Das Leben pendelt mehr oder weniger beständig zwischen Be- und Entlastungspaketen hin- und her. Wir haben Plastikstrohhalme verboten, um jetzt Einweg-E-Zigaretten zu verkaufen und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald auch Einweg-Handys, Einweg-Autos und Einweg-Häuser. Und Deutsche erfrieren währenddessen offenbar lieber in ihrer eigenen Wohnung als nicht mehr mit 190 über die Autobahn brettern zu dürfen.
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Heute ist der Tag, an dem das glorreiche 9€-Ticket beerdigt wird, weil es zu viel CO² eingespart hat und Christian Lindner nicht möchte, dass weniger Porsche gefahren wird. Energie sparen ist sowas wie das neue Impfen und wird anscheinend unser nächstes gemeinsames Winterding. Derweil bettelt die wissenschaftliche Elite völlig verzweifelt zum eine Millionsten Mal, dass es jetzt aber mal wirklich ganz dringend an der Zeit wäre, etwas gegen die Klimakrise zu tun.
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Während Corona und Energieplan uns schon mal daran erinnern, wie scheiße der Winter werden könnte und vermutlich wird, versuchen alle weiterhin das maximale Maximum vom Sommer rauszuholen und überlassen jede Krise unseren Zukunfts-Ichs, sollen die sich doch darum kümmern. Jetzt werden alle Probleme erstmal kollektiv weggetanzt. Zumindest, solange man das noch darf.
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Aus einem alles überschwämmenden Fluss wird innerhalb eines Jahres fast gar kein Fluss und Flüsse, die noch nicht ausgetrocknet sind, benutzen wir als Müllkippe. Nach Waldsterben kommt nun offenbar Fischsterben. Und so langsam bekommt man vom Klimawandel Mad-Max-Vibes, wenn in einer Welt, in der alles brennt, auch noch allmählich das Wasser knapp wird.
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Vor kurzem war ich endlich mal wieder in Amsterdam, das für mich optisch und auch vom Heimatfeeling ja sowas wie das holländische Hamburg ist, auch weil ich mich dort inzwischen fast besser auskenne als zuhause. Neben classic Stuff wie dem besten Käse und dem besten Gras hab' ich diesmal aber auch zufällig den besten Drink der Welt verköstigt: Pornstar Martini.
Ein pornöser Mix mit Vanillewodka, Maracuja und einem wenig subtilen Namen, der tatsächlich seit Jahren auf Platz 1 der World’s Top 100 Cocktails steht. Ich fand allerdings besonders gut daran, dass ich ihn gleich zwei mal spendiert bekommen hab, denn wie wir alle wissen, schmecken Gratis-Drinks einfach besser, vielen dank nochmal liebes holländisches Pärchen.
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Weil Krieg, Corona und Klimawandel uns scheinbar zu viel geworden sind, reden wir seit Monaten einfach nur noch über Züge und Autos. Selbst ein unter Beschuss stehendes Atomkraftwerk bringt uns nicht davon ab und kriegt weniger Beachtung als der Wetterbericht.
Und in einem Paralleluniversum beschwert sich Listian Chrindner derweil darüber, dass alles zu teuer ist, fordert ein Grundeinkommen für alle und ruft "eat the fukkin rich!!" während er zu 'nem Haftbefehl-Konzert stept.
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Gerade sind wir ja mitten in der Festivalsaison und wir alle erwarten dort ja regelmäßig die größte unseres Lebens, auf der alles und jeder eskaliert, die Hütte brennt und überhaupt völlig abgerissen wird. Aber was ist, wenn das nicht nur so 'ne dumme Floskel ist, sondern wirklich passiert und die Party literally alles zerstört?
Nun, in Woodstock '99 erfahrt ihr es und wenn ihr die Fyre-Festival-Doku mochtet, dürft ihr euch diesmal auf weniger Influencer, aber dafür auf sehr viel mehr Eskalation, Aggression und Explosion gefasst machen.
Krass, dass man selbst ein Love, Peace & Flowerpower-Revival in den quietschbunten 90ern so schlecht planen kann, dass es sich in irgendwas zwischen Scheiße und Hölle verwandelte. Als hätte man den Herr der Fliegen und The Purge beim Burning Man nachgedreht. Letztlich aber vielleicht auch die bisher beste Werbung dafür, mehr female Artists auf Festivalbühnen zu stellen, die ich je gesehen habe. ...weiterlesen "Das Fyre Festival der Neunziger: Woodstock ’99"
Nachdem wir über zwei Jahre Infektionsszahlen analysiert haben, sorgt dieses Jahr vor allem die Zahl 9 für Diskussionsstoff und lässt die Sommerzeit wie im Zug vergehen. Statt Stranger Things heißt es jetzt nur noch Stray. Und leider brennen immer noch nur Wälder, aber keine Finanzzentren.
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