Es hat ein ganzes Weilchen gedauert. Nun kommt die Pixadores-Doku über die brasilianische Graffiti-Bewegung Pixação aber doch noch in einigen deutschen Städten auf die Leinwände. Die Pixadores sind sowas die brasilianischen Berlin Kidz der Favelas, die an Hochhäusern, Autobahnbrücken oder gar fahrenden Zügen ihren Revolutionscharme versprühen. Ein lesenswertes Interview zur Doku sowie mehr Infos findet ihr auf urbanshit.

Pixação versteht sich auch als Revolte, als Rebellion gegen die Gesellschaft, als Schrei derer, die abgehängt am Stadtrand leben und vergessen wurden. Ihre Leben und Existenz lässt sich aber nicht vergessen. Dafür sorgen ihre Buchstaben und Taggs, die sich unübersehbar und wie ein Netz über die gesamte Stadt ziehen (justyo).


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Die Doku über die britische Grime-Electro-Pop-Rebellin M.I.A., die schon vor Jahren angetrailert wurde und nun offenbar doch noch in die Kinos kommt. Ich liebe diese Frau für ihre Power-Mucke, ihren straighten Aktivismus und dafür, dass sie trotz ihres Pop-Star-Daseins (dank der Papierflugzeuge) immer irgendwie ihr eigenes Ding gemacht hat. Und ich will das sehen. Möglichst bald auch bei uns (oder zumindest irgendwo im Netz), bitte.

After receiving rave reviews at both Sundance and Berlin film festivals, M.I.A.'s documentary MATANGI / MAYA / M.I.A, which follows the life of the Sri Lankan-born, English raised pop-star, now has an official release date. The Steve Loveridge-directed film is set to drop on September 21 in the United Kingdom, and September 28 in the United States.




Eine 3-teilige Dokumentation über den Kulturkosmos und das Fusion-Festival, dessen erste Filmaufnahmen in den 90ern auf VHS entstanden und über die Jahre immer wieder fortgesetzt wurde (und auch noch wird). Auf der Homepage der kreativen Party-Organizer könnt ihr die ersten jeweils 40 Minuten langen Parts anschauen - den dritten Part gibt's für begrenzte Zeit auf YouTube (Update: Leider inzwischen schon wieder offline, Part 1 & 2 sind aber still there)

Kurz nach der Fusion 2018 möchten wir Euch für kurze Zeit den dritten Teil der Doku über den Kulturkosmos und das Fusion Festival nicht vorenthalten. Es handelt sich um eine zeitlich begrenzte Veröffentlichung, da der Film noch nicht ganz fertig ist. Die ersten beiden Parts der Dokureihe könnt ihr Euch unter www.kulturkosmos.de anschauen.

“Wenn Mensch hinter die Kulissen des Fusion-Festivals schaut, zeigt sich der Kulturkosmos – ein schillerndes Gemeinschaftswerk unterschiedlichster Akteur*innen. [...]
Unsere Filmreihe handelt von aktiven Menschen, von Selbstbestimmung und Selbermachen. Wie wollen wir leben? Was ist wirklich wichtig? Was auf den ersten Blick als Festival erscheint, entwickelt sich vielleicht in seiner Tiefe zu einem Modellversuch einer gesellschaftlichen Utopie."


Hass ist ihr Hobby. Eine Doku aus der 5 teiligen Rabiat!-Reihe, die gestern in der ARD lief und den Drachenlord ins Fernsehen gebracht hat. Ein 45-minütiger Cybermobbing-Höllentrip ins Drachengame, Siff-Twitter und Trolling mit Auswirkungen im Real-Life. Leider ohne Interview mit dem "Star" der Reportage, der dafür aber auf seinem Kanal sein Statement dazu abgegeben hat.

Die restlichen 4 Filme aus der Doku-Serie vom Y-Kollektiv gibt's sowohl in der Mediathek als auch bei YouTube und bette ich hier gleich mal mit ein: ...weiterlesen "ARD-Doku: Hass ist ihr Hobby | Cybermobbing, Drachenlord & Siff-Twitter"


Eine klasse Doku über eine Schule, die Schulabbrecher über einen völlig anders gestalteten Bildungsweg unterrichtet, der frei von Prüfungen, Leistungsdruck und sämtlichen Dingen ist, die wir alle immer so hingenommen haben. Im Film von Alexander Kleider "lernen" wir das Konzept Schule neu kennen.
Den Trailer hatten wir hier vor einiger Zeit schon, nun gibt's die Berlin Rebel High School auch in voller Länge - in der ARD-Mediathek. Hier der Link.

