelabels, dicke Karren oder sexistische Kackscheiße. Dafür gibt's kapitalismuskritische Vibes, kiffende Selbszweifel und lächelnde gute Laune.

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Tretti hat nach seinem Meisterwerk #DIY nachgelegt und mit seinem Produzenten-Dreamteam Kitschkrieg ein neues Album gemacht, das seit genau heute draußen ist (spotify-Link).
Trap-Melancholie aus grauer Plattenbauromantik und autogetunten Wellblechsounds II. Inklusive dem vielleicht am schönsten in Worte gefassten und atmosphärischsten Gedenksong, über den ich jemals gestolpert bin.


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The Midnight sind eine Synthpop-Band, die sich tatsächlich durch Nicolas Winding Refn's Drive zusammengefunden hat und seitdem den neonfarbenen 80's-Film des großartigen Soundtracks weiterfährt (oder den von Stranger Things). Mit nostalgisch-melancholischen Texten über die lange lange her liegende Kindheit und die dazugehörigen Videospiel-, Film- und Zeichentrick- Klassiker von damals™.
Das aktuelle Album nennt sich passenderweise Kids und klingt in etwa so, als würde man Samstagmorgen mit 'nem Kakao in der Hand auf dem Bett bzw. vor dem Fernseher hocken und auf seine Lieblingscartoons warten. Zumindest, bis einem wieder eingefallen ist, dass die seit 20 Jahren nicht mehr laufen und man selbst doch sehr alt geworden ist. Retromantische Musik für die Zeitreise zurück ins eigene Kinderzimmer.

Kids are sad, the sky is blue
There are monsters in the spare bedroom
Kids grow up, and move away
They closed the plant and the mall arcade
Kids are sad, their parents, too
Kids get high in the spare bedroom
We grow up and move away
The seasons pass, but the monsters stay


Die allererste und mittlerweile stolze 8 Jahre alte Platte von Shlohmo hör' ich ja heute noch ganz gerne. Das Zeug danach kam für mich leider erstmal nicht mehr an diesen Sound ran und später hab' ich ihn dann irgendwie aus den Augen Ohren veloren. Bis heute: denn gerade habe ich ins nigelnagelneue Album reingehört und mag es wieder sehr. The End gut, alles gut.

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