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Ein Beitrag geteilt von BERLIN | KREUZBERG | GRAFFITI (@1up_crew_official) am

"Racially motivated police brutality is an ongoing issue in the US and a lot of other countries. It has to stop now, once and for all! Justice for George Floyd, Justice for all victims of the abuse from authority. Support you local anti brutality movement.
Get organized!"

Neben großen Demos in Berlin, zeigt sich auch die 1UP-Crew wie viele andere Graffiti-Sprayers solidarisch mit Mordopfern von Polizeigewalt. Für die Stadt Bremen wären das vermutlich alles Fälle für die Staatsanwaltschaf, weil sie sowas scheinbar gar nicht gerne sieht. Ich allerdings schon und lasse euch deshalb neben dem schönen Wholetrain auch mal diese schicken Wände hier.

"There are two major crises in this country tonight. Two deadly viruses killing Americans. COVID-19, Racism-20. Now we all know that racism is not new this year, but the latest racially-charged incident is from just last night."
- Don Lemon

Das schlimme ist: sowohl Corona als auch Rassismus kann für sehr viele Menschen tödlich enden. Auch an Covid sterben in Amerika mehr Schwarze. Und beide "Krankheiten" existieren - mal mehr, mal weniger stark verbreitet - nicht nur in den USA. Währenddessen kämpft Trump per Twitter gegen Twitter, droht nun auf randalierende Protestanten schießen zu lassen und sucht nebenbei vermutlich nach einem Termin für sein nächstes Golf-Training.

...weiterlesen "Covid-19 and Racism-20"


Mit den Händen in den Hosentaschen. Am hellerlichten Tag. Und mitten in der Öffentlichkeit kniet ein weißer Polizist minutenlang auf dem Hals eines halbnackten schwarzen Mannes, der wiederholt "Ich kann nicht atmen" krächzt. Für mich ist das kein "brutaler Polizeieinsatz" mehr - für mich ist das ganz klar Mord. Und der löste zurecht gestern massive Proteste in den USA aus, die im Gegensatz zu bewaffneten Hygienedemonstranten allerdings prompt mit Tränengas befeuert worden. All das während die Zahl der Corona-Toten im Land auf über 100.000 gestiegen ist. This is America 2020.

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Eines der sehr sehr sehr wenigen Dinge, die ich an Karneval mag sind die traditionell sehr starken Statements vom Karnevalskarrenkünstler Jaques Tilly, der sich dieses Jahr vor allem um die Themen Klimawandel und Rassismus gekümmert hat. Zurecht.

...weiterlesen "Die Rosenmontagszüge von Jacques Tilly"

Rassismus in der U-Bahn Ein Zivilcourage-Experiment im Jahr 1994 (2)
Ein heute desöfteren in Schulen gezeigtes Sozial-Experiment in der Frankfurter U-Bahn, wo 1994 simuliert wurde, wie zwei Nazis einen Schwarzen belästigen. Und damals hatten es Rechtsradikale scheinbar nicht leicht in Mainhattan. Auf jeder Fahrt wurde zumindest verbal versucht einzugreifen, oftmals positionierten sich Menschen auch körperlich dagegen und einer wetzt für die Fake-Nazis sogar sein Messer.

Typ: "Ihr seid hier in Frankfurt, alder!"
Nazi: "Is' das hier euer Problem?"
Typ: "Ja, is' mein Problem!"
Ältere Frau: "Unser aller Problem."

...weiterlesen "Rassismus in der U-Bahn: Ein Zivilcourage-Experiment im Jahr 1994"

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Eine Defintion, die die Absurdität von Rassismus klar macht. Und durch Zebras genau auf den Punkt bringt (bzw. auf den Streifen).

