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Go with the flow. Oder irgendwie so. Schon manchmal beeindruckend, wie hart die Menschheit mitten in einer globalen Klimakatastrophe chillen kann, obwohl sie eigentlich dringend etwas tun müsste, um ihr zukünftiges Leben auf diesem Planeten nicht zu verkacken.

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Beruhigend zu sehen, dass offenbar auch ein paar edle Tropfen aus den Fluten gerettet und nicht weggeworfen wurden, nur weil sie nun eben nicht mehr so edel aussehen. Hätte ich dem Kapitalismus gar nicht zugetraut. Wobei es wahrscheinlich nicht lange dauern würde, bis alle Flaschen absichtlich mit Schlamm eingerieben werden, wenn sich dieses abgefuckte und vom Klima-Katastrophen-Leben gezeichnete Design noch teurer verkaufen lässt als sonst (hat irgendwie Jeans-mit-Löchern-Vibes, finde ich).
Aber ich will mal nicht meckern, solange dieser Flutwein anscheinend für eine gute Sache ist und unterstütze jeglichen Alkoholkonsum selbstverständlich gerne. Schon schön, wenn man helfen kann, in dem man sich betrinkt.

Es gibt ja so Phasen im Leben, da steht einem das Wasser - egal ob nun durch mutierte Mutanten, Dauerlockdowns oder eben tatsächlich Wasser - bis zum Hals. Und gerade haben wir anscheinend eine sehr lange, irgendwie bis jetzt nicht so richtig oder vielleicht ja auch nie ganz weggehende Phase, weil selbst wenn wir diese Pandemiescheiße irgendwann mal hinter uns haben sollten, ja immer noch dieses "kleine" Problem mit dem Klima gelöst werden muss. Da kann man eigentlich nur hoffen, dass wir das demnächst dann auch mal wirklich machen oder uns wenigstens ab und an mal ein Bier zugespült wird. Prost.

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Vielleicht ist das nur ein etwas lebensmüder und leicht ignoranter Typ, der auf einem aufblasbaren Einhorn durch die Flutwellen eines Jahrhunderthochwassers surft. Vielleicht ist genau diese "Scheiß auf Naturkatastrophe, ich mach' trotzdem weiter Party"-Attitüde aber auch ein bisschen schuld daran, dass wir die Klimakrise bisher nicht in den Griff kriegen und unser uns Planet immer wieder neue Apokalypse-Szenarien in den Weg wirft. Ich spüre jedenfalls sehr harte This-is-Fine-Meme-Vibes.

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Warnsirenen, übergelaufene Talsperren, zu Flüssen mutierte Straßen, Evakuierungen mitten in der Nacht, zusammengebrochene Stromleitungen, volle Kanalisationen durch die duschen, waschen etc. ausfällt und - the most german thing in times of crisis - überall schwimmende Autos.
Das alles muss dann wohl dieser ominöse Wohlstand sein, der uns immer so viel wichtiger ist, als die Klimakrise zu bekämpfen, die uns wie man hier deutlich sieht, sehr viel mehr kostet, wenn wir nichts tun. Vielleicht ist das Hochwasser aber auch nur deswegen so "hoch", weil ja jetzt so oft gemessen wird und wir Schlafschafe verstehen einfach alle nicht, dass das alles nur ein etwas stärkerer Nieselregen ist. Ich tendiere dann allerdings doch eher zur Theorie von Claus Kleber bzw. der eigentlich kompletten Wissenschaft. Climate change is now.

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Epecuén hatten wir hier schon mal, als Danny MacAskill über die dortigen Ruinen ge'fahrrad'et ist. Das argentinische Örtchen ist vor genau 30 durch eine Regenwelle überflutet worden und erst seit knapp 7 Jahren überhaupt wieder begehbar. Die Einwohnerzahl ist allerdings mittlerweile auf fast Null gesunken. Fast? Richtig. Denn einer ist noch übrig geblieben. Der 83-jährige - und in Erinnerung schwelgende - Pablo. 
In einer kleinen Doku (von UrtextFilms) erzählt er einen Schwank aus seiner Jugend - und spricht über die Hoffnungslosigkeit einer Geisterstadt.

"In 1985, Pablo Novak watched as the picturesque holiday town of Villa Epecuén was submerged. Everybody abandoned the town, except for Pablo. Now, over 23 years later, this modern day Atlantis has finally re-emerged , and what remains of it has become Pablo’s home, and a place for his memories."

(Direktlink)
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