Letztens das erste Mal in meinem Leben das Wort Asyltourismus gehört und festgestellt, dass ich die CSU und die AfD endgültig nicht mehr unterscheiden kann. Der Söder scheint wohl tatsächlich zu glauben, dass Menschen nicht etwa vor dem Krieg fliehen, sondern freiwillig(!) nach fuckin' Bayern einreisen. Und ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich laut loslachen will oder ihm eine ordentliche Schelle dafür verpassen möchte.


Satire hat's im Internet ja nicht immer einfach. Viele nehmen sie für bare Münze.

Geschaffen wurde die bekannte Abbildung der Baumpflanzerin 1949 im Nachgang der Währungsreform 1948 von Gerda Jo Werners Mann für einen Gestaltungswettbewerb, den das damals zuständige Direktorium der Bank deutscher Länder (später: Deutsche Bundesbank) ausgeschrieben hatte. Für die 50-Pfennig-Stücke wurde ein Motiv gesucht, das den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg verkörpern sollte. (Wikipedia)


Da quäle ich mich wochenlang damit rum, mich in rechtliches Gedöns für die DSGVO einzulesen, meine Datenschutzerklärung um drölfzig Seiten zu erweitern, IP-Speicherungen zu löschen und als Voll-Noob irgendwelche Tracker und Cookies aus meiner Seite zu koten (ich habe keine Ahnung, was ich hier tue). Und dabei hätte ich doch einfach nur ein Bildchen auf Facebook teilen müssen. Ich Dummchen.
Apropos. Hiermit widerspreche ich allen Gesetzen in jedem Land und kann mit sofortiger Wirkung tun und lassen, was ich will. Schönen Tag noch.

Manchmal haben die Beamten der EU wirklich Mitleid verdient. Seit Jahren arbeiten sie an neuen Regeln für den Datenschutz, um sie an die durch Internet und Smartphones geschaffenen Bedingungen anzupassen. Nach Verhandlungen mit Industrie-Lobbyisten, Datenschützern und Abgeordneten tritt am 25. Mai die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft. 88 Seiten mit 99 Artikeln und 173 Begründungen, bestehend aus 50 339 Wörtern. Doch die Beamten in Brüssel haben nicht mit einem mächtigen Gegner gerechnet, der scheinbar über den Gesetzen steht: ein simples Bild auf Facebook.
Einmal auf den Teilen-Button gedrückt, schon gelten die Datenschutz-Regeln mit ihren 50 339 Wörtern nicht mehr und die jahrelange Arbeit der Bürokraten war umsonst. So scheinen sich das zumindest viele Nutzer vorzustellen. Auf Facebook wurde folgender "Widerspruch" bisher tausendfach geteilt. (Quelle: süddeutsche)

Steht ganz sicher so im Koran.


Eine noch junge Satire-Show im Ersten von den Machern des Neomagazins aka der btf. Und sie erzählt die kleinen Geschichten des Alltags eurer Alten. Oder die von deren Alten, je nachdem, in welchem Jahrtausend ihr so geboren seid.
Ist ja aber auch egal, denn man ist ja eh nur so alt, wie man sich fühlt (morgens so um die 106 und abends wieder 18) und es im Social-Media-Profil angibt. Schließlich sind wir doch eigentlich alle nur kleine - und unnatürlich groß geratene Kinder.

Wenn Maren Kroymann zusammen mit Annette Frier, Burghart Klaussner, Cordula Stratmann, Arved Birnbaum und anderen in der Radio-Bremen-Sketch-Comedy "Kroymann" einen satirischen Blick auf Frau und Mann, auf Alt und Jung, auf Politik und Gesellschaft wirft, wird es bitterböse. Schnell und erbarmungslos nimmt "Kroymann" alles auseinander, was politisch korrekt wirkt.


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Zwei Plakate mit einer Geschichte über die guten alten Grenzen von Satire: Die Plakate stammen nämlich nicht vom Jägermeister himself, sondern sind eine satirische Antwort auf eine legale harte Droge und eine illegale weiche Droge. Und zwar aus dem Jahr 1981. Fand Jägermeister damals allerdings weniger lustig, leitete rechtliche Schritte ein und gewann sogar den Prozess (war nämlich nicht "Satire" genug bzw. nicht als solche erkennbar).
Das nahmen die Verantwortlichen von der Satire-Zeitschrift Pardon wiederum mit Humor und konterten schließlich damit, dass man ab jetzt keinen Jägi mehr trinkt, weil man ja auch ohne Alkohol Gras haben kann - solange der Dealer eben nicht im Knast sitzt. Ein neues Plakat mit dem nun geänderten Slogan: Einer gegen alle.

