Der vermutlich und vielleicht auch hoffentlich letzte Teil der erfolgreichen Müll-Film-Reihe rundum den Blödel-(T)Haifun, der im Finale u.a. Bela B., Dinosaurier und Zeitmaschinen als Sci-Fi-Western-Trash-Szenario aufwirbelt. Und er stürmte gestern auch wieder über den Sender für die Perlen des schlechten Geschmacks aka Tele 5.
Wer die Gelegenheit sich visuell Schmerzen zuzufügen verpasst und sich das trotzdem noch aus irgendeinem Grund antun möchte: Hier der Link zum Mediathek-Stream.


Oldschooliges Fundstück aus einer Zeit, in der Graffiti & HipHop noch in den Kindersneakers steckten, langsam über den großen Teich kamen und auch in Deutschland allmählich ihre ersten Breakdance-Schritte machten.
Ein Meilenstein dafür war die Doku "Style Wars" (1983), die es 1985 scheinbar auch als deutsche Reportage unter dem sehr deutschen Namen "U-Bahn-Bild & Verrückte Beine" in die damaligen Fernsehbildröhren geschafft hat. Und das war  wahrscheinlich einer der Momente, in dem dieses "Hip Hop" das allererste Mal in deutschen Wohnzimmern lief (abgesehen von Gottschalks fürchterlichem Rap-Versuch). German HipHop-History.

Geisterhafte Bilder huschen auf quietschenden Rädern an Lampen vorüber. Bilder, die einst snobistisches Gallerie-Publikum in Entzücken versetzten, auf die Politiker ebenso wie ganz normale Menschen mit blanker Wut reagieren. Die Sprühdose - das Symbol einer neuen Subkultur. Dazu Breakdancing, Rapmusik - alles zusammen die grelle Szene des "Hip Hop".




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Eine ehrgeizige Unternehmensberaterin im Business-Dress und Dauerstress - und ihr immer zu schlechten Scherzen aufgelegter Vater, der seiner Tochter mit einer zotteligen Perücke und einem Faschingsgebiss wieder näher kommen möchte. Der Oscar-nominierte Toni Erdmann steht nicht nur sinnbildlich zwischen den Generationen, sondern gerade auch in der arte-Mediathek - und sogar auf YouTube.
Ein oft komischer, noch öfter unangenehmer und immer wahnsinnig gut gespielter Film über die Zeiten kapitalistischer Selbstoptimierung, Selbstausbeutung und Selbstzerstörung - und das nicht aus den Augen verlieren des eigenen Ichs.

Da arte in der Mediathek einen Disclaimer als Klick-Hürde vor den Film geschoben hat, bekommt ihr die Inhaltszusammenfassung passenderweise von der FSK:

Tragikomödie über einen alternden Mann, der seine entfremdete Tochter besucht, eine in Bukarest lebende Karrierefrau. In einer grotesken Maskerade (mit falschen Zähnen und absurder Perücke) wirbelt er ihr streng geordnetes Leben durcheinander. Kinder ab 12 Jahren können der Geschichte problemlos folgen und werden auch von den teils absurden Situationen oder skurril-grotesken Verhaltensweisen nicht überfordert.
Es gibt eine leicht bizarre, betont emotionslose Sexszene, bei der es aber nicht zu Geschlechtsverkehr kommt: Der Liebhaber der erwachsenen Tochter masturbiert auf eine Praline, welche die Tochter dann isst. Diese Szene kann Zuschauer ab 12 kurzzeitig irritieren, von einer nachhaltigen Beeinträchtigung ist aber nicht auszugehen, da die Szene aus dem Gesamtkontext herausfällt und vom Rest des Films ausgeglichen wird.


Ursprünglich habe ich dieses Blog ja mal gestartet, um hier so viele Dinge aus'm Netz zu sammeln, dass der Fernseher samt dem dort laufenden Bullshit überflüssig wird. Meine Idee weitergedacht und mit eigenem Inhalt gefüllt haben ja die Rocketbeans, die gleich ihre eigenen Online-Sender aufgemacht haben.
Und weil die immer noch sehr viel coolen Shit machen, gebe ich euch gerade einfach nochmal meine 3 aktuellen Show-Favoriten der Bohnen mit, die mbMn frischer, sympathischer und eben besser sind als 99% von dem Kram, der so im Fernsehen läuft: Nerd Quiz, Verflixxte Klixx und Kino+. Das Wer wird Millionär der Geeks, die Comedy-Rate-Irgendwas-auf-YouTube-Show für die eher fischkartenorientierte Zielgruppe und das Filmtalk-Format für Kinoliebhaber und eingefleischte Hardcore-Cineasten.
Und alles davon ist übrigens auch perfekt geeignet, um an 'nem Sonntag seine Zeit gut unterhaltend rumzubekommen (für euch getestet). Fernsehen gibt es also auch in gut. Im Internet.


