1

„Über die Hälfte der Autofahrten in Hamburg sind kürzer als fünf Kilometer und in den Meisten Autos sitzt im Berufsverkehr nur ein Mensch. Unser Banner soll diese Menschen mit einem Augenzwinkern dazu bringen, ihr Mobilitätsverhalten zu hinterfragen. Der Frühling steht vor der Tür und es wäre doch ein Erfolg, wenn die bzw. der ein/e oder andere mal aus der eigenen Routine ausbrechen und mit dem Rad zur Arbeit fahren würde, um dem täglichen Stau ein Schnippchen zu schlagen.“ (Quelle)

Ich wohne ja seit über 10 Jahren in Hamburg, komme bisher ganz wunderbar ohne eigene Karre klar und verstehe ehrlich gesagt nicht wirklich, warum so viele Menschen in einer Großstadt überhaupt mit dem Auto durch die Gegend kutschen müssen. Mal abgesehen davon, dass es permanent Geld kostet, obwohl ich es weniger als 'ne Stunde pro Tag benutzen würde, ist es bei all den Staus und der ständigen Parkplatzsuche nicht mal unbedingt praktischer.
Gut, den Hamburger Regen muss man dann vielleicht ein paar Minuten länger ertragen, aber wer den nicht abkann, ist hier vermutlich sowieso falsch.

Wenn die CDU so viel Arbeit in die Digitalsierung gesteckt hätte wie sie es jetzt gerade tut, um digital mal wieder alles zu verkacken, hätte man wahrscheinlich sogar auf 'nem Dorf in Brandenburg Highspeed-Internet-Deluxe. Jetzt erlebt sie ihren eigenen Cyberpunk-Film, in dem die Roboter plötzlich aufstehen, mehr Follower haben (die natürlich auch nur Bots sind) und sich gemeinsam gegen sie verschwören. Schließlich wird dank der CDU nun darüber abgestimmt, ob Artikel 11/13 noch vor den öffentlichen Protest-Demos durchgeboxt werden. Für die Partei Grund genug, um auch ihre Bots zu den heutigen Demos auszusenden. Die sind nämlich sehr gut. ✊🤖

Das bisher vielleicht beste Plakat der FCK-PLDFLTR-Demos stammt vom vergangenen Samstag in Köln, bei der über 3000 Bots gegen Artikel11/13 auf die Straße gingen. So sieht es aus, wenn das Internet wütend ist, als Bots auf die Barrikaden geht und ASCIImoji-Memes für sich kämpfen lässt: (╯°□°)╯︵ ┻━┻

via

 

Das Internet geht samt Bots-Army auf die Straße und neben einer anscheinend heute stattfindenden Demo in Köln gibt es nun auch genauere Daten zu den europaweit geplanten Demos gegen Artikel13 am 23. März und einer zusätzlichen Demo in Berlin am 02. März. Und ich hoffe, das wird zahlenmäßig aufgrund des mit einhergehenden "YouTuber-Fan-Treffen" so krass durch die Decke gehen, dass der CDU zur bevorstehenden Europawahl Ende Mai regelrecht die Knie schlottern, wenn das EU-Parlament Ende März/Anfang April endgültig über FCK UPLDFLTR abstimmt.

Im EU-Parlament scheint man jedenfalls tatsächlich ein bisschen Angst vor den Demos zu haben und diskutierte die Tage sogar noch ohne genaue Textvoralge nochmal über Artikel 13, um Druck zu machen (inklusive starker Worte von Julia Reda & Tiemo Wölken):

1


Würde vorschlagen, wir tauschen Horst heimlich gegen Neukölln aus und schieben das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat einfach ab. Das braucht sowieso niemand. Und außer Dinge tun, für die man sich für seine Heimat schämt, können die offenbar auch nix.


Im Sommer hat Andrea Kübert zu einem Gewinnspiel aufgerufen, bei dem man durch ein Kreuzchen bei der Partei die Partei ein Date mit ihr ergattern konnte. Im traditionellen Bayern versucht sie es für die kommenden Landtagswahlen mit etwas mehr Köpfchen. Von Markus Söder.
...weiterlesen "Die Partei hat Köpfchen"


Gestern gingen tausende Menschen bundesweit auf die Straße, um dagegen zu demonstrieren, andere Menschen nicht sterben zu lassen (#seenotrettungistkeinverbrechen). Das ist das Plakat, das alles dazu in einem Satz zusammenfasst.

Heute vor der österreichischen Botschaft in Athen


Während andere Länder darüber diskutieren, ob es nicht sinnvoller wäre, in Zukunft weniger zu arbeiten, möchten die Rechtspopulisten in Österreich den 12h-Tag und die 60h-Arbeitswoche durchdrücken. Die Menschen, die dieses Plakat vor der österreichischen Botschaft in Athen aufgestellt haben, halten da offenbar nicht allzu viel von. Zurecht.

via


Zwei Plakate mit einer Geschichte über die guten alten Grenzen von Satire: Die Plakate stammen nämlich nicht vom Jägermeister himself, sondern sind eine satirische Antwort auf eine legale harte Droge und eine illegale weiche Droge. Und zwar aus dem Jahr 1981. Fand Jägermeister damals allerdings weniger lustig, leitete rechtliche Schritte ein und gewann sogar den Prozess (war nämlich nicht "Satire" genug bzw. nicht als solche erkennbar).
Das nahmen die Verantwortlichen von der Satire-Zeitschrift Pardon wiederum mit Humor und konterten schließlich damit, dass man ab jetzt keinen Jägi mehr trinkt, weil man ja auch ohne Alkohol Gras haben kann - solange der Dealer eben nicht im Knast sitzt. Ein neues Plakat mit dem nun geänderten Slogan: Einer gegen alle.

via


Für die eigenen Rechte soll man einstehen, sagen sie. In dem Fall würde ich ja sagen, wir legen uns aus Protest wieder hin. Faulheit für alle, Leute. Wer was bewegen will, muss schließlich auch mal nichts tun.