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Ein Shitstorm-Säer, der Scheiße in Gold verwandelt. Denn Influencer sind längst out, Outfluencer sind jetzt in. Die Erfolgsgeschichte eines Kevins (aka Tanzverbot).

Influencer sein - Der Traum einer Generation. Doch Kevin Funke macht es anders: Er ist Deutschlands erster Outfluencer.

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TheRealFuehrer is bäck. Mit einem Unboxing-Video seiner größten Hetz. Inklusive Nazi-Spinner, einem selbstgemalten Bild vom Führer persönlich und dem Buch Die 3 Hakenkreuze und der verlorene Weltkrieg (nicht im Preis mit enthalten).

"Zum 88. Adi Hetz-Jubiläum lässt sich euer Führer nicht lumpen und beglückt alle Deutschland-Fans mit einer großen Geschenkbox und faschistischen Songs zum Abwinken. Erhältlich ab sofort für schlappe 8,88 Euro in allen teilnehmenden Fachgeschäften, im real-Onlineshop und natürlich im Gasthaus zum Goldenen Löwen unter der Ladentheke."

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Marke adihass.

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Irgendjemand hat Deutschland gespalten. Und zwar gleich 6 mal. Jetzt wohne ich im Aldi Nord, kann fast normales deutsch - rede allerdings nie. Als Hamburger kommt man da also noch ganz gut weg. Wer jedoch in Hannover, Bielefeld oder irgendwo im Osten wohnt: tut mir leid (für euch ;o).

Update: Jetzt auch in der Hamburg-Edition.

12 Wege, Hamburg zu teilen from r/de


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Und das Netzdurchsuchungsgesetz so: Ach komm, kein Bock mehr - wir lassen einfach irgendwelche Mitarbeiter von Facebook, Twitter & Co entscheiden, was in Deutschland gesagt werden darf und was nicht. Das geht bestimmt gut.
Tja. Oder auch nicht. Denn nachdem gleich zu Beginn des Jahres die ersten Satire-Tweets der AfD Titanic gesperrt wurden, trifft es nun die gute Barbara auf Facebook, der wegen Verstößen gegen die Gemeinschaftsstandards eine Löschung auf FB droht. Und das obwohl sie mit ihren Sprüchen in den meisten Fällen sogar gezielt Hatespeech auskontert und mit einer Prise Humor in etwas Positives verwandelt.
Anscheinend kann selbst ein wahlloses "Arschloch" schon als Grund für eine Löschung ausreichen und alles ist reine Willkür, wie die geclaimten und weniger als harmlosen Beispiele der Überklebenskünstlerin zeigen. Und wenn das alles so weitergeht, ist Satire in den sozialen Medien vermutlich bald tot (oder wandert hoffentlich woanders hin). Zumindest in Deutschland. Danke, Heiko Maas.

