Die Idiotären, die loszogen, um Flüchtlinge wieder dahin zu bringen, woher sie geflohen waren und angeblich gegen Schlepperei vorgehen wollten, müssen nun anscheinend abgeschleppt werden. Denn ihr Schiff, die C-Star ist nun offenbar selber in Seenot geraten. Dabei wollten die IBster doch eigentlich auch die angeblich illegalen Machenschaften der NGOs behindern, die sonst Flüchtlinge in Seenot retten. Jetzt bräuchten sie genau die Hilfe.
Und ich dachte, die Meldung der selber Asyl suchenden Crew auf der C-Star vor 2 Wochen wäre an Ironie nicht mehr zu toppen. Realsatire at it's fuckin' best. Die HoGeSa hat zur Feier des Tages gleich mal das Logo der Idiotären passend verändert (und einen netten Artikel verfasst). Fehlt nur noch Musik. Da hilft uns aber zum Glück Snickli aus: Sie nennen sich identitäre Bewegung, dabei sind sie doch nur Nazis mit'ner komplizierten Erklärung. 

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Über 100.000€ haben sie gesammelt, um Europa mit einem Schiff vor den Asylanten zu "retten" und diejenigen wieder dahin zu bringen, wo sie nicht mehr sein wollten. Nun haben die Nazis aber offenbar ein kleines Aufenthaltsproblem mit einigen Mitgliedern aus ihrer Multi-Kulti-Crew, von denen 5 wohl gerade Asyl aufsuchen während der Kapitän unter Schlepperverdacht steht. Und ich frage mich ja, was da der Postillon überhaupt noch machen soll, wenn das alles stimmt.

Für die Idiotäre Bewegung selbst natürlich alles eine riesengroße Verschwörung, auf reddit und auf Twitter feiert man den Fail hingegen ziemlich ab. Und auch auf Facebook gibt's Props - von der Antifa nämlich.

Identitärenaktion ist voller Erfolg! from de

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen - für alles andere gibt es die Identitären from de

Vom Justillon. Die Realsatire der Justiz. Mit übrigens echten Fällen und echten Gerichtsprotokollen. Denn es ist #NichtderPostillon. Obviously.

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Nur eine Woche nach G20 waren letztes Wochenende schon wieder jede Menge Assi-Touris in Hamburg, um bei einem Großevent die Sau rauszulassen. Beim von mir über alles gehassten Schlagermove, der sich aus einer Mischung aus Ballermann-Publikum und Karnevalsverein zusammensetzt und in ganz St. Pauli nicht nur viel Müll, Kotze und Pisse hinterlässt, sondern - viel schlimmer noch - den Kiez mit Helene Fischer dauerbeschallt.

Nach der Aufräumaktion letzte Woche beim G20 fragten wir uns hier Samstag noch, ob diesmal auch wieder jemand den Job übernimmt. Und ja, gab es. Ein netter Block aus ca. 30 Linken trat als Putzkolonne an, wurde dann aber von etwa 100 Bereitschaftspolizisten vorzeitig gestoppt, weil sie teilweise vermummt waren und als unangemeldete "Demo" galten.
Schließlich bekamen sie sogar Putzverbot. Und ich finde das alles nicht nur sehr deutsch und sehr ironisch, sondern irgendwie auch bezeichnend für die Arbeit der Polizei letzte Woche beim G20. Hier ein ganzer Blog-Artikel von einem der beteiligten Aufräum-Aktivisten mit den dazugehörigen Fotos.

Verkehrte Welt? Hier putzt ein „Schwarzer Mob“ den Kiez!

Verkehrte Welt? Hier säubert ein „Schwarzer Mop“ den Kiez von den Überresten des Schlagermoves!
Viel Müll ist allerdings nicht zu holen, schließlich war ja bereits in den frühen Morgenstunden die Stadtreinigung im Einsatz – das dürfte den Organisatoren allerdings egal sein. Hinter dem Putz-Aufruf stehen die Aktivisten von „G20 entern“. Mehr über die klar ironisch gemeinte Aktion hier: http://bit.ly/2t4Ubot

Posted by Hamburger Morgenpost on Sonntag, 16. Juli 2017

„Frau Doppelstein, ein aufmerksamer Bürger ist der Meinung, er kann spüren, dass es Ihren Schafen nicht gut geht. Zuletzt erkennt er es daran, dass sie so traurig gucken. Ich halte davon auch nicht viel, aber wir müssen dem nachgehen. Könnten Sie bitte irgendetwas tun, damit Ihre Schafe fröhlicher gucken?“

Nein, nicht der Postillon. Echt. Und der Anzeige wurde sogar nachgegangen. Ohne Ergebnis. Eigentlich eine ganz lustige Nummer, die mal wieder die manchmal elendig deutsche Bürokratie vorzeigt. Für die Schäferin wohl aber nicht so. Die hat den Laden u.a. wegen diesem Behördenunsinn geschmissen. Und ich bin ja zumindest froh, dass man noch keine Menschen anzeigen kann, die traurig gucken.


Der Typ, der angeblich "geschlagen" wird (im Video sieht man davon nicht wirklich was, wundern würde mich es aber auch nicht) heißt Martin Lejeune und ich habe mir letztens erst sein Twitter-Profil mit angewidertem Gesicht angeschaut. Der Typ ist quasi verliebt in Erdogan. Und gelegentlich leugnet er selbst offenbar auch mal den Holocaust.
Beim Halb-Marathon in Berlin ruft er vergeblich nach "Nazimethoden" von der Polizei, die er sich regelrecht zu wünschen scheint, damit der achsotolle "Demokrat" Erdi endlich auch mal recht hat mit dem Zeug, das er immer so von sich gibt. Klappt dann wohl aber irgendwie nicht so ganz, das Verdrehen mit der Realität. Meine Lieblingsstelle ist übrigens die (4:15), an der er sich elegant wie ein Fußballer bei einer Schwalbe zu Boden fallen lässt und "Aua!" schreit. Besser kann das Satire auch nicht. Trauriger Funfact: in der Türkei säße er deswegen mindestens im Knast.

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Erst haben Erdogan-Fanatiker öffentlich eine Frankreichflagge verbrannt, dann rief die Türkei einen Kuh-Ban für holländische Rindsviecher aus. Und nun zerquetschen AKP-Politiker ohne Skrupel ein paar Orangen und trinken sie mit ganz doll bösen Blicken aus (ihr wisst schon, wegen Oranje und so).
Ich glaube, irgendwer muss die Realität mit dem Postillon ausgetauscht haben. Anders kann ich's mir nicht mehr erklären.

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