Eine meiner Lieblingsstädte heißt ja Amsterdam, wo ich schon sehr oft entweder Käse oder Gras konsumierend irgendwo rumsaß und auch dieses Jahr wieder war. Im neuesten Call of Duty kann man der holländischen Metropole nun auch mit dem Gaming-Controller einen Besuch abstatten, indem man an virtuellen Grachten vorbeischlendert. Und ich glaube ja, ich habe tatsächlich mal in einem dieser vervideogame'ten Cafés ein Bier getrunken, um mich vorm Regen unter den Schirm zu flüchten. Ganz schön flashig, wie gut und realistisch das aussieht.
Ich will mehr davon. Kann vielleicht irgendjemand mit sehr viel Geld ein total langweiliges, aber grafisch superrealistisches High-End-Game entwickeln, das die gesamte Erde inklusive aller Städte eins zu eins via GoogleEarth als digitale Version kopiert? Ich hätte gerne so einen Mix aus GTA, Flugsimulator und Sims, das ein nachgebautes GoogleStreetview mit NPCs und Spielern ausstattet und mich da völlig frei rumlaufen lässt.
Am besten mit integriertem Editor, damit die weltweite Community jedes noch so kleine Detail weiter ausbauen kann, von der Sehenswürdigkeit, die man mal besucht hat bis hin zum Poster im eigenen Zimmer. Vielleicht kann man darin dann auch gleich sein eigenes Leben nachspielen, aber mit niedrigerem Schwierigkeitsgrad. Und wenn es sich auch noch in VR zocken lässt, können wir es Matrix nennen und Metaverse endlich in den Müll werfen.
Everything Everywhere all at Once meets Primer: Beyond the Infinite Two Minutes. Die Geschichte von einem Fernseher, in den man zwei Minuten in die Vergangenheit blickt und einem anderen Fernseher, in den man zwei Minuten in die Zukunft blickt. Eine sympathische Low-Budget-Filmperle aus Japan mit einem in sich verzahnten Zeitschleifen-Adventure, das daraus resultiert, dass jemand diese beiden Fernseher gegenüber stellt.
Bisher gibt es ja immer noch keinen wirklich guten Corona-Film, was wahrscheinlich auch aber daran liegt, dass absolut niemand mehr Bock hat von dem Thema Pandemie mehr als nötig zu hören. Zumal ja auch keiner so richtig sicher sagen kann, ob diese Geschichte überhaupt schon endgültig auserzählt ist (oder es sogar eine neverending und more and more boring story wird). Der Film über die quasi pinke Flausch-Version von Coroni wurde allerdings schon lange vor Omikron & Co. erzählt und hat die ganze Scheiße, die danach auf uns zu gekommen ist, offenbar schon geahnt. Nur, das sie offenbar eine rosafarbene Brille aufhatten, als sie in die Zukunft geschaut haben. Aber vielleicht lässt sich die Vergangenheit hübsch angestrichen ja auch etwas leichter verarbeiten, wer weiß. ...weiterlesen "The Pink Cloud – Zusammen. Allein. Für immer."
Twitter gehört nun einem Mann, der ungefähr so cool ist wie die CDU und 44 Milliarden für u.a. die Sprüche ausgegeben hat, die ihr hier lesen könnt. Die ersten Twitterianer flüchten bereits nach etwas, das sich Mastodon schimpft und vermutlich wie alle anderen neuen Socials der letzten Jahre irgendwann wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet (oder es kommt irgendwann der Mastodonnerstag, wer weiß). Und abseits des Internetz verwirrt uns die Natur auch noch, indem sie zur Winterzeitumstellung offensichtlich die Jahreszeiten vertauscht hat.
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Eigentlich ist ein "Blackout" ja erstmal gar nicht schlimmes, weil wir wahrscheinlich alle schon mal einen Stromausfall überlebt haben, der auf deutsch nicht ganz so dramatisch und cool klingt und in der Regel ja auch maximal mal ein paar Stunden dauert. Pro Jahr hat übrigens jeder von uns durchschnittlich so 10 Minuten einen "Blackout". Und trotzdem kein Experte wirklich für möglich hält, dass das flächendeckend und dann auch noch länger als 24 Stunden passieren könnte, ist das Wort gerade immer wieder ein Klick-Garant.
