Das Zentrum für Politische Schönheit, die Soko-Chemnitz und 467 Neonazis auf freiem Fuß

Während normale Menschen arbeiten, treiben tausende Arbeitnehmer oder Staatsdiener Ausländer durch Chemnitz, attackieren Presse und Polizeibeamte und grüßen Hitler.

Was würde ihr Chef wohl dazu sagen? Um das herauszufinden, haben wir 3 Millionen Bilder von 7.000 Verdächtigen ausgewertet und danach gelöscht. Das Ziel: den Rechtsextremismus 2018 systematisch erfassen, identifizieren und unschädlich machen.

Denunzieren Sie noch heute Ihren Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten und kassieren Sie Sofort-Bargeld. Helfen Sie uns, die entsprechenden Problemdeutschen aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst zu entfernen.

www.soko-chemnitz.de

Das Zentrum für Politische Schönheit, das nach eigenen Angaben aggressiven Humanismus statt Online-Petitionen betreibt, hat es mit der Soko-Chemnitz wieder mal geschafft, Almans mit einem provokanten Kunstpojekt mächtig zu triggern.

Seit Montag stellt das Zentrum für Politische Schönheit „1.524 Drückeberger vor der Demokratie“ auf einer Website mit ihren Porträtfotos aus. Neben bereits bekannten Personen des rechtsextremen Milieus, Kameradschaftler und Hooligans sowie Abgeordnete der AfD, finden sich dort vor allem Bilder von bislang Unbekannten. Für manchen Nazi sind es 5 Euro, für andere 90. Besser spiegeln kann man die Ideologie der Ungleichwertigkeit nicht. (taz)


Und während alle darüber diskutieren, ob man das jetzt so machen kann oder nicht, laufen weiterhin 467 von der Polizei gesuchte Neonazis in Deutschland rum. Auf der Flucht vorm Haftbefehl. Just sayin'.

In der Aktion tun sie so, als würden sie eine öffentliche Fahndung nach Teilnehmern der rechtsextremen Ausschreitungen bei den Demonstrationen in Chemnitz Ende August fahnden, um diese zu „enttarnen“ und bei ihren Arbeitgebern anzukreiden. Selbstverständlich machen sie das nicht wirklich. Das ist eine Künstlergruppe, deren Aktionen nie das waren, was sie zunächst behaupteten zu sein. [...]
Die Aufmerksamkeit erreicht die Gruppe mit ihrer Aktion natürlich erst dadurch, dass sie so echt wie möglich wirkt. Das Kapital von Kunst und Satire ist stets Aufmerksamkeit. [...] Zweck der Aktion ist eben darauf hinzuweisen, dass solche öffentlichen Fahndungsaufrufe und Anprangerungen moralisch verwerflich sind. Und so haben sie auch die AfD und andere Rechte dazu gebracht, das einzugestehen. (Volksverpetzer)

... Plot-Twist: They call it a honeypot.

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