Das Känguru über den Unterschied zwischen Links- und Rechtsextremismus


Natürlich bin ich angepisst von den Krawall-Touris in Hamburg. Auch angepisst bin ich aber von Gleichsetzungen von linker und rechter Gewalt. Wobei ich diese vermummten Spacken ja sowieso nicht als Linke zähle - und die Linke sie auch nicht. Nichtsdestotrotz sehe ich nämlich immer noch lieber Autos brennen als Flüchtlingsheime. Kurzum: Linksextreme Gewalt richtet sich gegen Gegenstände und möchte ein System kaputt machen. Rechtsextreme Gewalt möchte Menschen kaputt machen.

»Ein extrem wichtiges Thema. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ob Links-oder Rechtsextremismus – da sehe ich keinen Unterschied.«
»Doch, doch«, ruft das Känguru laut dazwischen. »Es gibt einen Unterschied. Die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos anzünden ist schlimmer. Denn es hätte mein Auto sein können. Ausländer besitze ich keine.«

8 Kommentare

    1. TausendSascha

      Kommunismus und Linke abseits einer linken Politik im 21. Jahrhundert gleichzusetzen, halte ich für sehr gewagt. Du kannst ja mal versuchen heute noch Linke zu finden, die alles gut finden, was man unter Kommunismus versteht. Wirste kaum einen finden. Jemand, der konservativ ist, ist schließlich auch kein Nationalsozialist. Ist im Endeffekt auch scheißegal, so lange Onkel Werner und Hans-Dieter sich mehr darüber aufregen, wenn ein leerer Fiat Panda brennt als ein Haus, in dem sich Menschen befinden.

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  1. Ralf Parkner

    Nicht Fernseh-sondern Wahrheitsersatz !
    Zwischen 1971 und 1993 wurden von der linksextremen Terrororganisation RAF 33 Personen ermordet,schwer- und lebensgefährlich verletzte Opfer nicht mitgerechnet.
    Um der Wahrheit die Ehre zu geben:Es gab nicht nur den NSU.
    Linke Fake News.
    Und die linksextremen Chaoten wollen ein System kaputtmachen-indem sie die Autos ihrer Mitbürger abfackeln ?
    Damit werden sie sie ganz gewiss für den revolutionären Kampf "entzünden".

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    1. TausendSascha

      Toll, dass du Geschichte in der Schule hattest. Mir ging es hier aber weder darum, Mord-Statistiken zu vergleichen noch die letzten 50 Jahre zusammenzufassen. Das wäre in einem Artikel zu einem damals aktuellen Thema auch viel zu weit hergeholt und bringt ohnehin keinen weiter, weil man dann ewig zurück gehen könnte. Viel mehr ging's damals darum, dass sich Leute wie du mehr über brennende Autos aufregen als über angezündete Flüchtlingsheime, in denen sich Menschen befinden und das ziemlich gaga ist.

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      1. Ralf Parknef

        Ich bin ein Zeitzeuge-war damals in den 70-er längst der Schule entwachsen.
        Tut mir leid ,daß ich,obwohl schon etwas angejahrt noch nicht so dement bin,als daß ich deinem Geschichtsrevisionismus nicht Paroli bieten könnte.
        Nein,damals ging es nicht um angezündete Autos sondern um gemordete Menschen.Und auch das fing mit Protest an,der Gewalt gegen Sachen als legitim erklärte (Kaufhausbrand) und steigerte sich zu Meinhofs Erklärung:"Bullen sind Schweine-auf die darf geschossen werden." Und so waren unter den Opfern auch 9 Polizisten-sicher weil sie Schuld hatten am Vietnam-Krieg.

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        1. TausendSascha

          Wollen wir uns jetzt wirklich damit battlen, wer in der Vergangenheit mehr Tote durch Links- oder Rechtsextremismus aufzählen kann? Das Duell verlierst du um Millionen. Allein in den letzten nicht mal 30 Jahren gab es in Deutschland 169 Mordopfer durch rechte Gewalt. Und alle zusammen haben weniger Schlagzeilen bekommen als brennende Autos in Hamburg. That's the point. Aber gut. Du hast recht. Unser dringendstes Problem ist natürlich immer noch die RAF aus den 70ern, die du als einziges Beispiel für Linksextremismus in deinem Kopf hast. Da sollte echt mal was gemacht werden.

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  2. Paul Thieme

    Wenn also eine Demo aus den Ruder läuft und die "Demonstranten" deine Wohnung anzünden findest Du das in Ordnung, weil es nur Sachen sind? Kann ich nicht wirklich glauben

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    1. pumpspeicherkraftwerk

      @Paul Thieme
      Ich fände es nicht so schlimm wie wenn die Demonstranten ein Asylheim angezündet hätten, wodurch dann Asylbewerber sterben / verletzt werden.

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