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Die Welt pendelt weiter hin und her zwischen schlechten und sehr schlechten Nachrichten. Nachdem wir mit einigen griechischen Buchstaben gekämpft haben, sind jetzt G's voll im Trend. Und nachdem dieses Jahr alles mutiert, mutiert auch der Sommer allmählich zu einem hoffentlich okayen Herbst. Twittwoch #34.

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https://twitter.com/oezgeschmoezge/status/1429882927207301122

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https://twitter.com/pixieapfelbaum/status/1426923642122817536

Die Nachrichten kehren zurück zur Normalität und deprimieren uns endlich mal wieder mit etwas anderem als tödlichen Mutantenviren. Die Bundesregierung rettet offenbar nur Menschenleben, wenn diese Menschen auch das Lasst-uns-bitte-nicht-sterben-Formular A38 und den Dringlichkeitsschein B12 vollständig ausgefüllt dabei haben. Deutsche weinen, wenn sie für ihr Land ein kleines Stück Stoff vorm Gesicht tragen oder einen kleinen Pieks bekommen sollen, raten anderen aber im Alleingang gegen die Taliban in den Krieg zu ziehen.
Und eigentlich sollte sich 2015 sogar ganz dringend wiederholen, weil wir in dem Jahr hauptsächlich etlichen Menschen das Leben gerettet haben, und ich ehrlich gesagt Jahre kenne, in denen Schlimmeres passiert ist (ja, ich gucke dich an, 2021). Twittwoch #33.

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Das abgemachte 1,5-Grad-Ziel, das wir wohl ohnehin nicht erreicht hätten, erreichen wir jetzt schon 10 Jahre früher nicht. Die Pandemie erweist sich als dümmste, nervigste und leider auch längste Gruppenarbeit, die wir alle je mitmachen mussten. Und mit Bier oder Aperol Spritz in der Hand genießen nebenbei alle vollends das Sommerleben während über wichtige Dinge wie z.B. das neue Jugendwort gesprochen wird, weil wir - abgesehen von Mutantenviren und Klimakrise - gerade noch eine verhältnismäßig gute Zeit zu haben scheinen. Twittwoch #32.

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https://twitter.com/kann_fast_alles/status/1423707352612712451

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Eine Bratwurst macht bisher die beste Werbung für ein mit zwei Piksen erhältliches Mittel gegen eine mittlerweile 15 Monate andauernde und alle zermürbende Pandemie. Um noch mehr Anreiz zu schaffen, nicht durch eine tödliche Krankheit zu sterben oder andere zu töten, dürfen vollständig Geimpfte bald eine Stunde länger aufbleiben und müssen beim Zwiebel schneiden nicht mehr weinen. Und zwischen Naturkatastrophen und Mutanten-Viren warten alle weiter auf das "irgendwann" aus "irgendwann ist auch mal gut". Twittwoch #31.

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Alle wollen den Sommer nach dem furchtbaren Lockdown-Winter nochmal so richtig, aber auch nicht zu doll auskosten, weil sie auf einen zweiten furchtbaren Lockdown-Winter dann doch gerne verzichten würden. 2021 bietet neben Corona- und Laola- nun auch jede Menge Flut-Wellen. Und Menschen, die wirklich absolut alles für ihr Land tun würden, haben ungewöhnlich oft Angst vor zwei kleinen Piksen, die sie mal für ihr Land ertragen sollen, um eine weltweite Pandemie zu beenden. Twittwoch #30.

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https://twitter.com/jeffstresser/status/1419808341614792706

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Die Welt brennt jetzt nicht mehr nur, sondern steht gleichzeitig auch noch unter Wasser und spült uns noch mehr Apokalypsen-Bilder in die Timelines. Die schlechten Nachrichten wiederholen sich schon wieder und die Pandemie-Zahlen steigen so konsequent an, wie sie verdrängt werden. Und währrenddessen machen Super-Reiche vom All aus wieder hübsche Touri-Fotos von der abkackenden Erde. Twittwoch #29.

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Irgendwie haben wir es geschafft, dass gleichzeitig Party- UND Pandemie-Stimmung herrscht. Italien teilt sich den EM-Titel anscheinend mit dem diesjährigen zweiten Sieger namens Corona. Und während Milliardäre mit ihren Milliarden ins All fliegen, streiten sich auf der Erde ein paar der 8 Milliarden Menschen, ob 16 Cent nicht doch zu viel sind, um ein kleines bisschen weniger den Planeten kaputt zu machen. Twittwoch #28.

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https://twitter.com/lovinurbanism/status/1413872938210799621

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In dieser Woche haben wir gelernt, dass die Menschheit wirklich alles anzündet und sogar das Meer brennen kann, was offenbar das neueste tolle Feature des Kapitalismus ist. Die angeblich klügsten Bewohner der in Flammen stehenden Erde kümmern sich derweil um die Zukunft ihres Planeten darum, ob die Lieblingsfarbe von Annalena jetzt eigentlich wirklich grün ist und sie ihren Nachnamen in Wahrheit nicht nur von zwei Tieren geklaut hat. Und gleichzeitig kehren wir so langsam endlich in die Normalität zurück, in der unser schlimmstes Problem nur noch der Weltuntergang von morgen - und nicht mehr der von heute ist. Twittwoch #27.

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