Unlike U. Eine mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommene Doku über die Berliner Trainwriter-Szene, die aber immer noch sehr sehenswert ist. Das gezeigte Material ist durch eine fast 7-jährige Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sprayern entstanden und besteht sowohl aus Bombing-Sequenzen live vor Ort als auch aus unzähligen Interviews, in denen die Künstler ihre Leidenschaft erklären: Züge malen.

Nach einem andauernden Rechtsstreit mit der BVG bzw. einer Unterlassungsklage, die am Ende aber zugunsten der Kunst entschieden wurde, ist sie inzwischen frei verfügbar - und gehört, eben weil ich sie so gerne hab sowas von hier hin. Denn bisher hab' ich die Graffiti-Doku von 2011 aus irgendeinem Grund noch nie als Stream hier gehabt, obwohl sie scheinbar schon seit 5 Jahren so halbillegal auf Vimeo liegt. Das wär' hiermit nun auch erledigt.

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Zwei der bekanntesten Graffiti-Crews aus Berlin (oder zumindest 2 der auffälligsten) haben gemeinsame Sache gemacht und ein Wholecar in die Bahn gebombt, auf der sie eben noch gesurft sind. Urbane Rebellen, die sich auch vom Bahnpersonal nicht wirklich aus dem Konzept bringen lassen.


Vinyl-, Sprühdosen- und Streetwear-Hersteller Underpressure hat den Hamburger Writer Glaze 100 Mini-Subways bomben lassen und verkauft sie innerhalb einer kleinen Installation bei der Millerntor Gallery vom 29. Juni bis 02. Juli. Die gesamten Einnahmen werden gespendet an die Jungs und Mädels von Viva con Aqua, die damit für mehr sauberes Trinkwasser in der dritten Welt sorgen.
Und ich glaube, ich will nach diesem freshen Clip auch einen kleinen Graffiti-Train. Ziemlich cooles Underground-Projekt.

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Ich bin das Baby Graffiti - du musst mich lieb haben. ;o)


Die sprühende Irmela Mensah-Schramm, die hasserfüllte Schmierereien in Liebesbotschaften verwandelt hatten wir hier ja schon mal.  Damals hatte die Graffiti-Oma neben viel Lob auch Probleme von der Polizei bekommen, die ihre Zivilcourage aus mir immer noch schleierhaften Gründen als Vandalismus bezeichnete und eine Geld- sowie eine Bewährungsstrafe aussprach. Und das trotzdem sie über 85.000 Parolen von Nazis und Patridioten unlesbar gemacht und dafür sogar das Bundesverdienstkreuz bekam.
Nun wurde das Verfahren gegen die 71-jährige Sprayerin aber eingestellt, da endlich ein Richter verstanden hat, dass sie nur dort malt, wo ohnehin schon gemalt wurde. Freut mich. Wär ja auch echt 'n Unding gewesen, so eine coole Lady für ihre schönen Aktionen auch noch zu bestrafen.

Die Berliner Antifaschistin Irmela Mensah-Schramm wird nicht dafür bestraft, dass sie in Bautzen rechte Hass-Parolen mit Farbe übersprüht hat. Ein Verfahren gegen die 71-Jährige wurde eingestellt. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz am Dienstag mitteilte, habe sich durch ihr Übersprühen der Nazi-Parolen in einem Fußgängertunnel das Erscheinungsbild von Unterführung und Stromkasten nicht wesentlich verändert. Beide seien zum Tatzeitpunkt im Herbst 2016 bereits erheblich bemalt gewesen.
Quelle: Neues Deutschland

via Graffiti-Oma-Rebellion


In London scheint es sehr viele Graffiti-Penisse zu geben. Jedenfalls genug, dass es sich ein Typ mit einem Insta-Account namens ProtectCityCocks zur Aufgabe gemacht hat, alle in der Stadt mit Kondomen zu versorgen. Inklusive einem kleinen Hinweis, wo man die Verhüterlis auch umsonst bekommt. Und schon wird aus einem eher semi-lustigen Pimmelbildchen ein netter Joke mit schöner Message.

"Instead of just having senseless vandalism, we can inform people about an important issue [...] and give them a laugh." (buzzfeed)




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Schickes GoT-Wholecar, das gerade durch Baden-Württemberg rollt. Jetzt hat die gehypte Serie also auch einen offiziellen Hype-Train.

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Ein analoges Meme sozusagen. Und daneben gleich die durchgeknallte Poppy. Internet goes offline.


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Was ist denn mit der Realness? Wer malt heute noch den Zug? Nun. Der Verfasser dieses inneren Dialogs zum Beispiel. Und ich für meinen Teil hoffe ja, dass er nie damit aufhört.

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Ein Friedensangebot von Moses. Die Bahn hat den Vorschlag aber anscheinend nicht akzeptiert und alles weggewischt. Tja. Dann muss eben wieder gesprayt werden. Auch schön.

Aus einem schlechten Graffiti gute Streetart machen. Muss man auch erstmal können.

Text unten: Black against Grey | Acryl auf Beton | Unbekannter Künstler

Ein Interview mit dem Graffiti-Künstler Paco Sanchez aka AnusOne, der sowohl die Straße als auch Menschen und Plattencover verschönert und ein paar schöne Sätze über Hip-Hop loslässt. Im längeren Part geht's zusammen mit Niko von der Backspin eine Stunde lang durch Hamburg, um Pieces zu bestaunen. Subculture-Real-Talk, yo.

„Für mich ist Hip-Hop immernoch all die Disziplinen, all die moralischen und ethischen Wertvorstellungen, wie es damals gedacht wurde – gewaltfreie Konfliktsauseinandersetzung.“ 

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