Ein politisch engagierte Rapperin mit feministischen Zügen und ein vollblutassiges Straßenrap-Urgestein mit Macho-Attitude. Sookee und MC Bogy im Dialog über Gott, die Welt und Hip-Hop. Und ich liebe es ja, wenn so unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen und die Dinge bei 'nem Bierchen und 'nem Kakao einfach ausdiskutiert werden (ratet mal, wer was trinkt ;o). Denn wie es nun mal so ist, am Ende haben sie doch mehr gemeinsam als man denkt.


Ich glaube ja, Sookee wäre eine ganz gute Bundeskanzlerin. Jedenfalls bei dem Thema. Ihr neuester Track dreht sich nämlich um schwule Tiere. Denn Tiere lieben nämlich einfach, wen sie wollen und geben einen Fick darauf, was die Gesellschaft für "normal" hält oder nicht. Sollten wir auch öfter tun.

Sookee liefert mit ihrem vorläufigen Abschiedsbrief eine schöne Ergänzung (und eine Abrechnung) zum Thema Frauen im Rap. Ich bin zwar nicht in jeder Hinsicht auf ihrer Seite (aber zu 90% schon, mehr darüber hier), finde es aber dennoch wichtig, dass es Tracks wie diesen gibt.
Ist doch schön zu hören, dass Hip-Hop (auch) ein politisches Forum mit Niveau (und eben mit Stimmen und Gegenstimmen) sein kann. Ganz abgesehen davon bockt mich der leicht aggressive Song von ihr (vom neuen Album Lila Samt) aber auch vom Sound. Ich mag dich wütend, Sookee (und deshalb bist du auch ein Bad Boy!).

Und weil's thematisch aktuell so schön passt und eine etwas andere Darstellung (mit eigentlich der gleichen Aussage, nur als Satire und witziger) ist, gleich nochmal Bad Boy von Edgar Wasser.

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