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Der HVV gehört ja zu den wenigen Dingen, die es regelmäßig schaffen, mich zum Fluchen bringen. Das haben öffentliche Verkehrsmittel wohl so an sich. Die BVG (Weil wir dich lieben) kann da ja zumindest im Internet noch punkten, indem sie regelmäßiger geilen Shit raushauen als sie ihre Bahn fahren lassen.
Konnte der HVV bei mir bisher so gar nicht. Bis zu diesem schnuckligen Video, das die Frage beantwortet, was eine Haltestelle eigentlich in der Zeit macht, wenn sie von einer Ersatzhaltestelle vertreten wird. Offenbar führt sie ein aktiveres Sexualleben als ich.


Kim Frank ist inzwischen Regisseur und der erste Film des damaligen Frontmanns von Echt lief gestern im ZDF. Sein Regiedebut über die Droge der Müdigkeit ist die erste Fernsehproduktion, die zeitgleich in voller Länge auf YouTube hochgeladen wurde: Wach. Ein Coming-of-Age-Drama über eine NoSleepGang aus Hamburg - und ihre immer suchende googlende Generation Z.

Zwei Hamburger Mädels wollen wach bleiben, so lang es geht – ohne Drogen. Ein rauschhafter Road-Trip durch 86 schlaflose Stunden, Minimal-Clubs in verregneten Ghettos und die eigene Jugend, den die beiden mit ihrer Kamera festhalten, um daraus einen YouTube-Film zu produzieren.


via testspielfilm


Wenn ihr denkt, dass die Fischköppe in Hamburg nur "Moin" sagen können, liegt ihr ganz klar falsch. Sie können es nämlich auch malen. Mit schön gesprühten Grüßen aus dem Norden.

Normalerweise können wir im Norden nur selten gutes Wetter bestätigen. Dieses Jahr haben aber sogar die den Sommer sonst nur durch leicht erwärmten Regen kennenden Hamburger mitbekommen, dass der Sommer 2018 in Deutschland sehr heiß war (und überhaupt alle Rekorde gebrochen hat). Denn in der Hansestadt hatte man die letzten 4 Monate eher das Gefühl, an der Mittelmeerküste Italiens zu wohnen. Mit Sonnen- statt Regenschirmen.
Die SZ kann das alles nun offiziell bestätigen und hat den Sommer aller Sommer nochmal journalistisch hübsch aufbereitet. Damit haben vom diesjährigen Hamburger Sonnen-Wetter immer noch geflashte Statistik-Nerds wie ich das Ganze nun auch endlich in Zahlen. Und die sehen so aus:

Sommer 2018 in Hamburg:

  • 58 “Sommertage”, an denen es wärmer als 25 Grad wurde; 1947 wurden 51 gezählt.
  • Es fiel nur halb so viel Regen wie in einem normalen Sommer, 112 Liter pro Quadratmeter in Juni, Juli und August.
  • Durchschnittstemperatur: 26,1 Grad allein im August. "Normal wären 21,6 Grad", sagte der Meteorologe [...]. Das sind Werte, wie man sie im August eher aus Norditalien kennt.
  • Zwischen April und August schien die Sonne in Hamburg 1464 Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das etwa 35 Tage mit nix als Sonnenschein.
  • Eisdieler mit 20-30 Prozent mehr Umsatz 🍨


...weiterlesen "Wetterstatistik 2018 | Der Hamburger Sommer in Zahlen"

Das ist meine Stadt: 125 rechte Spacken demonstrieren - 10.000 Menschen treten ihnen entgegen und lassen sie verstummen. So ging die Merkel-muss-weg-Kundgebung in Hamburg gestern aus. Am Sonntag davor versammelten sich bereits über 15.000 an den Landungsbrücken (#seebrücke). Und ich freue mich sehr, dass in Hamburg keine Toten Hosen auftreten müssen, um Nazis den (Nord-)Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir sind hier nämlich auch so schon mehr. Und zwar viel mehr, digga.

