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Blind Style | Graffiti für sehbehinderte Menschen (übersetzt in fühl- und hörbare Kunst)

Wir alle lieben Graffiti und Streetart. Blinde können diese Kunstform hingegen leider so gut wie gar nicht wahrnehmen. Bis jetzt zumindest. Der Konzeptkünstler Alexis Dworsky und Beatmaker Sepalot (ehemaliger Blumentopf-DJ) haben sich dieser Ungerechtigkeit nämlich mal angenommen und versucht die Kunst der Straße auch außerhalb des Auges zugänglich zu machen (die Kunst der Inklusion)
Dazu haben sie u.a. besprühte Wände in gigantische Blindenschrift (Braille-Schrift) übersetzt und passende Audiospuren als Knopf installiert. Das Ganze hat dann den passenden Namen Blind Style und ist, wie ich, finde, ein durchaus spannendes Projekt - sowohl für Blinde - als auch für Nicht-Blinde.


Video nach dem Klick (weil Autoplay):

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„Für sehbehinderte Menschen gibt es zahlreiche Hilfsmittel, um den Alltag zu meistern: klickende Ampeln, taktile Leitsysteme am Boden von Bahnhöfen, mit den Fingern tastbare Hinweise auf Medikamentenpackungen etc. Unsere Alltagswelt ist aber von ganz anderen, visuellen Kulturphänomenen geprägt, die den Blinden in aller Regel gänzlich verborgen bleiben, etwa architektonisch gestaltete Hausfassaden, bunte Werbeflächen und Graffiti. Hier wird Graffiti für Blinde erfahrbar gemacht. Dabei geht es nicht um besonders gelungene, bekannte Werke wie die des britischen Künstlers Banksy. Auch die vermeintlich belanglose Schmiererei an der Toilettenwand, das eilig gesprühte ‚Tag‘ an der Hausecke und das halbfertige ‚Throw-Up‘ an der Bahnbrücke gibt es nun mal. Und Inklusion bedeutet eben auch, nichts niemandem vorzuenthalten. Solche Graffitis werden für Blinde in die Braille-Schrift übersetzt – in Originalgröße!“  (via)

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