Trainsurfing ist offenbar doch nichts, was nur die Kidz von heute machen. Denn das hat anscheinend auch schon die Generation eurer Großeltern gemacht. Oder zumindest einer von ihnen: der Schauspieler und Stuntman Arnim Dahl (u.a. als Double für Heinz Rühmann), der bereits 1957 vom Dach einer fahrenden U-Bahn sprang - und zwar mit einem Salto ins Hamburger Hafenbecken.
Tja. Was die Berlin Kidz können, kann Hamburg eben auch. Und zwar schon knapp 60 Jahre vorher.

via

Moin. Jemand hat den Regen in Hamburg über Nacht weiß angemalt. Ich bin dann mal Schnee fegen. Frohe Ostern, Diggas.


In den letzten Tagen waren es ja bis zu -15 fuckin' kalte Grad in Hamburg, die jedes aus der Winterkapuze hervorgebrachte "Moin" erzittern ließen. Das bietet in so einer schönen Stadt natürlich auch viel Raum für ästhetische Bilder - und zwar welche, die endlich mal mehr Klicks bringen als die "tollen" Videos von DagiBee. So jedenfalls der Plan der Nordmänners von Kleinpass Webstories, die allerdings Fisch- und Franzbrötchen dann doch interessanter finden als ein Winter-Märchen. Kann ich verstehen.

"Die Russenpeitsche hat ihre eisigen Riemen bis in Deutschlands Norden geschlagen.
In Hamburg herrscht the Beast from the East.“

Inzwischen hat sich die Wetter-Lage in Hamburg übrigens beruhigt und es herrscht wieder Normalzustand: Regen (der hoffentlich erstmal nicht mehr gefriert, weil jetzt verdammt nochmal der Frühling kommt, digga).
Die Russenpeitsche des Nordens gegen die Klicks von DaigBee
via

1


Moin Coin aus'm Norden - in Hamburg gibt es offenbar bald eine neue Währung: Diggacoin. Hanseatic Cryptocurrency von einem Dude vom inzwischen geschlossenen Label Rattos Locos, das nun doch noch Ca$h zu machen scheint (zumindest laut Hip-Hop-Podcast). Diesmal eben wortwörtlich. Mit Blockchains statt Goldketten um den Hals. Na dann. Viel Spaß beim hodln, Diggas.


Arte Tracks war in Hamburg unterwegs und hat die OZM Gallery in der Schanze besucht, die vor 10 Jahren noch eine alte Fabrik war und mittlerweile ein Gesamtkunstwerk entstanden ist. Dort lässt sich u.a. auch das einzige erhaltene Indoor-Werk von OZ bewundern, in dem auch ein fröhlich bunter Sarg für die verstorbene Hamburger Graffiti-Legende steht (RIP).
Wer vorbeischauen will, muss sich allerdings beeilen - denn das ganze Ding wird wohl leider bald abgerissen. Zur Not gibt es aber auch noch einen virtuellen Rundgang via 360°-Cam auf der offiziellen Website.

„Die OZM Art Space Gallery im Hamburger Schanzenviertel ist der bunt bemalte Traum der europäischen Graffiti-Szene. Tausendfünfhundert Quadratmeter Street-Art verteilt auf drei Etagen. Szene-Stars wie Darco FBI, Oz oder Won ABC haben hier ganze Räume gestaltet. Doch nun kommt der Abriss und die Street Art wird, was sie eigentlich immer war: vergänglich.“


via


Eunique sendet euch mit einer Hymne über meine Perle ein paar Hip-Hop-Vibes aus dem Norden - und ich setz' die Kapuze auf. Hamburger Swag.

Hansestadt Hamburg - Ich lass' es regnen auf euch jeden Tag!


