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Auf Arte läuft mit La Haine einer meiner Top10-Filme aller Zeiten, der die Geschichte von einer Gesellschaft erzählt, die fällt und nicht zu altern scheint, obwohl sie jetzt auch schon 26 Jahre auf dem Buckel hat. In Sounds Of Germany macht Olli Schulz eine musikalische Reise quer durch D-Land und landet am Ende selbst im Fernsehgarten. Dichtung & Wahrheit dokumentiert nochmal, wie HipHop nach Deutschland kam und wird grad von allen Rapheadz empfohlen.
Aurel Mertz hat endlich (wieder) eine eigene Show im Fernsehen und nimmt satrisch jede Woche etwas außeinander, was hierzulande nicht so doll bis sehr beschissen läuft. Paradox aka ein Ex-BerlinKidz-Member beweist, dass Genie und Wahnsinn oft nah beeinander liegen. Und in der Arte-Doku Die Erdzerstörer erfahrt ihr, warum ich Autos so scheiße finde und wie "gut" die Menschheit mit ihrem Zuhause umgeht.



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Das C in CDU steht für Cringe und der finale Beweis dafür ist dieses bisher beste Wahlkampf-Interview, in dem sich ein Bundeskanzler-Kandidat von zwei kleinen Kindern komplett vorführen lässt und wie der unsymapthischste Mensch auf der ganzen Welt rüberkommt. Gewinner dieses Triells sind auf jeden Fall eindeutig Romeo und Pauline. Liebe Grüße an den gerade vermutlich sehr schwitzenden PR-Berater von Armin, der diesen Auftritt für eine gute Idee hielt.

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Trash-TV-Ikonen sind mir ja manchmal sympathischer als gewisse Tatort-Schauspieler von der großen Leinwand, die nuschelnd in eine Kamera schwurbeln und so tun, als wären sie plötzlich wirklich Dr. der Virologie. Dann doch lieber wissenschaftlich korrekte Impfluencer aus TeamRTL2.


Der Wer-wird-Millionär-Psychologe Leon Windscheid setzt Klimaktivismus und Konservativität zusammen auf die Couch und macht mit ihnen eine Paartherapie der Meinung, in der Carla Reemtsma den alten weißen Mann ganz schön alt und weiß aussehen lässt. Deep und Deutlich geht in die zweite Runde und ist immer noch die einzige Talkshow im Fernsehen, in der das Durchschnittsalter der Gäste deep und deutlich unter 50 liegt. Und bei Jung & Naiv beantworten Maja Göpel und Luisa Neubauer die Klimafrage mal ohne jemanden, der irgendwas mit Wirtschaft wichtiger findet als den eigenen Planeten.
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Die Netflix-Doku über die bösen Sozialen Medien, die uns angeblich alle zu hochemotionalen Dopamin-Junkies werden lassen, gibt's jetzt auch auf einer Social-Media-Plattform. Passend dazu läuft in der ARD-Mediathek gerade die preisgekrönte norwegische Serie "Nudes", in der es um Cybermobbing auf u.a. jenen sozialen Medien geht. Und wenn euch das alle zu viel wird, könnt ihr auf SpiegelTV mit einer oldschooligen Hamburg-Doku in eine Welt ohne Facebook & Co. zurückreisen (genauer: ins Jahr 2006).

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Eigentlich ist ja gerade dieses ominöse Sommerloch im TV, weil sowieso alle draußen rumsommern oder Fußball schauen oder sogar beides gleichzeitig machen. In Mediatheken der Öffis merkt man davon aktuell allerdings nicht so viel, denn es gibt da momentan tatsächlich ein paar ganz gute und durchaus spannende Dinge zu sehen, wenn man denn möchte.
Durch das Y-Kollektiv habe ich bspw. erfahren, dass die ersten Clubs in Deutschland schon wieder aufhaben und ich eine Party mit 1500 darin abtanzenden Menschen noch ganz schön verrückt finde. Der WDR hat ein sehr sympathisches Portrait über 8 noch sympathischere Menschen aus der Generation Z gemacht. In der Nordstory spaziert ihr durch eine deutsche Kioskmetropole und bekommt Brause, Bier und bunte Büdchen.
Schockwellen gibt euch ein Corona-Zwischenfazit und liefert nochmal chronologisch die Nachrichten der scheinbar nie endenden Pandemie. Und in Heroes treffen Urgesteine der deutschen Comedy auf die nächste StandUp-Generation, was in dem Fall ein sehr ehrliches Date mit Kurt Krömer und Moritz Neumeier bedeutet.