Tele 5 geht zwei Buchstaben weiter im Alphabet und präsentiert neben B-Movies aktuell auch die D-Movies. Die besten deutschen Filme irgendwelcher Zeiten. Und gerade sind da wirklich ein paar Perlen in der Mediathek, die das Cineasten-Herz eines jeden Almans höher schlagen lassen.
Mit dabei das todsichere Kult-Ding aus'm Pott, die Jacobs-Krönung der bekifften Gourmet-Filme und Haneke's Psychospielchen mit Golfschlägern: BangBoomBang, Lammbock & Funny Games.



Ganz kleines Kino vom Neo Mini-Me Royale: Young Böhmermann. Die halbstarke Kids-Version vom dünnen blassen Jungen und seinen prominenten Schulkameraden als Spezialausgabe. U.a. mit Psychologin Heike Makatsch, Saufkumpane Olli Schulz, Theater-AG-Star Til Schweiger und Rüpelraudi Campino. Eine 45-minütige Reise in die Kindheit eines Böhmis (Link zur ganzen Sendung in der Mediathek).

Ob Dieter Bohlen in seiner Kindheit ausschließlich Strampelanzüge von Camp David getragen hat, oder Angela Merkel 16 Jahre lang das Amt als Klassensprecherin inne hatte, können wir nur mutmaßen. Wo allerdings Jan Böhermermann, der Moderator der ZDFneo-Erfolgsshow "Neo Magazin Royale" das Gedichteschreiben gelernt hat, wie es zu seinen Saarland-Vorurteilen kam und wie er zu dem erfolgreichen Mann wurde, der er heute ist ...weiterlesen "Neo Magazin Spezial: Young Böhmermann"


Gleich nach der ersten läuft nun auch die zweite Staffel von Babylon Berlin in der ARD an. Die erste Episode bzw. Folge 9/10 könnt ihr bereits jetzt in der Mediathek schauen (sogar schon in der neuen Open-Beta-Version). Auf Folge 10 müsst ihr vermutlich noch bis heute Abend warten, wenn die 2. Season um 20:15 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt wird.

Inzwischen ist die komplette zweite Staffel online (und die erste wieder offline).

Hier nochmal alle Mediathek-Links zu den einzelnen Episoden:

Staffel 2:
Folge 9   Folge 10  Folge 11  Folge 12  Folge 13  Folge 14  Folge 15  Folge 16


Immer und überall erreichbar sein. Der Fluch und Segen des Internetz, den alle von uns kennen. Und zwar nicht nur privat, sondern auch im Beruf, wo genau das mittlerweile in etlichen Jobs einfach dazu gehört.
Was der permanent im Hinterkopf sitzende Online-Stress, der stetige Druck und die suchtähnliche mediale Dauerablenkung, die wir uns zusätzlich täglich freiwillig reinballern in unserem Hirn so auslöst, versucht diese Doku aus der arte-Mediathek zu beantworten.

Smartphones, Computer, Tablets digitale Geräte durchdringen heute alle Lebensbereiche des modernen Menschen. Diese permanente Informationsüberflutung gilt besonders in der Arbeitswelt als ein Auslöser für mentale Erschöpfung und Stress. Basierend auf unterschiedlichen Untersuchungen beleuchtet die Dokumentation die Risiken der digitalen Vernetzung.