Ich bin ja einer dieser Menschen, die über Umwege von Berlin nach Hamburg gezogen sind und beide Städte eigentlich ganz gerne mögen. Gut, Wetter und Fußball kann Hamburg jetzt nicht so, dafür fährt man aber, weil alles ein bisschen kompakter ist auch nicht stundenlang durch die Gegend, wenn man sich mal "kurz" auf'n Kaffee trifft. Der Döner ist hier im Norden zwar kleiner und schmeckt nur halb so gut, ist dafür aber wenigstens doppelt so teuer als in Berlin.
Aber hey, wir haben einen richtigen und schönen Hafen, den motherfukkin' G20 überstanden (welche Stadt kann das schon von sich behaupten?) und hier leben die wenigsten AfD-Wähler aller Bundesländer, Diggers. Macht das erstmal nach, ihr Berliner. Oder hört euch einfach den ganzen Text vom Slammer Sebastian Lehmann an. Ist nämlich auch was für euch. ...weiterlesen "Über seltsame Menschen, die Hamburg nicht mögen – und Berlin"

Der Sommer plätschert hier im Norden so vor sich hin und beim Dockville-Festival wird im Regen getanzt. Und später verliert dann wieder dieser HSV verletzt sich der Torschütze vom HSV beim Jubeln - ist er wohl nicht gewohnt. Ein typischer Tag aus meinem Leben in Hamburg. Naja. Wenigstens kein G20 heute.

2

Nur eine Woche nach G20 waren letztes Wochenende schon wieder jede Menge Assi-Touris in Hamburg, um bei einem Großevent die Sau rauszulassen. Beim von mir über alles gehassten Schlagermove, der sich aus einer Mischung aus Ballermann-Publikum und Karnevalsverein zusammensetzt und in ganz St. Pauli nicht nur viel Müll, Kotze und Pisse hinterlässt, sondern - viel schlimmer noch - den Kiez mit Helene Fischer dauerbeschallt.

Nach der Aufräumaktion letzte Woche beim G20 fragten wir uns hier Samstag noch, ob diesmal auch wieder jemand den Job übernimmt. Und ja, gab es. Ein netter Block aus ca. 30 Linken trat als Putzkolonne an, wurde dann aber von etwa 100 Bereitschaftspolizisten vorzeitig gestoppt, weil sie teilweise vermummt waren und als unangemeldete "Demo" galten.
Schließlich bekamen sie sogar Putzverbot. Und ich finde das alles nicht nur sehr deutsch und sehr ironisch, sondern irgendwie auch bezeichnend für die Arbeit der Polizei letzte Woche beim G20. Hier ein ganzer Blog-Artikel von einem der beteiligten Aufräum-Aktivisten mit den dazugehörigen Fotos.

Verkehrte Welt? Hier putzt ein „Schwarzer Mob“ den Kiez!

Verkehrte Welt? Hier säubert ein „Schwarzer Mop“ den Kiez von den Überresten des Schlagermoves!
Viel Müll ist allerdings nicht zu holen, schließlich war ja bereits in den frühen Morgenstunden die Stadtreinigung im Einsatz – das dürfte den Organisatoren allerdings egal sein. Hinter dem Putz-Aufruf stehen die Aktivisten von „G20 entern“. Mehr über die klar ironisch gemeinte Aktion hier: http://bit.ly/2t4Ubot

Posted by Hamburger Morgenpost on Sonntag, 16. Juli 2017


In einem Paralleluniversum wurde in der Schanze letzte Woche die Legalisierung bekannt gegeben, weshalb es zu riesigen Rauchschwaden aus THC über der ganzen Stadt kam. In unserem Universum ist es leider nur ein alter Aprilscherz. Allerdings verbunden mit einem lesenswerten Artikel, bei dem ich gerade ein wenig ins Träumen kam. Sorry fürs falsche Hoffnung machen, liebe Kiffers aus Hamburgo.

via

Ja, ich weiß. Böse. Sehr böse sogar. Und vielleicht sogar für Hardcore-Zyniker ein wenig drüber. Aber so sind sie halt - die von der Titanic. Ich mag sie ja trotzdem. Oder vielleicht auch genau deswegen.