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Eigentlich ist ja gerade dieses Sommerloch im Fernsehen, weil sowieso alle draußen abhängen - erst recht nach drölfzig Wochen #wirbleibenzuhause, die man hauptsächlich mit Bildschirme anstarren verbracht hat. Das Wetter scheint sich aber demnächst erstmal ein bisschen zurückzuziehen und da sind ein paar Streamingtipps für Zeiten, in denen man sehr viel weniger machen kann, wenn es regnet ja schon sehr praktisch. Und außerdem will ja niemand NUR Fußball gucken. Auf Arte findet man bspw. Captain Fantastic, ein selbstkritischer und doch sehr sommerlicher Aussteiger-Film mit Viggo Arragorn Mortensen. Im WDR-Machiavelli-Podcast haben Jan Delay & die grüne Kanzlerkandidatin ein Stündchen über dies, das und Politics gequatscht. Auf ZDF gibt es mit Schwarze Adler sogar für Nicht-Fußball-Interessierte eine interessante Fußball-Doku. Pierre M Krause hat seine allerletzte Late-Night-Show inklusive Best-Of abgeliefert. Und arte hat via Tracks hat eines der übrig gebliebenen Berlin Kidz portraitiert, aber mit #dreckshure und Komm Komm Grundeinkommen auch gerade zwei sehenswerte Dokus in der Mediathek.



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Wir brauchen Utopien und große Entwürfe. Nicht als konkretes Ziel, sondern als Regenbogen, auf den wir zugehen können, den wir aber nie erreichen werden. Aber was wäre die Welt ohne Regenbögen?
- Volker Strübing (Autor der Doku)

Eine in die Welt von überübermorgen blickende Doku-Perle aus der 3Sat-Mediathek, die sich mal genauer anschaut, wie das mit der Zukunft eigentlich so aussieht. Und es ist ein bisschen, wie die weitergedachte Version einer "futuristischen" ZDF-Doku aus dem Jahr 1972, die in das Jahr 2000 reist - nur halt diesmal ein paar Jahrzehnte später. Mit einem bereits in der Gegenwart existierenden Space-Auto auf dem Mars - statt einem langweiligen Flugtaxi auf der Erde. Was kann das also noch kommen? Eine von vermutlich sehr vielen Antworten darauf bekommt ihr im weit nach vorne schauenden Film von Volker Stübing, den ich letztes Jahr schon mal mit einer ebenfalls sehr sympathischen Digital-DDR-Doku hier verbloggst hab.

Früher war fast gar nichts besser. Bis auf die Zukunft. Visionen von Weltraumstädten und fliegenden Autos statt der heute verbreiteten Untergangsstimmung. Die Dokumentation sucht neue Utopien.

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Entweder ich werde langsam alt oder die Öffis-Mediatheken entwickeln sich allmählich zu einer guten Serien-Streaming-Alternative (mit hin- und wieder sehr stabilen Eigenproduktionen). Neben Sløborn, Bad Banks, Drinnen, Feuer & Flamme und Schlafschafe ist mein aktuelles Highlight dort die durch viele Metaebenen schießende Mini-Serie: How to Tatort. Und keine Angst, Jan Josef Liefers ist nicht dabei und die 6-folgige Mockumentary-Show ist definitiv kurzweiliger als jeder schnarchige Sonntagabend-Tatort.


Auch ohne Netflix & Co. gibt es wieder viel zu gucken, was sich zu gucken lohnt (und diesmal auch zu hören): Im WDR läuft die die mittlerweile 4. Staffel der großatig gemachten Feuerwehr-Doku-Serie Feuer & Flamme. In der 3Sat-Mediathek ist derzeit die hier schon mal verbloggte Kapitalismus-Doku über das alte Märchen vom endlosen Wachstum.
Im Female-Tech-Nerd-Podcast vom NDR war Katja Diehl aka She Drives Mobility zu Gast und hat über den Verkehr der Zukunft gesprochen. Zwei Koriphäen der Generation MTV sprechen etliche Jahre später über Depressionen und die neue TNT-Serie The Mopes über eben jenes Thema. Und bei Tracks haben sie Helge Schneider in einer Plattenkiste stöbern und ein bisschen plaudern lassen.
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Eigentlich möchte man diese Menschen ja gar nicht mehr sehen, die nach über einem Jahr immer noch die Pandemie leugnen. "Schlafschafe", eine durchaus gut gemacht Serie über eine immer weiter abschwurbelnde Aluhutträgerin fand ich aber dennoch sehenswert, weil sie bei der ganzen Absurdität nicht vergisst, wie dramatisch und gruselig es sein kann, wenn Freunde oder Verwandte sich zum Covidioten radikalisieren.
Erinnert von der Produktionsart ein bisschen an die Mini-Serie "Drinnen", die ürbigens für den Grimme-Preis nominiert war und auch eine so genannte Instant-Serie ist, die schnell zu drehen und so aktuelle News mit einbauen soll.