Versteckt in einem Berliner Hinterhof befindet sich die wohl verrückteste Schule Deutschlands. Kein Rektor, keine Noten, kein Klassensprecher. Der Film folgt Alex, Mimy, Lena und Hanil, die eines gemeinsam haben: Alle sind mehrfache Schulabbrecher. Fasziniert von einer Schule ohne Mobbing und Leistungsdruck beschließen sie ihrem Leben eine Wendung zu geben. Sie wollen den höchsten deutschen Schulabschluss machen, das Abitur. Während ganz Deutschland über frustrierte Eltern und erschöpfte Lehrer lamentiert, macht dieser Film Hoffnung. Durch die teilweise erschreckenden Schulbiografien der Heranwachsenden zeigt er aber auch schonungslos die Schwachstellen unseres Bildungssystems.


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Eine deutsche Doku vom Sundance Festival, die sich um die dunkle Seite der (a)sozialen Medien dreht und die menschlichen "Schmutz"-Filter des Internetz betrachtet: Die Content-Mods von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Ein düsterer Film über die tiefen Abgründe der Menschheit, die Gefahr von Zensur und die Online-Müllabfuhr, die die digitale Drecksarbeit übernimmt. ...weiterlesen "Doku: The Cleaners | Die Online-Müllabfuhr, die die digitale Drecksarbeit übernimmt"


Ein wunderbar unaufgeregter Doku-Film über eine nette kleine WG in Deutschland, in der 3 Menschen aus unterschiedlichen Nationen & Generationen zusammen leben, sich gegenseitig helfen und gemeinsam auf der Terrasse Kippen rauchen. So kann's nämlich auch gehen. Schön.

Der ehemalige Landrat Georg (89), ein Preuße durch und durch, wohnt seit dem Tod seiner Frau mit der 45 Jahre jüngeren Polin Alina zusammen. Die Haushälterin kümmert sich um den rüstigen alten Herrn und bringt neuen Schwung in seinen Alltag.
Mit Fatih, einem 28-jährigen Tunesier, wird das Trio perfekt. Alina hat ihn über das Internet kennen gelernt, und nach der schnellen Hochzeit zieht auch er in das Haus des früheren Politikers ein. So entsteht eine ungewöhnliche Wohngemeinschaft, die jeden der Drei herausfordert, aber letztlich von Erfolg gekrönt wird. Ein Film von HFF-Studierenden Linda Klinkhammer und Pius Neumaier in der ARD.

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Mehr außer den Worten der Antilopengang bleibt mir zu dem Thema dann eigentlich auch nicht zu sagen. Stattdessen lasse ich das Edgar Wasser & Fatoni erledigen, die das schon mal besser gemacht haben:

Die angesprochene WDR-Doku "Die dunkle Seite des deutschen Raps" gibt's in voller Länge auf Facebook oder natürlich in der ARD-Mediathek.

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Im Rahmen einer Doku (siehe unten), die sich die Frage stellt, warum Rapper eigentlich die Polizei nicht so mögen, hat STRG_F einen Studi-Chor aus Hamburg ein Fick-die-Polizei-Rap-Medley covern lassen. Mit Stil statt Swag. Als hübscher ACABella-Song.

Alter Rap-Text, neue Partitur - und plötzlich klingt der Polizistenhass ganz anders. Wie viel bleibt noch übrig von der Gangsta-Attitüde? Ein Projektchor aus Studenten hat für uns ein Experiment gewagt, einige Songs zum Thema neu zu interpretieren. Kurz geprobt und ab ins Studio. Öffnet den Rotwein und genießt die offene Chorprobe über die Polizei.

Tamas - "Fick die Cops"
Haftbefehl - "Copkkkilla"
Nate57 - "Blaulicht"
Casper - "Sirenen"
Hanybal & Nimo - "Fick dich"


Hide the Pain Harold, eines der bekanntesten Gesichter im ganzen Internetz, gibt es nun auch als Bewegtbild. And he's definitely living his Meme.

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German Hip-Hop-History aus den Jahren '88 - '91. Eine durchaus sehenswerte Doku über Breaker, Sprayer, Rapper und DJs aus einem fast 30 Jahre alten Berlin. Die Geburtsstunden einer adaptierten Subkultur, die damals noch ein Geheimtipp aus dem Underground war. Oldschool to the Fullest.

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Ein Fall, der mir schon immer wie ein Film vorkam, wurde verfilmt: Das Geiseldrama von Gladbeck. Eine tatsächlich auf wahren Begebenheiten beruhende Gangster-Tragödie aus dem Jahr 1988, die vorgeführt hat, wie dreckig und sensationsgeil Medien sein können, wenn Journalisten ihre Grenzen nicht kennen ("Wie fühlen Sie sich mit der Pistole am Hals? Denken Sie, dass er wirklich abdrückt?").
Der ARD-Zweiteiler ist dabei sehr nah an der Realität, was man auch in der danach gelaufenen Doku sehr gut sehen kann, die es auch noch in der Mediathek gibt. Eine unglaubliche Geschichte über zu Stars gemachte Kriminelle, aus der aber heute noch viele Medienmacher etwas lernen könnten. Zum Beispiel eine gewisse Zeitung mit vier Buchstaben, die anscheinend immer noch nichts kapiert hat.

Hier der Link zum Film "Gladbeck" in der ARD-Mediathek.