Die eigentliche Faszination für den "Blackout" besteht vielleicht aber auch eher daraus, sich vorzustellen, was passieren würde, wenn alle elektrischen Geräte von heute auf morgen mindestens eine Woche nicht laufen würden oder der Strom sogar für immer weg ist. Wenn man das weiterspinnt, ist man irgendwann bei sowas wie 7 vs. Wild, aber eben für ganz Deutschland (das hatte ja auch nicht ohne Grund so viele Klicks). Oder wir leben einfach alle wieder in Höhlen, wie in den guten alten Zeiten.
Im Grunde wollen wir also vielleicht alle nur mal gerne einen richtig guten Survival-Film sehen, in dem das alles einmal komplett durchgespielt wird. Weil wir neugierig sind. Und weil wir elektrische Geräte mittlerweile in so vielen Bereichen einsetzen, dass es fast unmöglich ist, alle Auswirkungen in einen Satz zu packen.
Dafür braucht man nämlich über 200 Textseiten, die vor knapp 11 Jahren mal als Analyse für den Bundestag geschrieben wurden und laut denen sieht Deutschland nach einer Woche ohne Strom literally sehr düster aus. Wer keinen ganzen Roman lesen möchte, kann seine Neugier aber auch mit der Serie "Blackout" befriedigen, die das quasi als Drehbuch verwendet und ein paar Hacker und Moritz Bleibtreu dazu gedichtet hat.
Natürlich bricht auch auf joyn innerhalb weniger Tage fast alles zusammen und ist sehr schnell sehr apokalyptisch, aber während ich diesen Text hier so vor mich hinschreiben und beenden wollte, hatte ich tatsächlich auch gerade einen sechsstündigen Stromausfall. In den ersten 3 Stunden nur so halb, wodurch nur noch WLAN und Kühlschrank funktioniert haben (mehr brauche ich zum überleben aber eigentlich auch nicht) und als dann alles weg war, hab ich einfach geschlafen. Und ich will nicht spoilern, aber: ich habe es überlebt.
In den letzten Jahren ist die Liste meiner Lieblings-DJ-Sets nicht nur immer länger, sondern auch immer weiblicher geworden und inzwischen sind die männlichen Parts in dieser Liste aktuell sogar deutlich in der Unterzahl. Die besten 10 davon adde ich einfach mal zu dieser freshen Doku-Serie in der ARD-Mediathek, die euch 5 Episoden lang präsentiert, wie es sich anhört, wenn Frauen den Ton angeben - und zwar an Turntablen und Decks.
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In Deutschland bilden sich jeden Tag hunderte Staus einzig und allein durch zu viele Autos, aber Deutsche regen sich lieber über den einen Stau auf, der von Menschen verursacht wird, die u.a. finden, dass es zu viele Autos gibt. Die 61-jährige Tagesschausprecherin Susanne Daubner hat das Jugendwort des Jahres verkündet und offenbar wird ab jetzt alles gesmasht. Und weil die Welt so in Untergangsstimmung ist, hat Peter Fox sich entschieden, zurückzukehren und uns wenigstens wieder mit guter Musik zu versorgen, da er mit Baumaschinen, Bagger, Walzen und Kränen sein Studio wieder aufgebaut hat.
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Influencer-Models, Oligarchen, Tech-Milliardäre, Waffenhändler und eigentlich alle, die sonst noch so bei "Eat the Rich!" mitgemeint sind, versammelt auf einer Geld scheißenden Luxuskreuzfahrt aus der High-Society-Hölle.
Und ich weiß, es ist eigentlich nicht besonders klug, sich im Oktober schon auf den Film des Jahres festzulegen, aber ich glaube, der Champagner in alle Richtungen spuckende Film von Ruben Östlund (Höhere Gewalt & The Square), der sich wie ein Mix aus Titanic, Fyre Festival und Herr der Fliegen anfühlt, ist ein sehr heißer Kandidat dafür. So schön wie in Triangle of Sadness habe ich Kapitalismuskritik auf jeden Fall noch nie im Strahl kotzen sehen.
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