Just a classic Internet-Story from Germany

Halb YouTube-Deutschland ist auf die portugiesische Insel Madeira ausgewandert und sendet mit dortigen 1000-Mbit-Leitungen (Down- UND Upload!) ruckelfreie HD-Live-Streams als Daily-Soap in die knapp 3000km entfernte Heimat. Und ich vermisse nach einer scheinbar bundesweiten Netz-Störung gestern meine "schnelle" 50-Mbit-Leitung und komme gerade nur ins Internet, weil ich einen sehr netten Friseur-Laden nebenan habe, der mir während des Haare schneidens sein WLAN-Passwort geschenkt hat (❤).
Da ich urspünglich aus 'nem Dorf im Osten komme, bin ich sowas aber natürlich gewohnt und kann mich jetzt offenbar auch in Hamburg wie zuhause bei meinen Eltern fühlen. Toll. Und als Blogger besonders praktisch, weil so alles ungefähr 12 Trillionen mal länger dauert als sonst, man immer wieder Pixelart bestaunen darf und es ein bisschen so ist, als wär man zurück in die 2000er gereist. Beinahe wäre ich sogar nostalgisch geworden, aber dann ist mir wieder eingefallen, wie hart mich diese ganze Neuland-Scheiße abnervt und wie dringend unser Bundesminister für (Verkehr und) Digitale Infrastruktur entlassen werden sollte.
Einen Grund zur Freude hatte ich gerade aber doch: eben konnte ich sogar ein YouTube-Video auf 360p schauen, nachher soll sogar mein richtiges Internet wieder gehen und in ein paar Wochen soll ich wohl auch eine 100-Mbit-Leitung bekommen. Damit würde ich hierzulande dann über - und u.a. in Singapur, Rumänien, Südkorea, Liechtenstein, Taiwan und eben Portugal immer noch unter - der durchschnittlichen Internetgeschwindigkeit liegen. Yay. (Update: Ich bin wieder drin)

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