Gillette, Sexismus und eine alles rasierende Werbung


Ich finde ja gut, dass ein auf Männlichkeit getrimmtes Branding wie Gillette ihr eigenes Zielpublikum ausmistet und Sexismus rasiert. Der Clip selbst war mir dann insgesamt aber doch etwas zu langweilig, weil es eben doch nur eine sehr berechnende Werbung eines Großunternehmens ist, das mit einem nicht mal sonderlich kontroversen Video viral geht (hatte leichte Pepsi-Kendal-Jenner-Feels).
Viel spannender als der Spot sind aber eigentlich auch die ebenso berechnenden Reaktionen der neandertaligen Brüllaffen, die jetzt ihre Rasierer ins Klo werfen, weil ihnen einmal jemand sagt, dass sie keine Arschlöcher seien sollen. Folglich kommen die kritischen Stimmen auch aus der eher rechten Ecke, die sich heute darüber beschwert, in einen Topf mit sexistischen Prolls geschmissen zu werden und morgen wieder allen Ausländern dasselbe vorwirft.
Aber wie sagt man so schön: getroffene Hunde bellen eben - besonders, wenn man sie mit scharfen Klingen schneidet (manchmal auch ironisch).

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