Das Landgericht Hamburg hat es heute entschieden: Nazischlampen dürfen offiziell als Nazischlampen betitelt werden. Jedenfalls im satirischen Rahmen bzw. Kontext (siehe unten). Und es ist ja schon ein bisschen lustig, wie galant die AfD immer wieder Eigentore verwandelt. Politische Korrektheit abschaffen wollen, dann aber alle verklagen, weil man sich nicht korrekt behandelt fühlt. Und das alles wegen einem satirischen Beitrag, der wahrscheinlich total untergegangen wäre, wenn die AfD ihm keine Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Da kann man Alice Weidel wahrlich nur noch gratulieren. Sich in knapp einem Monat als "Nazischlampe" einen Namen zu machen und die Inhalte noch egaler werden zu lassen als sonst, das hat noch nicht mal Frau Kepetry geschafft.

Hier die Sätze vom Urteil:

Weidel hatte sich dagegen gewehrt, dass sie in der Satire-Sendung vom 27. April als "Nazi-Schlampe" bezeichnet wurde. Zuvor hatte die Politikerin auf dem AfD-Parteitag in Köln in ihrer Rede gesagt: "Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte." Der Satiriker Christian Ehring hatte den Satz in der NDR-Sendung "extra 3" aufgegriffen und gesagt: "Jawoll, lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht."


Im ersten Teil haben sie hinterm Mond gelebt. Diesmal marschieren die Nazis durch den Weltraum zur Erde. Während der Führer auf einem T-Rex reitet. Und ich habe mich neulich noch lustig über Hitlers Jurassic Park auf n-tv gemacht. In Iron Sky 2, der nun endlich mal einen Kinostarttermin hat (und zwar am Valentinstag 2018), gibt es ihn wirklich.

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Laut einer offiziellen Umfrage der AfD auf Twitter darf man Alice Weidel übrigens "Nazischlampe" nennen. Tja. Ist aber auch doof, wenn man erst politische Korrektheit abschaffen will und sich dann aufregt, wenn man selber nicht korrekt behandelt wird.

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Eine gruselige, gefährliche und eindeutig rechtsextreme Person. Und SS-Standartenführer Hans Landa.

Na, habt ihr schon den neuen Song von Xavier Naidoo  und seinen Söhnen gehört? Ich auch nicht. Anscheinend ist "Marionetten" aber nun die inoffizielle Hymne von Reichsbürgern. Und auf Twitter findet man jede Menge Accounts aus der rechten Ecke, die das Ding auf Platz 1 sehen wollen. Als trotziger Widerstand sozusagen. AfD-Style. Währenddessen hat sich die Stadt Mannheim bereits von ihren Söhnen bzw. dem Songtext klar distanziert.

Und ich finde das ja schon ein bisschen lustig. Stell dir vor, du bist knallhart rechts, hasst sowieso bereits alles und jeden und musst dann auch noch immer Xavier Naidoo hören. Nazi sein wär ja echt nix für mich. Und für meine Ohren noch weniger.

Keine Ahnung, wie euch das geht, aber ich habe diesmal erschreckend wenig davon mitbekommen, was gerade in Freital abgeht. Und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass das anders wär, wenn ein Flüchtling 5 Anschläge gestanden hätte. Als wäre Terrorismus nur halb so schlimm, wenn er von Nazis ausgeübt wird.

Ehrlich gesagt, überrascht mich ja mittlerweile nix mehr. Aber ein rechter Bundeswehrsoldat, der sich als Flüchtling "getarnt" haben soll, um einen islamistischen Terrorakt vorzutäuschen, ist selbst für die immer absurder werdende Realität verdammt hart. Ist aber auch echt gemein von diesen Flüchtlingen, dass sie nicht mehr Terroranschläge ausüben. So kann man die ja gar nicht richtig hassen. Tja. Dann übernehmen die Nazis eben den Job. Die lassen sich ja ohnehin viel besser hassen. Und währenddessen schimpft wahrscheinlich gerade ein IS-Terrorist über Nazis: "Sie klauen unsere Jobs !!!!1"


Je nach Größe kann es ja relativ schwierig und somit teuer sein, ein Tattoo zu übermalen oder gar zu entfernen. Und oftmals scheint das dann tatsächlich eine Barriere zu sein für Menschen, die mit der Vergangenheit abschließen und von daher gewisse Symboliken nicht mehr auf ihrem Körper tragen wollen.
Ein Tattoo-Studio in den U.S.A. hat sich dafür entschieden, ehemalige Gangmitglieder und Ex-Nazis von solchen Tattoos kostenlos zu "befreien" bzw. sie überzumalen. Cooler Move. Fast so cool wie die 12-jährige Tochter des Tätowierers, die die Anfragen von Gangstern und Rechten auf Facebook beantwortet und sie an Dad weiterleitet.

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Die 10 Gewinner des auch 2017 wieder stattgefundenen Stickerwettbewerbs gegen rechts (Reihenfolge: von oben nach unten). Dieses Jahr wurden insgesamt über 300 Bilder eingereicht, von denen mir persönlich ja die Hakenkreuzsackgasse am besten gefällt. Und falls ihr eurer Stadt eine kleben wollt - auf der Webseite der Veranstalter könnt ihr sie kostenlos bestellen (außer das Porto, das müsstet ihr zahlen).

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Und ich dachte, die Nominierung der Lochis wäre schon schlimm. Die Tatsache, dass ausgerechnet Frei.Wild mitbestimmen darf, wer gewinnt, liegt übrigens an der eigenartigen Zusammenstellung der Jury, die auch aus ehemaligen Nominierten wie eben u.a. Frei.Wild besteht.

Es gibt mehrere Fachjurys, die jeweils über bestimmte Kategorien abstimmen dürfen. Die Größe dieser Jurys variiert stark. Je nach Kategorie setzen sich die Jurys aus jeweils einem Mitarbeiter jedes BVMI-Mitglieds, ehemaligen Preisträgern und Nominierten der Kategorie und anderen passenden Fachleuten aus der Musikbranche zusammen. Bei den Sonderjurys werden die Regeln etwas aufgeweicht. (radiohamburg)

Und das Absurde ist - die "Stars" dürfen sich zum Teil auch selber in den jeweiligen Kategorien nominieren. Gut, okay. Der Echo ist ohnehin für uns alle sowieso nur Kommerzscheiße und die Frage "Ist das Kunst oder kann das weg?" ist leichter beantwortet als alles andere. Aber völkische Sänger, die völkische Bands auszeichnen während ein aluhuttragender Reichsbürger eine Bühne bekommt? Das ist mir ja dann doch ein bisschen zu viel des Guten Schlechten.  Auch wenn Frei.Wild ihren Auftritt abgesagt haben, den sie dort zusätzlich noch bekommen hätten und andere Bands und Journalisten wie immer das Ding boykottieren.

Und wer mir jetzt wieder damit kommt, dass das alles nicht wirklich rechte Bands sind, ==> hier bitte einfügen, was Olli Schulz dazu sagt <==

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Da fällt mir aber ein Käse vom Herzen. Niederlande hat's vollbracht. Der erste Spacken ist raus. Fehlen nur noch die beiden Hexen und wir sind erstmal durch mit dem braunen Mist.

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Nazis auf Rädern. Klingt ein bisschen wie Essen auf Rädern. Nur halt in schlecht. Ich kann mir das aber eigentlich schon gut vorstellen. Schließlich rufen die ja immer danach: Volksfahrräder! Volksfahrräder!

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