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In Susaki lebt nicht nur ein stadtbekannter Otter mit eigenem Twitter-Account, der aufgrund seiner putzigen Putzigkeit eine Tourismusattraktion ist, sondern nun auch ein riesiges rumpöbelndes Ottermaskottchen mit Schildkrötenhut, das in Anti-Haltung total niedlich riot geht: Chiitan lebt den japanischen Punk.
Und während die Anwälte des Touri-Otters bzw. der Stadt wegen vieler Beschwerdeanrufe dagegen vorgehen, hat das süße Auto umwerfende Dinge zumindest eines geschafft: ich kenne jetzt eine japanische Stadt mehr.

After receiving more than 100 calls from around Japan about Chiitan’s behavior, the city declined last week to renew the real otter’s honorary tourism ambassador contract. But posts about Chiitan being “fired” (the mascot and the real otter have the same name) have since gone viral on social media, incorrectly implying that the city had officially sanctioned the rogue mascot’s cheeky antics.

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So ist das manchmal in der Politik. Da wird einem vorgeworfen, man wolle den Kapitalismus kaputt machen und dann will man genau das. Hach. Ich vermisse die guten alten Simpsons-Folgen ein bisschen. Die Humans of Late Capitalism sind aber manchmal auch ganz okay. Zumindest auf Twitter.

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Eine geplante Doku namens Projekt , in der es kurzum nur um das eine dreht: Anarchie. Dabei geht es weniger um irgendwelche Punkbewegungen, sondern um verschiedene Formen des politischen Widerstands. Und das ist ja in Zeiten wie diesen für den ein oder anderen vielleicht gar nicht mal so uninteressant. 

"Der Dokumentarfilm PROJEKT A taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen. 
Hanna, Mariano, Didac, Margarita und Makis sind Anarchisten. Sie träumen von einer freien Gesellschaft. Sie entwerfen konkrete Visionen einer anderen Welt und versuchen diese in ihrem Leben umzusetzen. Sie glauben daran, dass Menschen herrschaftsfrei leben können, ohne Staat, ohne Polizei, ohne Gesetze und Justiz – aus heutiger Sicht eine absurde Vorstellung. 
Ihr Leben ist ein Ringen mit Obrigkeiten, Konventionen und Vorurteilen. Egal ob in Spanien, Griechenland oder Deutschland, überall treten sie für ihre Ideale ein und bleiben trotz aller Rückschläge und auch Repressionen durch den Staat kämpferisch. "
Anarchie ist ein radikaler Ansatz und die Protagonisten von PROJEKT A stellen die Grundprinzipien der kapitalistischen Weltordnung in Frage. 
 Und damit sind sie nicht mehr alleine. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus stellen weite Teile der Gesellschaft ebenso den Kapitalismus als zukunftsfähiges Gesellschaftsmodell in Frage. Welche Alternativen bietet der Anarchismus? 

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