There is no way to continue almost as usual during a pandemic


Wir diskutieren über stattfindende Fußballspiele. Veranstaltungen werden teilweise auf 999 Teilnehmer reduziert. Leute gehen ganz normal zur Arbeit. Manche Menschen gehen nochmal ordentlich feiern, bevor alles zu macht. Und es gibt unzählige Hilfe, Gelder und Infos für die Wirtschaft, aber z.B. gar nichts davon für Behinderteneinrichtungen, Pflege- und Altersheime, in denen Menschen um ihr Leben fürchten.
Es ist erschreckend und verstörend, dass die Menschheit in solch einer Situation nicht alles in ihrer Macht stehende, sondern lediglich nur das wirklich nötigste tut, um den wirtschaftlichen Schaden so klein wie möglich zu halten, weil das scheinbar wichtiger ist, als die Todeszahlen auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Überhaupt wirkt alles wie ein ständiges Abwegen und Verhandeln zwischen Zahlen. Wie an der Börse. Als würde man sich sonst im Nachhinein darüber ärgern, wenn man eventuell doch "zu viel" getan hat, um Leben zu retten.
Stellt euch mal die Menschheit als Familie vor. Dort würde man nie im fucking Leben so handeln, wie wir es gerade tun. Niemand würde versuchen, seinen Alltag möglichst nur mit kleinen Einschränkungen fortzusetzen und an die finanziellen Folgen denken, wenn ein Familienmitglied in eventueller Lebensgefahr schwebt (vorausgesetzt ihr mögt eure Familie ;o). Man würde mit allerhöchster Priorität nämlich verdammt nochmal alles tun, um dieses Risiko auf 0 zu bekommen. Und erst danach würde dann alles andere kommen, worum ihr euch kümmert, weil es einfach jetzt zweitrangig ist. Tja. Doof nur, dass der Kapitalismus lieber sagt "naja, ein paar Tote müssen wir halt in Kauf nehmen" und leider ganz andere Interessen hat, als dass es möglichst allen gut geht. Eigentlich kennen wir diese ganze abgefuckte Scheiße schon vom Klimawandel, in Zeiten einer Pandemie passiert das aber alles auch noch in Real-Time. Ich muss dennoch an die Worte von Greta denken: We live in a strange world.

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