Menschen auf Balkonen, einsame Blicke aus dem Fenster, leere Straßen. Die Welt sieht aktuell aus, als wären wir alle in einem Edward-Hopper-Bild gefangen. Sozial isoliert und auf Abstand gehalten. Inklusive einem bedrückendem Gefühlsmix aus Ungewissheit und Machtlosigkeit. Die Kunst der Vereinzelung des Menschen.
”I do not paint loneliness, I describe the absence of sociality among individuals.”
- Edward Hopper, 1965
Arte bleibt auch in einer Pandemie der beste Kultursender, überträgt die täglichen Club-Streams aus Berlin als Live-Streams und lädt sie anschließend auf ihren YouTube-Kanal, falls ihr Sets von einigen namhaften DJs verpasst habt bzw. nachholen wollt: unitedwestream.
Die Berliner Clubkultur steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte. Am Freitag, dem 13. März wurde das gesamte Berliner Nachtleben behördlich stillgelegt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden. Damit sind mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen, sowie zehntausende Kunstschaffende schlagartig ohne Beschäftigung und die vielen, für Berlin identitätsstiftenden Orte stehen vor dem Ruin. Als Antwort darauf, dass in Berlin die Clubs geschlossen sind und auch der Rest der Welt in Quarantäne sitzt, unterstützen sich Berliner Clubs, Veranstalter*innen und Künstler*innen untereinander und starten ab Mittwoch, den 18.03.2020 den größten virtuellen Club der Welt: #UnitedWeStream.
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Falls jemand einen Passierschein braucht, um auch ganz offiziell vor die Tür gehen zu dürfen. In Barsinghausen hat man das getan, was bei diesem Wort alle im Kopf haben und gedenkt der Tage dem verstorbenen Comic-Helden Albert Uderzo mit dem berühmten Passierschein A38. Passt ganz gut in diese verrückte Zeit.
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Ich sitze zuhause und langweile mich
Klopapier und Nudeln sammle ich nicht
Die Kanzlerin, sie sagt: Bela bitte bleib zuhaus’
Es gibt doch jeden Tag jetzt die Sendung mit der Maus
Der Premium-Bereich von Pornhub ist für alle freigestellt
Das bisschen Quarantäne ist nicht die schlimmste Sache der Welt
Nicht nur das uns allen gerade den Arsch rettende Pflegepersonal verdient es, gehört zu werden. Auch die Ärzte.
Ein Lied für drinnen.
Ein Lied für Stubenhocker. Für Matratzentester. Für Couchpotatoes.
Ein Lied für Endlich-Plattensammlung-digitalisieren. Für Mal-wieder-Küche-wischen. Für Alle-Satellitensender-neu-sortieren.
Ein Lied für Die Sendung mit der Maus. Für Telelernen. Für Skype-Schulstunden.
Ein Lied für Händewaschen. Für anderthalb Meter. Für die Armbeuge.
Ein Lied für Krankenschwestern und -brüder. Für den Bereitschaftsdienst.
Ein Lied für Johns Hopkins. Für Robert Koch. Für Christian Drosten. Für Max Planck.
Ein Lied für Solidarität.
Ein Lied für alle.
Ein Lied für Jetzt.
Ein Lied für dich.
Auch mal schön, dass das Internet dafür genutzt wird, wofür es eigentlich gedacht ist: Der Austausch von Informationen, Ideen und gegenseitigen Hilfsangeboten, die das Leben ein bisschen einfacher machen sollen.
Über 42.000 Teilnehmer haben letztes Wochenende am WirVSVirus-Hackathon der Bundesregierung mitgewirkt und gemeinsam nach Lösungen gesucht, die uns in dieser beschissenen Situation weiterhelfen könnten. Der bisher größte Hackerthon aller Zeiten. Mit 1139 daraus entstandenen Projekten innerhalb von nur ein paar Tagen. Als online gestellte YouTube-Playliste, für die ihr mit einem einfachen Like abstimmen könnt. In Zeiten einer globalen Pandemie steht scheinbar wirklich alles auf dem Kopf: Plötzlich ist Deutschland - zumindest, was diese Aktion angeht - Vorreiter in Sachen Digitalisierung.
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Deutschrap's Heilmittel gegen das Virus: Punchlines gegen Corona ballern - bis es am Boden liegt und beerdigt wird. Clep holt dafür wie Olaf Scholz die Bazooka raus und holt sogar Deutschraps Battlehymne von Savas (vs. Eko) als Impfstoff hervor: Das Corona-Urteil.