Hi Leute,
ich bin wieder zurück im Netz, die kleine Auszeit hat gut getan.
Leider gibt es ein Aber:
In den letzten Wochen haben Facebook und Instagram zahlreiche Beiträge von mir gelöscht, weil sie angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Dabei wurde mir gedroht, dass mein Account gelöscht wird, wenn das nochmal passiert.
Es waren (aus meiner Sicht) völlig harmlose Beiträge, die sich gegen rechtsradikale Schmierereien und diskriminierende Schilderbotschaften gerichtet haben, ihr kennt meine Arbeit.
Leider kann ich die betreffenden Fotos hier nicht zeigen, sonst löschen die tatsächlich meinen Account.
(Es geht zum Beispiel um das Foto “Mein kleiner, grüner Kaktus”, das Foto mit dem Aufruf einen Tanz-Flashmob vor einem beleidigenden Schild zu machen, den Brief von Bernd H. mit dem AfD-Kugelschreiber, ein Foto von einem Verkehrsschild, dem ich einen Bikini hinzugefügt habe. Und weitere Beiträge, die meines Erachtens gegen kein Gesetz der Welt verstoßen.)
Über das Löschen von Beiträgen entscheiden irgendwelche Angestellte von privaten Firmen im Auftrag von Facebook und Instagram, die im Schnellverfahren entscheiden und nicht einmal irgendwelche Gründe für das Löschen nennen.
Ich sehe die Freiheit im Internet dadurch mehr als nur bedroht, sie wird aus meiner Sicht dadurch ruiniert.
Wie soll Satire im Internet funktionieren, wenn die Satiriker dem Urteil von privaten Firmen ausgesetzt sind, die sich als Richter aufspielen.
Um das klar zu sagen: Ich bin auch der Meinung, dass etwas unternommen werden musste, um Hass und Gewaltandrohungen im Internet einzudämmen. Wenn zum Beispiel etwas strafrechtlich relevant ist, dann gibt es dafür das Strafrecht.
Aber Satire kann in den sozialen Netzwerken unter den gegebenen Umständen nur noch zensiert stattfinden.
Es beginnt schon mit der Zensur im Kopf. Ich muss mir jetzt gut überlegen, ob ich einen Beitrag poste oder nicht, denn die Gefahr, dass meine Seite komplett gelöscht wird, ist allgegenwärtig.
Das war auch vorher schon so, bezog sich aber meistens auf die Darstellung von Nacktheit, dem prüden amerikanischen Verständnis davon, dass ein weiblicher Nippel etwas Schreckliches ist, nichtmal eine stillende Mutter durfte gezeigt werden. Auch der weltberühmte David von Michelangelo durfte nicht gezeigt werden, weil man seinen Pipimann sehen konnte. (Stand sogar in den FB-Gemeinschaftsstandards)
Damit musste und konnte ich irgendwie leben, aber willkürliche Zensur meiner Arbeit durch Privatfirmen, die offensichtlich nicht die geringste Ahnung von Satire haben, empfinde ich als unwürdig und es erstickt meinen Schaffenswillen im Hinblick auf die sozialen Netzwerke.
Ich kann und werde auf der Straße weiterhin meine kleinen Zettelbotschaften kleben, aber ich werde mir genau überlegen, wie ich mit dem veröffentlichen von Fotos auf Facebook und Instagram umgehe. Beuge ich mich der Zensur und poste nur noch völlig unverfängliche Love-Messages, die keinen möglicherweise verfänglichen Interpretationsspielraum offen lassen und sende damit ein verfälschtes Gesamtbild meiner Arbeit in die Welt, oder lasse ich es ganz und konzentriere mich auf die Straße, wo ich wirklich frei bin?
Ich werde die Entwicklungen beobachten, bewerten und irgendwann eine Entscheidung dazu fällen.
Ich habe ständig versucht dem Hass im Internet mit meinen Botschaften etwas entgegenzusetzen, habe dafür super viel positives Feedback bekommen, nicht zuletzt sogar den Grimme online Award. Dass ich jetzt von den Plattformen Facebook und Instagram dafür abgestraft werde, fühlt sich schrecklich und unwürdig an. Ich liebe die Freiheit und kann auf Dauer nur dort agieren, wo ich sie leben kann.
Facebook war mal so ein Ort und ich werde genau hinschauen in welche Richtung sich das alles entwickelt.

In Liebe und der Hoffnung, dass sich die Sache zum Guten wendet,
Eure Barbara.

Quelle: Barabara auf Facebook

...weiterlesen "Facebook zensiert Posts der Überklebenskünstlerin „Barbara“ und droht mit Seiten-Löschung"

Die Penner-Family soll ihm wohl auch Gold und irgendein Kraut angeboten haben, dass sie angeblich gleich umsonst bekommen würden, wenn das Kind käme. Konnte mir dann meinen Teil denken.
Naja. Ich wette, am Ende hätten die doch sowieso wieder nur versucht, uns ihren religiösen Quatsch aufzudrängen. Da feier ich doch lieber schön Weihnachten. Alles Gute zum Fest der Nächstenliebe.


Es ist das Fest der Liebe, sagen sie. Und zur Liebe gehört eben auch Ehrlichkeit, sagen sie. Sollen sie haben, hat sich das Bohemian Browser Ballett gedacht - und eine unzensierte Version von Weihnachten untern Tannenbaum gelegt. Ein gar nicht mal so beschissenes Geschenk.

Stellt Euch vor, es ist Weihnachten, und alle sagen was sie denken.