Die Hälfte der Weltbevölkerung surft heute im Internet, täglich tauschen wir über digitale Geräte riesige Datenmengen aus. E-Mails, Blogs und soziale Netzwerke – sie alle beanspruchen ständig unsere Aufmerksamkeit und sind längst fester Bestandteil unseres täglichen Privat- und Berufslebens. Doch erst seit kurzem existieren wissenschaftliche Untersuchungen zu digitalem Stress.
Eine sehr umfangreiche Studie mit Studenten der Generation Y belegt, dass die Aufmerksamkeitsspanne vor dem Computerbildschirm auf etwa 45 Sekunden gesunken ist. Laut einem Forschungsergebnis aus dem Jahr 2004 lag die durchschnittliche Konzentrationsdauer der Computernutzer damals noch bei drei Minuten.
Kaum einer kann sich der Informationsflut entziehen – mobile Geräte sorgen für ständigen Kontakt mit Familie, Freunden, Kollegen und Netzwerken auf der ganzen Welt. Doch diese ständige Erreichbarkeit und die Reizüberflutung sind Auslöser für Konzentrationsstörungen und mentale Erschöpfungszustände – in den schlimmsten Fällen verursachen sie sogar Depressionen und Burnouts.
Wie beeinflusst dieser endlose Informationsstrom die Psyche? Sind den kognitiven Fähigkeiten des Gehirns Grenzen gesetzt? Sollte sich der moderne Mensch an die neue Realität anpassen – oder häufiger auf das Recht pochen, offline zu sein?
In der Dokumentation erklären unter anderem Neurowissenschaftler, Psychologen und Unternehmer die Auswirkungen der digitalen Informationsflut auf das menschliche Gehirn. Sie erzählen von ihren Erfahrungen und diskutieren die neuesten Erkenntnisse über kognitive Fähigkeiten, die Aufnahme- und Anpassungsfähigkeit des Gehirns und die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung auf den Menschen in der Arbeitswelt.

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Seit den Vorfällen in Chemnitz fällt es mir beim Ernst der Lage zunehmend schwerer, Witze über "Nazis aus Sachsen" noch lustig - oder sagen wir eher noch sinnvoll - zu finden. Anscheinend geht es da aber nicht nur mir so. Auch das Team vom Neomagazin Royale ist sich ihrer Sache da nicht mehr ganz so sicher und stellt sich die Frage: wie soll der Bums hier eigentlich weiter gehen?
Und da sie eine Fernsehshow sind - mit Kameras und allem Pipapo - haben sie aus der internen Diskussion einfach eine offene Diskussionsrunde mit Gast Moritz Neumeier und dem Live-Publikum vor Ort gemacht und das Ergebnis auf YouTube gestellt. Diesmal so ganz ohne Meta-Ebene, Ironie oder eben Satire (okay, ein paar kleine Gags gibt's schon, aber wir sind ja hier auch nicht bei Anne Will). Starkes Format. Und vielleicht der unterhaltsamste Bühnenabbau der Welt. #zusammensachsen

Versöhnung statt Verhöhnung, Dialog statt Monolog, Sachsen Understanding statt Sachsen Bashing. Im Anschluss an unsere Sendung aus Dresden sind Moritz Neumeier und Ralf Kabelka noch ein bisschen geblieben und haben sogar Internet-Böhmi mitgebracht, um sich in einem Werkstattgespräch auf Augenhöhe mit den Zuschauern in der Staatsoperette Dresden zu begeben und eine Diskussion zu führen - über die gesellschaftliche und politische Situation in Sachsen und Witze in Zeiten des Rechtspopulismus. Das Feuilleton ist sich einig: Bildungs-Internet auf Aspekte-Niveau.

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Arte geht mit euch zum Späti von Mehmet, um Champagner zu kaufen und kommt mit Sekt - und einem sympathischen Karambolage-Beitrag über die nahezu immer offenen Berliner Kioske wieder. Ich hätte ja eher ein Sterni genommen, aber hey - für einen deutsch-französischen Kultur-Sender darf's beim Späti natürlich auch mal ein Rotkäppchen-Fläschchen sein. Na dann. Prost, alter arte.


Klaas hat sich als trällernder Schlagersänger auf die Wiesn Wasen gemogelt und dort - vermutlich das erste Mal überhaupt in der Geschichte der Volksmusik - gehaltvolle Inhalte in einem Bierzelt erklingen lassen. Ganz unironisch.
Und ich finde ja, dass es schlimmeres gibt als eine Party-Meute, die besoffen mitgröhlt, wenn lautstark eine bessere Bezahlung in der Pflege, mehr Frauen in Führungspositionen und mehr Solidarität gefordert werden. Geht doch, Late Night Berlin. Nächste mal dann aber bitte auch in München.

Hulapalu und täterä. Klaas crasht den Cannstatter Wasen und nimmt mit einem Song den Besuchern die gesellschaftlichen Sorgen aus dem Kopf, die sie sich noch nicht wegsaufen konnten.


Spielt mal nicht im großen (Babylon) Berlin, sondern in einer kleinen Provinz in Bayern: Hindafing. Eine Serie über ein irgendwie sympathisches Arschloch, das als zugekokster Bürgermeister eine dörfliche Kleinstadt übernimmt. Das bayrische House Hinterland of Cards sozusagen. Und die erste Staffel läuft gerade nochmal in der ARD-Mediathek.