Janina ist ein Hamburger Deern und widmet der perligen Hansestadt eine verregnete Hymne im norddeutschen Slang. Und sie hat Diggers, Alders und derbe am Start. Eigentlich der ideale Song, um die Kapuze herunterzuziehen, den Regenschirm aufzuspannen und sich an den Hafen zu setzen. In meiner trockenen Bude in Eimsbüttel klingt er aber gerade auch ziemlich gut (ich liebe meine Boxen <3).

via


Hamburg hat einen frisch lackierten Porsche abzugeben, der goldbraun gegrillt und mit süßen Schriftzügen aufgehübscht in Altona parkt. Falls ihr keine Karre braucht, die fährt, sondern eine, die nur gut aussieht - schlagt zu.



...weiterlesen "Goldbraun gegrillter Porsche im Usedlook"


Morgen öffnet der Hamburger Hafen wieder seine Festival-Schleusen: Die MS Dockville liegt wieder in der Perle des Nordens und ich werde die nächsten 3 Tage ausschließlich damit verbringen, Musik und andere Drogen zu konsumieren. Solang lass' ich euch aber noch ein bisschen von dem da, was ich mir dort bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein und keinem klassischen Hamburger Regenwetter gönnen kann:




Ich bin ja eigentlich nicht nach Hamburg gezogen, um gutes Wetter zu haben. Aber so wie's aussieht haben wir dieses Jahr den Rekord-Sommer unter den Rekord-Sommern. Die ganzen Gags darüber, dass man bei uns im Norden vor lauter Regen und tief gezogener Kapuze nie die Sonne sieht, müssen nach 2018 auf jeden Fall neu geschrieben werden.
Und ich hätte ja nie gedacht, dass ich das mal sagen werde, aber: es gibt Tage, da vermisse ich das Hamburger Schiet-Wetter ein bisschen. Die kommen aber vermutlich erst in den nächsten Wochen - bis dahin lass' ich mir hier schön die Sonne aus'm Arsch scheinen. Hamburg ist das neue Hawaii, digga.


Ein auf Hamburger Partys gedrehter Film über eine Clubnacht in St. Pauli mit vielen Drogen, Kiez-Kalle und Bela B. Jakob Laas (Love Steaks, Tiger Girl) mit seiner Verfilmung des Kultromans von Tino Hanekamp. Sowas von Da. Und ich will den sowas von sehen, Diggas.

"Hamburg, St. Pauli, Silvester. Oskar betreibt einen Musikclub am Ende der Reeperbahn. Sein Leben war ein Fest, doch die Party ist vorbei: Der Club muss schließen, Oskar ist hoch verschuldet. Die letzte Nacht des Clubs wird zur wildesten Party Hamburgs, auf der alle Freunde und Feinde von Oskar aufeinander treffen werden. Oskars zum Star gewordener bester Freund Rocky zerbricht am Ruhm, die lebenslustige Nina malt alles schwarz an, der aggressive Ex-Zuhälter Kiez-Kalle will Oskars Schulden eintreiben und dann sind da noch der tote Elvis, die Innensenatorin und — Mathilda, Mathilda, Mathilda."

Regisseur Jakob Laas setzt für "So was von da" auf ein innovatives Konzept: die Verfilmung ist die erste improvisierte Adaption eines Romans. Die Schauspieler werden mit einem Ausschnitt der echten Welt konfrontiert, müssen in und mit ihr spielen. Anstatt vor künstlichen Kulissen wurde in einem echten Hamburger Club und während laufender Partys gedreht.

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Hamburg, digga. Hier werden aus 'nem Porsche fliegende Smoothies noch zurückgeworfen. Moin.


Trainsurfing ist offenbar doch nichts, was nur die Kidz von heute machen. Denn das hat anscheinend auch schon die Generation eurer Großeltern gemacht. Oder zumindest einer von ihnen: der Schauspieler und Stuntman Arnim Dahl (u.a. als Double für Heinz Rühmann), der bereits 1957 vom Dach einer fahrenden U-Bahn sprang - und zwar mit einem Salto ins Hamburger Hafenbecken.
Tja. Was die Berlin Kidz können, kann Hamburg eben auch. Und zwar schon knapp 60 Jahre vorher.

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