Ich wollte schon immer mal einen Tweet vom BKA in meinem Blog haben. Da kommt mir diese Razzia-Meldung ganz recht. 60 Wohnungen von sogenannten Hetzkommentarverfassern wurden heute Morgen durchsucht. Haupttatbestand sind strafrechtlich relevante Aussagen, die den Nationalsozialismus verherrlichen sowie das Verbreiten rechtsextremer/antisemtischer Inhalte (Link zum PDF). Das nenne ich mal einen guten Morgen. Also, für mich.
Die Definition eines solchen Kommentars hat das BKA übrigens gleich mitgetweetet:


Und damit ihr nochmal ein paar Beispiele habt:

Liebe für Freibier. Hass für Nazis. Eben jeder das, was er verdient. So oder so ähnlich lautet die Divise der Bierbande. Eine ziemlich gute Einstellung, wie ich finde. Übernehm' ich ab jetzt auch für mich. 

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Eine Dokumentation über deutschen Hip-Hop mit Migrationshintergrund, in der die Musik aber eigentlich nur den Backup macht. Viel mehr geht es um Integration, Rassismus und Rap als ursprüngliches Ausdrucksmittel sozialer Ungerechtigkeiten.
Lief gestern Abend auf EinsFestival und ist sowohl politisch als auch deutschraphistorisch durchaus interessant. Einen Featurepart haben u.a. Chefket, Eko Fresh, Saiid, Marteria, Staiger, Celo & Abdi. Hier der Link zur kompletten Doku (40 Minuten) in der Mediathek.
Mirza Odabasis Dokumentarfilm über Hip-Hop in Deutschland, 'Leiden-schafft', spricht Ohren, Augen und vor allem Herz und Verstand seines Publikums an. Soziale Ungerechtigkeit, Fragen nach Zugehörigkeit und Herkunft - mal als Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, mal als dürftig verhüllter Alltagsrassismus von außen - von der Kreuzberger Legende Killa Hakan bis hin zur Münchner Rapperin Ebow teilen viele Talente ihre Erfahrungen in 'Leiden schafft'.
Denn letzten Endes lassen sich die Fragen nicht auflösen: 'Was ist das überhaupt: Türke sein, Deutscher sein? Berliner sein, Kreuzberger sein?'

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Geht alles. Man muss nur wollen und so. Und nicht völlig beschränkt sein.

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Rassismus gibt es überall. Vor allem auf der Straße. Und er ist immer ein rücksichtsloses Arschloch. Selten wurde er aber so gut erklärt, wie in diesem Artikel über Fahrradfahrer, Wilfried und andere Trottel.

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Gestern Abend Filmabend gemacht, so wie die nächsten Tage wohl auch, da ich aufgrund 'ner Armverletzung so 1-2 Wochen rumlungern muss. Und ja, stimmt - eigentlich ändert sich gar nichts. Außer, dass ich eben momentan nur mit Links tippseln kann, weil es tollerweise auch noch der rechte Arm ist.
Apropos Rechts (sorry für die Überleitung from hell). In Wir sind jung. Wir sind stark. geht es auch um eine rechte Bewegung. Und zwar um die Ausschreitungen '92 in Rostock-Lichtenhagen, bei denen man wieder sehen konnte, wie die Welt zugrunde geht, wenn Rechts sich durchsetzt. Einige von euch werden sicherlich auch das dort entstandene Foto vom Deutschland-Trikot tragenden Typen kennen, der in bepisster Jogginghose den Hitlergruß macht und mittlerweile als Symbolbild für den stereotypischen NazIdioten steht - zurecht/s (unten das Szenenbild aus dem Film).
Der Film basiert also auf wahren Begebenheiten und erzählt die Ereignisse eines ganzen Tages, genauer - vom 24. August - aus verschiedenen Perspektiven. Und er macht das nicht nur sehr gut, sondern inklusive einer hervorragenden Besetzung - und einem gruselig realem Abbild eines leider immer noch nicht verschwundenen Rassismusproblemes, das aufgrund der diesjährigen Flüchtlingsdebatte aktueller und akkuter denn je ist.